Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen den ehe­ma­li­gen Notar

Ist ein Notar aus sei­nem Amt aus­ge­schie­den, muss ein gegen ihn lau­fen­des und noch nicht rechts­kräf­tig abge­schlos­se­nes Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ein­ge­stellt wer­den.

Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen den ehe­ma­li­gen Notar

Hat der (ehe­ma­li­ge) NOtar den ent­spre­chen­den Sta­tus nicht mehr inne, fehlt die Vor­aus­set­zung zur Fort­set­zung des Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens, so dass die­ses zwin­gend ein­ge­stellt wer­den muss, solan­ge nicht Rechts­kraft ein­ge­tre­ten ist. Es ist ein abso­lu­tes Ver­fah­rens­hin­der­nis ein­ge­tre­ten (§ 96 Abs. 1 Satz 1 BNo­tO, § 32 Abs. 2 Nr. 2 BDG ana­log 1).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Juli 2011 – NotSt (Brfg) 1/​11

  1. vgl. Gan­sen, Dis­zi­pli­nar­recht in Bund und Län­dern, Stand Okto­ber 2010, § 32 Rn. 11 und 13[]