Berech­nung des Aus­gleichs­an­spruchs des Ver­trags­händ­lers

Der Annah­me eines bei der Berech­nung des Aus­gleichs­an­spruchs des Han­dels­ver­tre­ters (Ver­trags­händ­lers) berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen Stamm- oder Mehr­fach­kun­den­ge­schäfts steht es nicht ent­ge­gen, wenn der Fol­ge­kauf durch den Ehe­gat­ten oder einen nahen Ange­hö­ri­gen des Erst­käu­fers erfolgt.

Berech­nung des Aus­gleichs­an­spruchs des Ver­trags­händ­lers

Einer häus­li­chen Gemein­schaft zwi­schen dem Erst- und dem Zweit­käu­fer bedarf es hier­für nicht 1.

Ein für die Berech­nung des Aus­gleichs­an­spruchs des Han­dels­ver­tre­ters (Ver­trags­händ­lers) zu berück­sich­ti­gen­des Neu­wa­gen­ge­schäft liegt auch dann vor, wenn das Fahr­zeug zwar nicht fabrik­neu im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH, Urteil vom 07.06.2006 – VIII ZR 180/​05, WM 2006, 2008 Rn. 10 f. mwN)), aber nicht gebraucht ist.

c) Bei der Bil­lig­keits­prü­fung nach § 89b Abs. 1 Nr. 3 HGB aF (§ 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB nF) kann aus­gleichs­min­dernd berück­sich­tigt wer­den, dass der vor­ma­li­ge Ver­trags­händ­ler einen Ver­trags­werk­statt­be­trieb fort­führt und damit die Mög­lich­keit behält, sei­nen Kun­den­stamm wei­ter zu nut­zen (Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 27. Febru­ar 1981 – I ZR 39/​79, VersR 1981, 832 unter II 2 c mwN).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Juli 2011 – VIII ZR 17/​09

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 05.06.1996 – VIII ZR 7/​95, NJW 1996, 2302 unter B II 2 a[]