Ver­gü­tungs­an­sprü­che eines betriebs­frem­den Eini­gungs­stel­len­bei­sit­zers

Nach § 76a Abs. 3 BetrVG hat ein betriebs­frem­der Bei­sit­zer gegen­über dem Arbeit­ge­ber einen Anspruch auf Ver­gü­tung sei­ner Tätig­keit im Eini­gungs­stel­len­ver­fah­ren, des­sen Höhe sich nach den Grund­sät­zen des § 76a Abs. 4 Satz 3 bis 5 BetrVG rich­tet.

Ver­gü­tungs­an­sprü­che eines betriebs­frem­den Eini­gungs­stel­len­bei­sit­zers

§ 76a Abs. 3 BetrVG begrün­det einen gesetz­li­chen Anspruch des betriebs­frem­den Bei­sit­zers auf Ver­gü­tung sei­ner Tätig­keit in der Eini­gungs­stel­le 1.

Die­ser Ver­gü­tungs­an­spruch steht auch einem vom Betriebs­rat bestell­ten haupt­amt­li­chen Gewerk­schafts­se­kre­tär zu 2.

Neben der Ver­gü­tung haben die Mit­glie­der der Eini­gungs­stel­le gemäß § 76a Abs. 1 BetrVG Anspruch auf Ersatz von Auf­wen­dun­gen und Aus­la­gen, die durch ihre Tätig­keit ent­ste­hen. Dazu zäh­len Fahrt- und Über­nach­tungs­kos­ten 3.

Der Hono­rar­an­spruch des von dem Betriebs­rat bestell­ten betriebs­frem­den Bei­sit­zers ist von des­sen wirk­sa­mer Bestel­lung für eine im Betrieb des Arbeit­ge­bers gebil­de­te Eini­gungs­stel­le und der Annah­me die­ser Bestel­lung durch den Bei­sit­zer abhän­gig. Der Betriebs­rat muss dazu einen Beschluss über die Bestel­lung eines exter­nen Eini­gungs­stel­len­bei­sit­zers fas­sen, der den all­ge­mei­nen Wirk­sam­keits­vor­aus­set­zun­gen genügt. Fehlt es an einer ord­nungs­ge­mä­ßen Beschluss­fas­sung, so ent­steht weder ein Hono­rar­an­spruch nach § 76a Abs. 3 BetrVG 4 noch ein Anspruch auf Kos­ten­er­stat­tung.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 22. Novem­ber 2017 – 7 ABR 46/​16

  1. BAG 10.10.2007 – 7 ABR 51/​06, Rn. 10, BAGE 124, 188[]
  2. vgl. BAG 24.04.1996 – 7 ABR 40/​95, zu B 3 c der Grün­de[]
  3. BAG 14.02.1996 – 7 ABR 24/​95, zu B III a der Grün­de; Kreutz/​Jacobs GK-BetrVG 10. Aufl. § 76a Rn. 13; Fit­ting 28. Aufl. § 76a Rn. 9, 14[]
  4. BAG 10.10.2007 – 7 ABR 51/​06, Rn. 10 f. mwN, BAGE 124, 188[]