Bil­lig­keits­maß­nah­men bei der Auf­he­bung einer Kin­der­geld­fest­set­zung

Der BFH hat ver­schie­dent­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass bei der Rück­for­de­rung von Kin­der­geld, das zu Unrecht bezo­gen, jedoch auf ande­re Trans­fer­leis­tun­gen ange­rech­net wor­den ist, ein Bil­lig­keits­er­lass nach § 227 der Abga­ben­ord­nung gerecht­fer­tigt sein kann 1.

Bil­lig­keits­maß­nah­men bei der Auf­he­bung einer Kin­der­geld­fest­set­zung

Das Finanz­ge­richt, das über die Recht­mä­ßig­keit des Auf­he­bungs­be­scheids zu ent­schei­den hat, braucht sich jedoch nicht mit einer Bil­lig­keits­maß­nah­me zu befas­sen, sofern eine sol­che nicht Gegen­stand des Kla­ge­be­geh­rens ist. Dies gilt auch, soweit die Mut­ter vor­trägt, die Rück­for­de­rung des Kin­der­gel­des sei als illoya­le Rechts­aus­übung zu beur­tei­len, weil die Fami­li­en­kas­se über die Been­di­gung der Berufs­aus­bil­dung infor­miert gewe­sen sei.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2015 – III B 41/​14

  1. vgl. z.B. BFH, Urtei­le vom 15.03.2007 – III R 54/​05, BFH/​NV 2007, 1298; vom 19.11.2008 – III R 108/​06, BFH/​NV 2009, 357; vom 18.12 2008 – III R 93/​06, BFH/​NV 2009, 749; und vom 30.07.2009 – III R 22/​07, BFH/​NV 2009, 1983[]