Nach­trags­ver­tei­lung – und die Bezeich­nung der auf­ge­fun­den Gegen­stän­de

Wird die Nach­trags­ver­tei­lung ange­ord­net, weil nach­träg­lich Gegen­stän­de der Mas­se ermit­telt wor­den sind (§ 203 Abs. 1 Nr. 3 InsO), wer­den die betrof­fe­nen Gegen­stän­de mit der Anord­nung vom Insol­venz­be­schlag erfasst. Die Ver­fü­gungs­be­fug­nis geht vom Schuld­ner auf den Insol­venz­ver­wal­ter über 1.

Nach­trags­ver­tei­lung – und die Bezeich­nung der auf­ge­fun­den Gegen­stän­de

Wegen die­ser Wir­kun­gen müs­sen die betrof­fe­nen Gegen­stän­de im Anord­nungs­be­schluss selbst aus­rei­chend bestimmt bezeich­net wer­den 2.

Soweit Gegen­stän­de nicht bestimmt bezeich­net sind, tre­ten die Wir­kun­gen der Anord­nung nicht ein.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Febru­ar 2015 – IX ZR 186/​13

  1. BGH, Beschluss vom 06.12 2007 – IX ZB 229/​06, WM 2008, 305 Rn. 7; vom 26.01.2012 – IX ZB 111/​10, WM 2012, 366 Rn. 16[]
  2. BGH, Beschluss vom 26.01.2012, aaO Rn. 9[]