Heh­le­rei oder doch Dieb­stahl?

Ein ein­deu­ti­ger Schuld­spruch wegen gewerbs­mä­ßi­ger Heh­le­rei auf­grund bestehen­der Post­pen­denz [1] schei­det aus, wenn nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann, dass der Ange­klag­te den Dieb­stahl als Allein­tä­ter began­gen hat­te.

Heh­le­rei oder doch Dieb­stahl?

Damit bleibt offen, ob er das von ihm spä­ter ver­äu­ßer­te Die­bes­gut von einem ande­ren Vor­tä­ter erlangt hat­te. In die­sem Fall ist eine Ver­ur­tei­lung wegen gewerbs­mä­ßi­ger Heh­le­rei im Wege der Post­pen­denz­fest­stel­lung nicht mög­lich [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. Mai 2016 – 3 StR 54/​16

  1. vgl. hier­zu BGH, Beschlüs­se vom 11.11.1987 – 2 StR 506/​87, BGHSt 35, 86; vom 24.02.2011 – 4 StR 651/​10, NStZ 2011, 510[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 29.03.1990 – 4 StR 681/​89, NJW 1990, 2476, 2477; vom 19.01.2000 – 3 StR 500/​99, NStZ 2000, 473, jeweils mwN[]