Steu­er­li­che Rück­wir­kung für die Fol­ge­jah­re

Wird ein für das Betriebs­ver­mö­gen am Schluss des Wirt­schafts­jah­res maß­ge­ben­der Wert­an­satz kor­ri­giert, der sich auf die Höhe des Gewinns der Fol­ge­jah­re aus­wirkt, so stellt dies ein Ereig­nis mit steu­er­li­cher Rück­wir­kung hin­sicht­lich der Ver­an­la­gung für die Fol­ge­jah­re dar.

Steu­er­li­che Rück­wir­kung für die Fol­ge­jah­re

Maß­ge­ben­der Zeit­punkt für den Beginn der Fest­set­zungs­frist für eine Ände­rung nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO 1977 ist dann der Erlass des Ver­an­la­gungs­be­schei­des, mit dem die Kor­rek­tur des Betriebs­ver­mö­gens erst­ma­lig berück­sich­tigt wur­de.

Die Ände­run­gen nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO 1977 sind für alle Fol­ge­jah­re durch­zu­füh­ren. Tritt für ein Zwi­schen­jahr Fest­set­zungs­ver­jäh­rung ein, so ist die Gewinn­kor­rek­tur des dar­auf fol­gen­den Jah­res so durch­zu­füh­ren, als wäre der Gewinn des Zwi­schen­jah­res zutref­fend ange­passt wor­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 30.06. 2005 – IV R 11/​04