Beweis­wür­di­gung – und ihre Dar­stel­lung im Urteil

Die Beweis­wür­di­gung soll kei­ne umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­on der Beweis­auf­nah­me ent­hal­ten, son­dern ledig­lich bele­gen, war­um bestimm­te bedeut­sa­me Umstän­de so fest­ge­stellt wor­den sind.

Beweis­wür­di­gung – und ihre Dar­stel­lung im Urteil

Es ist regel­mä­ßig untun­lich, den Inhalt der über­wach­ten Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on wört­lich oder auch nur in einer aus­führ­li­chen Inhalts­an­ga­be wie­der­zu­ge­ben, die Aus­sa­gen von Zeu­gen und Sach­ver­stän­di­gen aus der Haupt­ver­hand­lung der Rei­he nach und in ihren Ein­zel­hei­ten mit­zu­tei­len oder ver­le­se­ne Urkun­den, auf deren Wort­laut es nicht ankommt, wört­lich wie­der­zu­ge­ben.

Ein sol­ches Vor­ge­hen kann die Besorg­nis begrün­den, der Tatrich­ter sei davon aus­ge­gan­gen, eine brei­te Dar­stel­lung der erho­be­nen Bewei­se kön­ne die gebo­te­ne eigen­ver­ant­wort­li­che Wür­di­gung erset­zen und unter Umstän­den den Bestand des Urteils gefähr­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. März 2015 – 3 StR 630/​14

  1. st. Rspr.; s. BGH, Beschluss vom 28.05.2013 – 3 StR 121/​13, juris mwN[]