Abschie­be­haft – und die feh­ler­haf­te Beleh­rung nach dem WÜK

Die Haft­an­ord­nung des Amts­ge­richts ist nicht bereits des­halb rechts­wid­rig, weil dem Amts­ge­richt Feh­ler bei der Beleh­rung nach Art. 36 des Wie­ner Über­ein­kom­mens über kon­su­la­ri­sche Bezie­hun­gen (WÜK) unter­lau­fen sind.

Abschie­be­haft – und die feh­ler­haf­te Beleh­rung nach dem WÜK

Sol­che Feh­ler haben näm­lich nur dann die Rechts­wid­rig­keit der Haft­an­ord­nung zur Fol­ge, wenn das Ver­fah­ren bei ord­nungs­ge­mä­ßer Beleh­rung zu einem ande­ren Ergeb­nis hät­te füh­ren kön­nen und der Betrof­fe­ne dies dar­legt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Juni 2017 – V ZB 39/​17

  1. BGH, Beschlüs­se vom 22.10.2015 – V ZB 79/​15, NVwZ 2016, 711 Rn. 10 f.; und vom 30.03.2017 – V ZB 128/​16, Rn. 16[]