Deut­sche Frem­den­füh­rer für Euro­pa

Mit Inkraft­tre­ten der euro­päi­schen Berufs­an­er­ken­nungs­richt­li­nie zum 20. Okto­ber 2007 dür­fen deut­sche Frem­den­füh­rer in allen Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on ohne Ein­schrän­kun­gen im Rah­men der Dienst­leis­tungs­frei­heit tätig wer­den. Nach der Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes durf­ten die Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on bis­her ver­lan­gen, dass kul­tu­rell wert­vol­le Orte wie Muse­en oder Geschichts­denk­mä­ler, die in ent­spre­chen­den Lis­ten kennt­lich gemacht wur­den, nur mit spe­zia­li­sier­ten und beson­ders zuge­las­se­nen Frem­den­füh­rern besich­tigt wer­den dür­fen. Dadurch kam es in der Pra­xis immer wie­der zu Behin­de­run­gen von deut­schen Frem­den­füh­rern. Dies hat sich nun durch die EU-Berufs­an­er­ken­nungs­richt­li­nie geän­dert.

Deut­sche Frem­den­füh­rer für Euro­pa

Frem­den­füh­rer müs­sen nun bei der Erbrin­gung von grenz­über­schrei­ten­den Dienst­leis­tun­gen kei­ne vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung oder Lizenz mehr erwer­ben. Die Mit­glied­staa­ten dür­fen nach der Berufs­an­er­ken­nungs­richt­li­nie ledig­lich ver­lan­gen, dass vor Erbrin­gung der ers­ten Dienst­leis­tung eine Anzei­ge bei der zustän­di­gen Behör­de erfolgt. Von deut­schen Frem­den­füh­rern kann aller­dings der Nach­weis ver­langt wer­den, dass sie die­sen Beruf wäh­rend der letz­ten zehn Jah­re min­des­tens zwei Jah­re lang aus­ge­übt haben.

Ita­li­en hat bereits reagiert und die ent­spre­chen­den Geset­ze, nach denen für Frem­den­füh­rer bis­her spe­zi­el­le Geneh­mi­gun­gen der ita­lie­ni­schen Behör­den erfor­der­lich waren, geän­dert.