Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung als Wer­bungs­kos­ten

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat die Lis­te der Vor­läu­fig­keits­ver­mer­ke erwei­tert. Künf­tig sol­len Ein­kom­men­steu­er­be­schei­de auch inso­weit als vor­läu­fig gekenn­zeich­net wer­den, als die Nicht­ab­zieh­bar­keit von Bei­trä­gen zu Ren­ten­ver­si­che­run­gen als vor­weg­ge­nom­me­ne Wer­bungs­kos­ten betrof­fen ist.

Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung als Wer­bungs­kos­ten

Die­ser auf­grund eines beim Bun­des­ver­fas­sugns­ge­richt anhän­gi­gen Ver­fah­rens auf­ge­nom­me­ne Vor­läu­fig­keits­ver­merk greift jedoch aus geset­zes­sys­te­ma­ti­schen Grün­den dann nicht, wenn z.B. der Bun­des­fi­nanz­hof in einem dort der­zeit eben­falls anhän­gi­gen Ver­fah­ren die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge den Wer­bungs­kos­ten aus ein­kom­men­steu­er­sys­te­ma­ti­schen (also nicht aus ver­fas­sungs­recht­li­chen) Grün­den zuord­net. Daher emp­fiehlt es sich drin­gend, die betref­fen­den Ein­kom­men­steu­er­be­schei­de wei­ter­hin mit­tels eines Ein­spruchs offen zu hal­ten und gleich­zei­tig unter Ver­weis auf das beim Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gi­ge Ver­fah­ren (X R 11/​05) das Ruhen des Ein­spruchs­ver­fah­rens zu bean­tra­gen.