Land­päch­ter mit beschränk­ter Haf­tung

Die iden­ti­täts­wah­ren­de Umwand­lung einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts auf der Päch­ter­sei­te zunächst in eine offe­ne Han­dels­ge­sell­schaft und danach – form­wech­selnd – in eine Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung (§§ 190 ff. UmwG), die nun­mehr als Päch­te­rin auf­tritt, bedeu­tet kei­ne Über­las­sung der Pacht­sa­che an einen Drit­ten 1.

Land­päch­ter mit beschränk­ter Haf­tung

Ein Recht der Ver­päch­ters zur außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen Kün­di­gung 2 wegen uner­laub­ter Über­las­sung des ver­pach­te­ten Lan­des an einen Drit­ten besteht daher in sol­chen Fäl­len einer form­wech­seln­den Umwand­lung nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 27. Novem­ber 2009 – LwZR 15/​09

  1. Fort­füh­rung BGHZ 150, 365[]
  2. §§ 589 Abs. 1 Nr. 1, 594e Abs. 1 BGB i.V.m. § 543 Abs. 1 und 2 Nr. 3 BGB[]