Geld­fäl­schung – und die Vor­be­rei­tungs­hand­lun­gen

Das Ver­ge­hen nach § 149 Abs. 1 StGB (Vor­be­rei­tung der Fäl­schung von Geld und Wert­zei­chen) ist gegen­über § 146 Abs. 1 StGB (Geld­fäl­schung) sub­si­di­är 1.

Geld­fäl­schung – und die Vor­be­rei­tungs­hand­lun­gen

§ 149 Abs. 1 StGB stellt – mit einem gegen­über § 146 Abs. 1 StGB mil­de­ren Straf­rah­men – Vor­be­rei­tungs­hand­lun­gen zur Fäl­schung von Geld und Wert­zei­chen als selb­stän­di­ges Delikt unter Stra­fe, um der Gefahr unmit­tel­bar bevor­ste­hen­der Fäl­schun­gen zu begeg­nen 2.

Wird die Fäl­schung sodann began­gen, also der Angriff auf das geschütz­te Rechts­gut inten­si­viert und mit dem Ver­such des vor­be­rei­te­ten Geld­o­der Wert­zei­chen­fäl­schungs­de­likts unter Benut­zung der in § 149 Abs. 1 StGB genann­ten Uten­si­li­en begon­nen, kommt eine Ver­ur­tei­lung wegen der Vor­be­rei­tungs­hand­lung nicht mehr in Betracht 3.

Dabei macht es kei­nen Unter­schied, ob die vom Täter beschaff­ten Gegen­stän­de zur Vor­be­rei­tung der Fäl­schung eine ein­zi­ge, meh­re­re oder zah­len­mä­ßig nicht begrenz­ba­re Fäl­schun­gen ermög­li­chen oder der Täter neben den bereits began­ge­nen noch wei­te­ren Fäl­schun­gen beab­sich­tig­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Juli 2019 – 2 StR 67/​19

  1. LKStGB/​Ruß, 12. Aufl., § 149 Rn. 7; Münch­Komm-StG­B/Erb, 3. Aufl., § 149 Rn. 15; Schönke/​Schröder/​SternbergLieben, aaO, § 149 Rn. 12; BeckOKStGB/​Weidemann, 42. Ed., § 149 Rn. 17; Lackner/​Kühl/​Heger, StGB, 29. Aufl., § 149 Rn. 7; aA NKStGB/​Pup­pe/​Schumann, 5. Aufl., § 149 Rn.20: Ide­al­kon­kur­renz kraft Erfolgs­ein­heit[]
  2. BT-Drs. 7/​550, S. 228 f.[]
  3. vgl. RGSt 48, 161; RGSt 66, 218, Fischer, StGB, 66. Aufl., § 149 Rn. 12[]