Rechts­mit­tel gegen die Auf­he­bung eines Pfän­dungs­be­schlus­ses

Im Rechts­mit­tel­ver­fah­ren kann ein durch rich­ter­li­chen Beschluss auf­ge­ho­be­ner Pfän­dungs­be­schluss nicht wie­der­her­ge­stellt wer­den. Ein nur mit die­sem Ziel ein­ge­leg­tes Rechts­mit­tel ist unzu­läs­sig 1.

Rechts­mit­tel gegen die Auf­he­bung eines Pfän­dungs­be­schlus­ses

Die im vor­lie­gend vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall im Wege der Abhil­fe auf die Erin­ne­rung des Dritt­schuld­ners erfolg­te Auf­he­bung des Pfän­dungs­be­schlus­ses durch rich­ter­li­chen Beschluss ist unge­ach­tet der dage­gen gerich­te­ten sofor­ti­gen Beschwer­de des Gläu­bi­gers sofort wirk­sam gewor­den. Der ursprüng­li­che Pfän­dungs­be­schluss kann daher nicht wie­der her­ge­stellt wer­den. Eine Rechts­be­schwer­de wäre nur mit dem Ziel zuläs­sig, eine Voll­stre­ckung mit neu­em Rang zu ermög­li­chen 2.

Mit die­sem Ziel hat der Gläu­bi­ger sei­ne Rechts­mit­tel vor­lie­gend aber nicht ein­ge­legt. Dem Gläu­bi­ger geht es allein um die rang­wah­ren­de Pfän­dung hin­sicht­lich des Ein­kom­mens des Schuld­ners für den Monat Juli 2010. Das kann nach der erfolg­ten Auf­he­bung des erlas­se­nen Pfän­dungs­be­schlus­ses durch das Amts­ge­richt nicht mehr erreicht wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Febru­ar 2013 – VII ZB 9/​11

  1. im Anschluss an BGH, Urteil vom 09.06.1976 – VIII ZR 19/​75, BGHZ 66, 394; Beschluss vom 05.05.2011 – VII ZB 25/​10[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 05.05.2011 – VII ZB 25/​10; Urteil vom 09.06.1976 – VIII ZR 19/​75, BGHZ 66, 394; KG, OLGZ 1982, 75; OLG Koblenz, Rpfle­ger 1986, 229; Stö­ber, For­de­rungs­pfän­dung, 15. Aufl., Rn. 743[]