Mord zur Ermög­li­chung eines Schwan­ger­schafts­ab­bruchs III

Das Mord­merk­mal "zur Ermög­li­chung einer ande­ren Tat" kann auch in Form eines tat­ein­heit­lich began­ge­nen Schwan­ger­schafts­ab­bruchs erfüllt wer­den.

Mord zur Ermög­li­chung eines Schwan­ger­schafts­ab­bruchs III

Dies war im letz­ten Jahr so bereits vom 4. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs so ent­schie­den wor­den 1.

Dage­gen hat­te der 2. Straf­se­nat – wie er jetzt schreibt "in Unkennt­nis der dadurch her­vor­ge­ru­fe­nen Diver­genz" und auch abwei­chend von der Kom­men­tar­mei­nung sei­nes Vor­sit­zen­den 2abwei­chend ent­schie­den 3.

Nun­mehr schließt sich jedoch auch der 2. Straf­se­nat inso­weit der Ansicht des 4. Straf­se­nats an und hält an sei­ner abwei­chen­den Ansicht nicht wei­ter fest.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Dezem­ber 2015 – 2 StR 275/​15

  1. BGH, Beschluss vom 14.01.2015 – 4 StR 532/​14[]
  2. Fischer, StGB 63. Aufl., § 211 Rn. 65[]
  3. BGH, Urteil vom 03.06.2015 – 2 StR 422/​14, NStZ 2015, 693 f. mit Anm. Bers­ter[]
  4. BGH, Beschluss vom 15.10.2015 – 3 StR 63/​15[]