Raten­wei­se Ein­la­gen­zah­lung in der Genos­sen­schaft

Gestat­tet eine Genos­sen­schaft dem bei­tre­ten­den Genos­sen, die geschul­de­te Pflicht­ein­la­ge in Raten zu leis­ten, ver­stößt die Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung nicht gegen § 22 Abs. 4 Satz 2 GenG. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist kei­ne ver­bo­te­ne Kre­dit­ge­wäh­rung. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist aller­dings wegen Ver­sto­ßes gegen § 7 Nr. 1 GenG unwirk­sam, wenn in der Sat­zung der Genos­sen­schaft kei­ne Rege­lung ent­hal­ten ist, nach der die Ein­zah­lung der Pflicht­ein­la­ge in Raten erfol­gen darf.

Raten­wei­se Ein­la­gen­zah­lung in der Genos­sen­schaft

Wird über das Ver­mö­gen der Genos­sen­schaft das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net, fal­len fäl­li­ge, rück­stän­di­ge Pflicht­ein­zah­lun­gen der Genos­sen in die Insol­venz­mas­se und kön­nen vom Insol­venz­ver­wal­ter ein­ge­for­dert wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. März 2009 – II ZR 138/​08