Kün­di­gung wegen Zah­lungs­ver­zugs – kei­ne Abmah­nung, kei­ne Frist­set­zung

Die Kün­di­gung eines Land­pacht­ver­hält­nis­ses nach § 594e Abs. 2 S. 1 BGB wegen Zah­lungs­ver­zugs setzt grund­sätz­lich nicht vor­aus, dass vor Aus­spruch der Kün­di­gung eine Abmah­nung bzw. Frist­set­zung zur Zah­lung aus­ge­spro­chen wird. Dem Wort­laut der Norm ist ein sol­ches Erfor­der­nis nicht zu ent­neh­men, er spricht viel­mehr dafür, dass im Fal­le des 3‑monatigen Zah­lungs­ver­zugs

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Opti­ons­recht auf Pacht­ver­län­ge­rung – und der bereits abge­lau­fe­ne Pacht­ver­trag

Ein ver­trag­lich ver­ein­bar­tes Opti­ons­recht auf Ver­län­ge­rung eines Miet- oder Pacht­ver­trags erlischt mit Ablauf der regu­lä­ren Ver­trags­dau­er. Wird das Miet- oder Pacht­ver­hält­nis nach Ablauf der regu­lä­ren Ver­trags­zeit auf unbe­stimm­te Zeit fort­ge­setzt, so bleibt das Opti­ons­recht nicht bestehen und lebt auch nicht wie­der auf. Mit­hin kann, wenn der Päch­ter eines land­wirt­schaft­li­chen Grund­stücks

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Bestim­mung der land­wirt­schaft­li­chen Betriebs­grö­ße bei Zupach­tung – und die Auf­tei­lung des Ersatz­wirt­schafts­werts

Bei der Bestim­mung der Betriebs­grö­ße eines im Bei­tritts­ge­biet bele­ge­nen land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs nach § 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b EStG in der bis zum Inkraft­tre­ten des Unter­neh­men­steu­er­re­form­ge­set­zes 2008 vom 14.08.2007 maß­ge­ben­den Fas­sung ist bei der Zupach­tung von Grund und Boden der Ersatz­wirt­schafts­wert nur im Ver­hält­nis der eige­nen Flä­che zu der

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Inbe­sitz­nah­me einer ver­pach­te­ten Flä­che

Nimmt der Ver­päch­ter die Pacht­sa­che ohne den Wil­len des Päch­ters und ohne eine ihm dies gestat­ten­de gesetz­li­che Anord­nung in Besitz, begeht er eine nach § 858 Abs. 1 BGB ver­bo­te­ne Eigen­macht. So das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Streits über den Besitz an ca. 10 ha Acker­land und

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Die Milch­re­fe­renz­men­ge des Päch­ters

Der sub­ven­ti­ons­ähn­li­che Vor­teil aus der Milch­re­fe­renz­men­ge, abga­ben­frei Milch zu erzeu­gen und ver­mark­ten zu kön­nen, steht einem Ver­päch­ter, der nicht Erzeu­ger ist und die auf ihn bei Been­di­gung des Pacht­ver­hält­nis­ses über­ge­hen­de Refe­renz­men­ge nur durch Ver­äu­ße­rung ver­wer­ten kann, nicht zu. Ein sol­cher Ver­päch­ter hat gegen den Päch­ter kei­nen Anspruch aus § 812

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Rüben­lie­fe­rungs­rech­te und die Ver­pach­tung von Acker­land

Hat der Ver­päch­ter dem Päch­ter von rüben­an­bau­fä­hi­gem Acker­land kei­ne Rüben­lie­fer­rech­te über­tra­gen, so steht ihm bei Been­di­gung des Ver­tra­ges – vor­be­halt­lich ander­wei­ti­ger Rege­lun­gen im Ver­trag – kein Anspruch nach § 596 Abs. 1 BGB auf Über­tra­gung von Lie­fer­rech­ten zu, die der Päch­ter von Drit­ten erwor­ben oder von der Zucker­fa­brik zuge­teilt erhal­ten hat.

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Land­pacht und flä­chen­be­zo­ge­ne Sub­ven­tio­nen in der Land­wirt­schaft

Eine Klau­sel in einem von dem Ver­päch­ter vor­for­mu­lier­ten Pacht­ver­trag über land-wir­t­­schaf­t­­li­che Flä­chen, die den Päch­ter ver­pflich­tet, die auf die Pacht­flä­che zuge­­teil-ten Zah­lungs­an­sprü­che in einem dem flä­chen­be­zo­ge­nen Betrag ent­spre­chen­den Umfang bei Been­di­gung des Pacht­ver­hält­nis­ses unent­gelt­lich auf den nach­fol­gen­den Bewirt­schaf­ter zu über­tra­gen, ver­stößt nicht gegen das Trans­pa­renz­ge­bot (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB)

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Die ver­spä­te­te frist­lo­se Kün­di­gung

Die Erklä­rung der außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung eines Land­pacht­ver­hält­nis­ses muss inner­halb einer ange­mes­se­nen Frist nach dem Ein­tritt des Kün­di­gungs­grun­des und des­sen Kennt­nis bei dem Kün­di­gungs­be­rech­tig­ten dem ande­ren Teil zuge­hen, urteil­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall, in dem der Land­pacht­ver­trag im Novem­ber wegen Nicht­zah­lung der seit Janu­ar fäl­li­gen Pacht frist­los gekün­digt wur­de.

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Land­päch­ter mit beschränk­ter Haf­tung

Die iden­ti­täts­wah­ren­de Umwand­lung einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts auf der Päch­ter­sei­te zunächst in eine offe­ne Han­dels­ge­sell­schaft und danach – form­wech­selnd – in eine Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung (§§ 190 ff. UmwG), die nun­mehr als Päch­te­rin auf­tritt, bedeu­tet kei­ne Über­las­sung der Pacht­sa­che an einen Drit­ten . Ein Recht der Ver­päch­ters zur außer­or­dent­li­chen

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Milch­quo­ten­kün­di­gung

Bei der Land­pacht kann der Päch­ter, wenn er berufs­un­fä­hig wird,das Pacht­ver­hält­nis außer­or­dent­lich mit der gesetz­li­chen Frist kün­di­gen, wenn der Ver­päch­ter der Über­las­sung der Pacht­sa­che zur Nut­zung an einen Drit­ten, der eine ord­nungs­mä­ßi­ge Bewirt­schaf­tung gewähr­leis­tet, wider­spricht. Die­se Bestim­mung des § 594 c BGB ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch auf

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Land­wirt­schaft­li­che Bei­hil­fen in der Hof­pacht

Die Ver­än­de­rung des Sys­tems der land­wirt­schaft­li­chen Bei­hil­fen von den pro­duk­ti­ons­be­zo­ge­nen Prä­mi­en zu den von der Bewirt­schaf­tung ent­kop­pel­ten Zah­lungs­an­sprü­chen schließt es nicht aus, Ver­ein­ba­run­gen zur Über­tra­gung der dama­li­gen Prämien‑, För­de­rungs­an­sprü­che und Quo­ten­vor­rech­te auf den Ver­päch­ter oder auf einen von die­sem benann­ten Betriebs­nach­fol­ger in Alt­pacht­ver­trä­gen auch auf Zah­lungs­an­sprü­che anzu­wen­den. Mit die­ser Begrün­dung

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Deut­sche Äcker für Schwei­zer Land­wir­te

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te erneut die Fra­ge zu ent­schei­den, ob ein schwei­ze­ri­scher Land­wirt mit Betriebs­sitz in der Schweiz in Deutsch­land Acker­land zur land­wirt­schaft­li­chen Nut­zung pach­ten kann. Und der BGH hat die­se Ent­schei­dung in Anglei­chung an eine Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten zu einer Ände­rung sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung genutzt. Der Antrag­stel­ler

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