Scha­dens­er­satz­pflicht – und die Schät­zung, ob über­haupt ein Scha­den ent­stan­den ist

§ 287 Abs. 1 ZPO gilt nicht nur für die Höhe des Scha­dens, son­dern auch – soweit es um die haf­tungs­aus­fül­len­de Kau­sa­li­tät geht – für die Fra­ge, ob ein Scha­den über­haupt ent­stan­den ist [1].

Scha­dens­er­satz­pflicht – und die Schät­zung, ob über­haupt ein Scha­den ent­stan­den ist

Im Anwen­dungs­be­reich der Vor­schrift ist der Tatrich­ter beson­ders frei gestellt. Sei­ne Ein­schät­zung ist mit der Revi­si­on nur dar­auf­hin über­prüf­bar, ob er Rechts­grund­sät­ze der Scha­dens­be­mes­sung ver­kannt, wesent­li­che Bemes­sungs­fak­to­ren außer Betracht gelas­sen oder sei­ner Schät­zung unrich­ti­ge Maß­stä­be zugrun­de gelegt hat [2].

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 26. Juli 2016 – 1 AZR 160/​14

  1. BGH 12.07.2016 – KZR 25/​14, Rn. 42 mwN[]
  2. vgl. BGH 5.03.2013 – VI ZR 245/​11, Rn. 14 mwN[]