Dro­gen­han­del – und der min­der schwe­re Fall

Die Ent­schei­dung, ob ein min­der schwe­rer Fall gege­ben ist, erfor­dert eine Gesamt­be­trach­tung, bei der alle Umstän­de zu wür­di­gen sind, die für die Wer­tung der Tat und des Täters in Betracht kom­men, gleich­gül­tig, ob sie der Tat selbst inne­woh­nen, sie beglei­ten, ihr vor­aus­ge­hen oder nach­fol­gen.

Dro­gen­han­del – und der min­der schwe­re Fall

Dabei sind alle wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de gegen­ein­an­der abzu­wä­gen.

Erst nach dem Gesamt­ein­druck kann ent­schie­den wer­den, ob der Aus­nah­me­straf­rah­men anzu­wen­den ist 1.

Bei der Straf­zu­mes­sung kommt den tat­be­stands­be­zo­ge­nen Umstän­den bestim­men­de Bedeu­tung zu. Dazu gehört hier auch der vom Land­ge­richt nicht in den Blick genom­me­ne Umstand, dass der Base­ball­schlä­ger im Ver­gleich mit einer Schuss­waf­fe gerin­ge­res Gefähr­dungs­po­ten­ti­al auf­weist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Mai 2019 – 1 StR 80/​19

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22.08.2012 – 2 StR 235/​12 Rn. 18[]
  2. vgl. BGH aaO Rn. 22[]