Anfor­de­run­gen an die vor­mund­schafts­ge­richt­li­che Geneh­mi­gung einer Heil­be­hand­lung

Das vor der vor­mund­schafts­ge­richt­li­chen Geneh­mi­gung einer Heil­be­hand­lung (vgl. § 1904 BGB) ein­zu­ho­len­de Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten (vgl. § 69d Abs. 2 FGG) muss Auf­schluss geben über das mit der Behand­lung ver­bun­de­ne kon­kre­te Risi­ko eines gesund­heit­li­chen Scha­dens und über den Grad der Wahr­schein­lich­keit des Scha­dens­ein­tritts.

Anfor­de­run­gen an die vor­mund­schafts­ge­richt­li­che Geneh­mi­gung einer Heil­be­hand­lung

Fer­ner muss das Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ange­ben, wel­cher Erfolg mit der Heil­be­hand­lung erzielt wer­den kann.

Das Gericht hat dann bei sei­ner Ent­schei­dung eine Abwä­gung zu tref­fen unter Berück­sich­ti­gung der Behand­lungs­ri­si­ken einer­seits und des Ziels sowie des wahr­schein­li­chen Erfolgs der Heil­be­hand­lung ande­rer­seits.

Die gericht­li­che Geneh­mi­gung einer medi­zi­ni­schen Behand­lung mit Neu­ro­lep­ti­ka ist zu unbe­stimmt.

Land­ge­richt Saar­brü­cken, Beschluss vom 23. März 2009 – 5 T 100/​09