Tat­sa­chen­wür­di­gung und die all­ge­mei­nen Denk­ge­set­ze – vor dem Bun­des­fi­nanz­hof

Hat das Finanz­ge­richt sämt­li­che Tat­sa­chen fest­ge­stellt und spre­chen die Fest­stel­lun­gen nach den Denk­ge­set­zen und den all­ge­mei­nen Erfah­rungs­sät­zen für eine bestimm­te Schluss­fol­ge­rung, kann der Bun­des­fi­nanz­hof die Tat­sa­chen aus­nahms­wei­se selbst wür­di­gen.

Tat­sa­chen­wür­di­gung und die all­ge­mei­nen Denk­ge­set­ze – vor dem Bun­des­fi­nanz­hof

Zwar ist der Bun­des­fi­nanz­hof grund­sätz­lich dar­an gehin­dert, die fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen selbst zu wür­di­gen. Eine Aus­nah­me gilt jedoch dann, wenn das Finanz­ge­richt alle für die Tat­sa­chen­wür­di­gung erfor­der­li­chen Tat­sa­chen fest­ge­stellt hat und die­se Fest­stel­lun­gen nach den Denk­ge­set­zen und all­ge­mei­nen Erfah­rungs­sät­zen für eine bestimm­te Schluss­fol­ge­rung spre­chen, die das Finanz­ge­richt nicht gezo­gen hat 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 8. April 2014 – IX R 18/​13

  1. vgl. Gräber/​Ruban, Finanz­ge­richts­ord­nung, 7. Aufl., § 118 Rz 57[]