Pri­vat­ur­kun­den statt Zeu­gen­be­weis im Urkund­s­pro­zess

Pri­vat­schrift­li­che Urkun­den (hier: eides­statt­li­che Ver­si­che­rung des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten über die Ent­ste­hung der Geschäfts­ge­bühr), die ihrem Inhalt nach auf einen „Ersatz­be­weis“ für die im Urkun­den­pro­zess aus­ge­schlos­se­ne Zeu­gen­ver­neh­mung hin­aus­lau­fen, schei­den als Beweis­mit­tel im Sin­ne des § 592 ZPO aus.

Pri­vat­ur­kun­den statt Zeu­gen­be­weis im Urkund­s­pro­zess

Die eides­statt­li­che Ver­si­che­rung des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten reicht als urkund­li­cher Nach­weis des Ent­ste­hens der Geschäfts­ge­bühr nicht aus. Pri­vat­schrift­li­che Urkun­den wie die vor­ge­leg­te eides­statt­li­che Ver­si­che­rung, die ihrem Inhalt nach auf einen „Ersatz­be­weis“ für die im Urkun­den­pro­zess aus­ge­schlos­se­ne Zeu­gen­ver­neh­mung hin­aus­lau­fen, schei­den als Beweis­mit­tel im Sin­ne des § 592 ZPO aus [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Mai 2012 – II ZR 205/​10

  1. vgl. BGH, Urteil vom 18.09.2007 – XI ZR 211/​06, BGHZ 173, 366 Rn. 16 m.w.N.[]