Grund­ur­teil – nach einem bereits ergan­ge­nen Ver­säum­nis­ur­teil

Bei Erlass eines Grund­ur­teils (nach § 304 ZPO) nach einem gegen den Beklag­ten ergan­ge­nen Ver­säum­nis­ur­teil bleibt die Ent­schei­dung über den Ein­spruch nach § 343 ZPO dem Betrags­ver­fah­ren vor­be­hal­ten, soweit die Kla­ge für gerecht­fer­tigt erklärt wor­den ist 1.

Grund­ur­teil – nach einem bereits ergan­ge­nen Ver­säum­nis­ur­teil

Daher muss beim Erlass eines zuspre­chen­den Grund­ur­teils das zuvor ergan­ge­ne Ver­säum­nis­ur­teil noch auf­recht erhal­ten blei­ben und kann, soweit der Kla­ge­an­spruch dem Grun­de nach für begrün­det erach­tet wur­de, noch nicht auf­ge­ho­ben wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Febru­ar 2015 – III ZR 90/​14

  1. vgl. Stein/​Jonas/​Grunsky, ZPO, 22. Aufl., § 343 Rn. 11; Münch­Komm-ZPO/Prüt­ting, 4. Aufl., § 343 Rn. 2[]