Die abge­wies­se­ne Aus­kunfts­kla­ge – und die Beschwer für ein Rechts­mit­tel

Der Wert des Beschwer­de­ge­gen­stan­des eines Rechts­mit­tels gegen die Abwei­sung einer Aus­kunfts­kla­ge rich­tet sich nach dem wirt­schaft­li­chen Inter­es­se des Anspruch­stel­lers an der Ertei­lung der Aus­kunft und/​oder Rech­nungs­le­gung.

Die abge­wies­se­ne Aus­kunfts­kla­ge – und die Beschwer für ein Rechts­mit­tel

Dabei macht der Wert des Aus­kunfts­an­spruchs in der Regel nur einen Bruch­teil, näm­lich 1/​10 bis 1/​4 des von dem Anspruch­stel­ler erwar­te­ten Leis­tungs­an­spruchs aus.

Der Leis­tungs­an­spruch, wel­cher die Schät­zungs­grund­la­ge für den anzu­set­zen­den Wert bil­det, ist sei­ner­seits gemäß § 3 ZPO zu schät­zen, wobei anhand des Tat­sa­chen­vor­trags des Anspruch­stel­lers danach zu fra­gen ist, wel­che Vor­stel­lun­gen er sich vom Wert des Leis­tungs­an­spruchs gemacht hat1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Febru­ar 2019 – II ZR 98/​18

  1. BGH, Beschluss vom 12.10.2011 XII ZB 127/​11, NJW-RR 2012, 130 Rn. 13 ff.; Beschluss vom 16.12 2015 XII ZB 405/​15, NJW 2016, 714 Rn. 13; Beschluss vom 16.05.2018 XII ZB 80/​18, NJW-RR 2018, 901 Rn. 11, jeweils mwN []