Scha­dens­er­satz­pflicht – und die Schät­zung, ob über­haupt ein Scha­den ent­stan­den ist

§ 287 Abs. 1 ZPO gilt nicht nur für die Höhe des Scha­dens, son­dern auch – soweit es um die haf­tungs­aus­fül­len­de Kau­sa­li­tät geht – für die Fra­ge, ob ein Scha­den über­haupt ent­stan­den ist . Im Anwen­dungs­be­reich der Vor­schrift ist der Tatrich­ter beson­ders frei gestellt. Sei­ne Ein­schät­zung ist mit der Revi­si­on nur

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Bei­trags­vor­ent­hal­tung – und die not­wen­di­gen Fest­stel­lun­gen

Bei einer Ver­ur­tei­lung nach § 266a StGB sind auch bei einem gestän­di­gen Ange­klag­ten grund­sätz­lich die genaue Anzahl der Arbeit­neh­mer, ihre Beschäf­ti­gungs­zei­ten und Löh­ne sowie die Höhe des Bei­trags­sat­zes der zustän­di­gen Kran­ken­kas­se dar­zu­stel­len, um dem Revi­si­ons­ge­richt die recht­li­che Nach­prü­fung zu ermög­li­chen . Da es sich dabei um Rechts­fra­gen han­delt, die sowohl

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Nicht gezahl­te Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – und die Berech­nung der Bei­trä­ge

Dem Tat­ge­richt obliegt es nach stän­di­ger Recht­spre­chung, die geschul­de­ten Bei­trä­ge – für die jewei­li­gen Fäl­lig­keits­zeit­punk­te geson­dert – nach Anzahl, Beschäf­ti­gungs­zei­ten, Löh­nen der Arbeit­neh­mer und der Höhe des Bei­trags­sat­zes der ört­lich zustän­di­gen Kran­ken­kas­se fest­zu­stel­len, um eine revi­si­ons­ge­richt­li­che Nach­prü­fung zu ermög­li­chen , weil die Höhe der geschul­de­ten Bei­trä­ge auf der Grund­la­ge des

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Ent­schä­di­gungs­zah­lung für ent­ge­hen­de För­der­gel­der – und ihre Besteue­rung

Ver­zich­tet der Betrei­ber einer mobi­len Alten­pfle­ge zur Bei­le­gung eines jah­re­lan­gen Rechts­streits auf die ihm zuste­hen­de För­de­rung nach dem LPflgeHG Rhein­­land-Pfalz und erhält er hier­für vom Land und Land­kreis eine Ent­schä­di­gung, han­delt es sich um eine steu­er­be­güns­tig­te Ent­schä­di­gung nach § 24 Nr. 1 Buchst. a i.V.m. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG. Der ein­ma­li­ge

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Ent­gan­ge­ne Zin­sen

§ 252 Satz 2 BGB ermög­licht in Ergän­zung zu § 287 ZPO eine abs­trak­te Scha­dens­be­rech­nung des ent­gan­ge­nen Gewinns, erfor­dert aber gleich­wohl die Dar­le­gung und gege­be­nen­falls den Nach­weis der erfor­der­li­chen Anknüp­fungs­tat­sa­chen hier­für, bei der behaup­te­ten Anla­ge von Kapi­tal­be­trä­gen etwa den Vor­trag und den Nach­weis der Anla­ge in eine bestimm­te Art von Wert­pa­pie­ren.

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Scha­dens­er­satz, ent­gan­ge­ner Gewinn und der sub­stan­ti­ier­te Kla­ge­vor­trag

§ 252 BGB ent­hält für den Geschä­dig­ten eine § 287 ZPO ergän­zen­de Beweis­erleich­te­rung, wonach die­ser nur die Umstän­de dar­zu­le­gen und in den Gren­zen des § 287 ZPO zu bewei­sen braucht, aus denen sich nach dem gewöhn­li­chen Ver­lauf der Din­ge oder den beson­de­ren Umstän­den des Fal­les die Wahr­schein­lich­keit des Gewinn­ein­tritts ergibt.

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Aus­kunfts­an­spruch zum Zweck der Scha­dens­schät­zung

Eine Aus­kunft kann nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs auch den nega­ti­ven Inhalt haben, dass dem Schuld­ner die Aus­kunfts­tat­sa­chen nicht bekannt sind . In die­ser Wei­se ist der vor­lie­gen­de Streit­fall gela­gert. Die Beklag­te hat nun­mehr kon­kret dar­ge­legt, sie habe in dem betref­fen­den Zeit­raum über kein EDV­Sys­tem ver­fügt, in dem Daten zu

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Anfor­de­run­gen an die rich­ter­li­che Scha­dens­schät­zung

Mit den Anfor­de­run­gen an eine Scha­dens­schät­zung gemäß § 287 ZPO muss­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof erneut befas­sen: Steht, wie hier revi­si­ons­recht­lich zugrun­de zu legen ist, der gel­tend gemach­te Scha­dens­er­satz­an­spruch dem Grun­de nach fest und bedarf es ledig­lich der Aus­fül­lung zur Höhe, kommt dem Geschä­dig­ten die Beweis­erleich­te­rung des § 287 ZPO

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Der Inhalt des ver­lo­ren gegan­ge­nen Trans­port­con­tai­ners

Der Grund­satz, dass anhand von Lie­fer­schei­nen oder Han­dels­rech­nun­gen im Rah­men frei­er rich­ter­li­cher Beweis­wür­di­gung gemäß § 286 Abs. 1 ZPO der Inhalt eines ver­lo­ren­ge­gan­ge­nen Pakets nach­ge­wie­sen wer­den kann, ist bei einem Streit über den Inhalt eines ent­wen­de­ten, vom Ver­sen­der selbst bela­de­nen und ver­schlos­se­nen Trans­port­con­tai­ners nicht ohne wei­te­res anwend­bar. In dem hier vom

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Mer­kan­ti­ler Min­der­wert eines Gebäu­des

Mit der Schät­zung eines jeden­falls nach § 287 Abs. 1 ZPO ein­ge­tre­te­nen Min­dest­be­tra­ges für den mer­kan­ti­len Min­der­wert eines Gebäu­des nach Besei­ti­gung von Ris­sen im Innen- und Außen­putz hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Ein mer­kan­ti­ler Min­der­wert liegt vor, wenn nach erfolg­ter Män­gel­be­sei­ti­gung eine ver­rin­ger­te Ver­wert­bar­keit gege­ben ist, weil die maß­geb­li­chen

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Abs­trak­te Scha­dens­schät­zung

Nach § 287 Abs. 1 ZPO ent­schei­det der Tatrich­ter unter Wür­di­gung aller Umstän­de nach frei­er Über­zeu­gung, ob ein Scha­den ent­stan­den ist und wie hoch er ist. Die Schät­zung eines Scha­dens darf nur dann unter­blei­ben, wenn sie man­gels kon­kre­ter Anhalts­punk­te voll­kom­men "in der Luft hin­ge" und daher will­kür­lich wäre. Eine völ­lig abs­trak­te

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Schät­zung von Miet­wa­gen­kos­ten

Zur Schät­zung von Miet­wa­gen­kos­ten auf der Grund­la­ge von Lis­ten und Tabel­len hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof für den Fall Stel­lung genom­men, dass mit kon­kre­ten Tat­sa­chen auf­ge­zeigt wird, dass gel­tend gemach­te Män­gel der Schät­zungs­grund­la­ge sich auf den zu ent­schei­den­den Fall in erheb­li­chem Umfang aus­wir­ken. Die Art der Schät­zungs­grund­la­ge gibt § 287 ZPO

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Schätzng des zukünf­ti­gen Erwerb­scha­dens

Zu der für die Bemes­sung des Erwerbs­scha­dens erfor­der­li­chen Pro­gno­se der hypo­the­ti­schen Ein­kom­mens­ent­wick­lung muss­te der Bun­des­ge­richts­hof nun Stel­lung neh­men für den Fall, dass der Geschä­dig­te behaup­tet, er hät­te ohne den Scha­dens­fall in fort­ge­schrit­te­nem Alter eine gut bezahl­te Fest­an­stel­lung erhal­ten, der Schä­di­ger dies aber unter Hin­weis auf die Lage am Arbeits­markt bestrei­tet.

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Berufs­pro­gno­se für ein jün­ge­res Kind

Trifft ein Scha­dens­er­eig­nis ein jün­ge­res Kind, über des­sen beruf­li­che Zukunft auf­grund des eige­nen Ent­wick­lungs­stands zum Scha­dens­zeit­punkt noch kei­ne zuver­läs­si­ge Aus­sa­ge mög­lich ist, so kann es gebo­ten sein, dass der Tatrich­ter bei der für die Ermitt­lung des Erwerbs­scha­dens erfor­der­li­chen Pro­gno­se auch den Beruf sowie die Vor- und Wei­ter­bil­dung der Eltern, ihre

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Kei­ne Zins­schät­zung zur rich­ter­li­chen Arbeits­er­leich­te­rung

Darf ein Rich­ter Zin­sen im Schät­zungs­we­ge (§ 287 Abs. 1 ZPO) ermit­teln, nur weil die genaue Berech­nung auf­grund von elf zwi­schen­zeit­li­chen (bekann­ten und unstrei­ti­gen) Ände­run­gen des zugrun­de lie­gen­den Schuld­sal­dos zeit­rau­bend wäre? Das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le sah hier­in ange­sichts der eige­nen Arbeits­er­leich­te­rung kein Pro­blem und schätz­te die ange­fal­le­nen Zin­sen . Das OLG sah

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Lizenz­ge­bühr und Selbst­über­schät­zung

Der Betrei­ber eines Super­markt ließ zu des­sen Eröff­nung Wer­be­zet­tel in einer Auf­la­ge von knapp 100.000 Stück ver­tei­len, die das Bild von S.W., einer bekann­ten Restau­rant­be­sit­ze­rin und Fern­seh­kö­chin, zusam­men mit im Son­der­an­ge­bot erhält­li­chen Dosen­sup­pen ent­hiel­ten. Die Fern­seh­kö­chin ging gegen den Super­markt­be­trei­ber wegen der nicht geneh­mig­ten Ver­wen­dung des Bil­des gericht­lich vor und

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Haus­halts­füh­rungs­scha­den – oder: wie­viel ist Haus­ar­beit wert?

Bei der Schät­zung des Haus­halts­füh­rungs­scha­dens nach § 287 ZPO darf sich der Tatrich­ter in Erman­ge­lung abwei­chen­der kon­kre­ter Gesichts­punk­te grund­sätz­lich an dem Tabel­len­werk von Schulz-Borck/Hof­­mann (Scha­dens­er­satz bei Aus­fall von Haus­frau­en und Müt­tern im Haus­halt) ori­en­tie­ren. So ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof. Die Über­prü­fung der im Rah­men des Schät­zungs­er­mes­sens des Tatrich­ters nach §

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