Die nur beschränk­te Zulas­sung der Revi­si­on

Die Zulas­sung der Revi­si­on kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nur auf einen tat­säch­lich und recht­lich selb­stän­di­gen Teil des Streit­stoffs beschränkt wer­den, der Gegen­stand eines Teil­ur­teils sein könn­te oder auf den der Revi­si­ons­klä­ger selbst sei­ne Revi­si­on beschrän­ken könn­te.

Die nur beschränk­te Zulas­sung der Revi­si­on

Unzu­läs­sig ist es, die Zulas­sung auf ein­zel­ne von meh­re­ren Anspruchs­grund­la­gen oder auf bestimm­te Rechts­fra­gen zu beschrän­ken 1.

Gemes­sen dar­an wäre eine Beschrän­kung der Revi­si­ons­zu­las­sung auf die Fra­ge nach der Ver­jäh­rung eines Anspruchs unwirk­sam, weil sie auf die Beant­wor­tung einer ein­zel­nen Rechts­fra­ge abzielt 2.

Bei einer unzu­läs­si­gen Beschrän­kung der Rechts­mit­tel­zu­las­sung ist die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung in vol­lem Umfang zu über­prü­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Dezem­ber 2018 – XII ZR 116/​17

  1. BGH, Beschlüs­se BGHZ 214, 45 = Fam­RZ 2017, 603 Rn. 17 und BGHZ 205, 241 = Fam­RZ 2015, 1268 Rn. 7; BGH, Urteil vom 19.09.2012 XII ZR 136/​10 Fam­RZ 2012, 1789 Rn. 8 mwN[]
  2. vgl. BGH Urtei­le vom 21.09.2006 – I ZR 2/​04 NJW-RR 2007, 182 Rn.19; und vom 27.09.1995 – VIII ZR 257/​94 NJW 1995, 3380, 3381[]