Streit­wert eines GmbH-Geschäfts­füh­rer-Sta­tus­ver­fah­rens

In einem Sta­tus­klä­rungs­ver­fah­ren (§ 7a SGB IV), ob der Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter einer GmbH sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt ist oder aber wegen sei­ner gleich­zei­ti­gen Betei­li­gung als Gesell­schaf­ter nicht, rich­ten sich die Gebüh­ren nach dem Streit­wert. In der sozi­al­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung war bis­her aller­dings die Fra­ge nicht ein­heit­lich beant­wor­tet wor­den, wie die­ser Streit­wert zu berech­nen sei. Weit­ge­hen­de Klar­heit bringt jetzt eine aktu­el­le Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts.

Streit­wert eines GmbH-Geschäfts­füh­rer-Sta­tus­ver­fah­rens

Ent­schei­dun­gen der Clea­ring­stel­le der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Bund sol­len nach den Zie­len des § 7a SGB IV vor über­ra­schen­den Bei­trags­nach­for­de­run­gen schüt­zen. Die bei­trags­recht­li­chen Inter­es­sen des Arbeit-/Auf­trag­ge­bers ste­hen damit im Vor­der­grund. Die Lan­des­so­zi­al­ge­rich­te hat­ten dazu eine Recht­spre­chung ent­wi­ckelt, wonach der Streit­wert pau­scha­liert ermit­telt wer­den kann. Inso­weit hat­te das Baye­ri­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt bis­her einen Streit­wert von EUR 15.000,00 fest­ge­setzt. Mit dem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Beschluss hat sich das Baye­ri­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt der Recht­spre­chung ins­be­son­de­re des LSG Nord­rhein-West­fa­len und des LSG Baden-Würt­tem­berg ange­schlos­sen und einen Streit­wert von EUR 18.000,00 ange­nom­men.

Mit der Auf­ga­be des bis­her vom Baye­ri­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt regel­mä­ßig fest­ge­setz­ten Streit­werts ergibt sich eine Ver­ein­heit­li­chung der bun­des­wei­ten Recht­spre­chung. Für Arbeit-/Auf­trag­ge­ber, die gegen eine Ent­schei­dung im Sta­tus­an­fra­ge­ver­fah­ren gericht­li­chen Rechts­schutz in Anspruch neh­men, wird damit das Kos­ten­ri­si­ko kal­ku­lier­ba­rer.

Baye­ri­sches Lan­des­so­zi­al­ge­richt, Beschluss vom 15.12.2008 – L 5 B 914/​08 R