Das vom Revi­si­ons­ge­richt auf­ge­ho­be­ne Urteil – und die Erstre­ckung auf die Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te

§ 357 Satz 1 StPO ist auf Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te ana­log anzu­wen­den, die zwar Revi­si­on gegen die Anord­nung der Ein­zie­hung ein­ge­legt haben, aber mit Ein­wen­dun­gen gegen den Schuld­spruch aus­ge­schlos­sen sind [1].

Das vom Revi­si­ons­ge­richt auf­ge­ho­be­ne Urteil – und die Erstre­ckung auf die Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te

Daher unter­liegt zwar der Schuld­spruch auf die Revi­si­on der Ein­zie­hungs­be­tei­lig­ten gemäß § 431 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 StPO nicht der revi­si­ons­ge­richt­li­chen Prü­fung, weil die Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te kei­ne Ein­wen­dun­gen gegen den Schuld­spruch vor­ge­bracht hat und die Begrün­dungs­frist des § 345 Abs. 1 StPO abge­lau­fen ist.

Die Auf­he­bung ist dem­ge­mäß auch ent­spre­chend § 357 Satz 1 StPO auf die nicht revi­die­ren­de Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te zu erstre­cken [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Febru­ar 2020 – 1 StR 518/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 23.01.2019 – 1 StR 450/​18 Rn. 23 mwN[]
  2. zur ent­spre­chen­den Anwen­dung der Vor­schrift auf Ein­zie­hungs­be­tei­lig­te vgl. BGH, Beschlüs­se vom 26.06.2019 – 1 StR 551/​18 Rn. 31; und vom 06.03.2019 – 3 StR 286/​18 Rn. 15 mwN[]