Ungeeignetheit des Beweismittels

Die Ablehnung eines Beweisantrags wegen Ungeeignetheit des Beweismittels kommt nur dann in Betracht, wenn es völlig ausgeschlossen erscheint, dass das Beweismittel zu dem Beweisthema sachdienliche Erkenntnisse erbringen kann1.

Ungeeignetheit des Beweismittels

Darüber hinaus scheidet die Ablehnung eines Beweisantrags als ungeeignet aus, wenn dadurch ein noch nicht erhobener Beweis vorab gewürdigt wird, weil dies eine unzulässige Beweisantizipation darstellt2.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. Oktober 2014 – III ZR 82/13

  1. vgl. BVerfG, NJW 1993, 254, 255; BGH, Urteile vom 26.11.2003 – IV ZR 438/02, BGHZ 157, 79, 84 f.; und vom 06.12 2007 – I ZR 174/04, NJW-RR 2008, 1209 Rn. 22 sowie Beschluss vom 12.09.2012 – IV ZR 177/11, NJW-RR 2013, 9 Rn. 14; Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., vor § 284 Rn. 10a; Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., § 284 Rn. 64, 65 []
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 12.09.2012, aaO; MünchKomm-ZPO/Prütting, 4. Aufl., § 284 Rn. 98 []