Auslegung von Willenserklärungen – und ihre revisionsgerichtliche Überprüfung

Die Auslegung von Willenserklärungen ist grundsätzlich Angelegenheit des Tatrichters.

Auslegung von Willenserklärungen - und ihre revisionsgerichtliche Überprüfung

Eine revisionsrechtliche Überprüfung findet allerdings dahin statt, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht1.

Zu den anerkannten Auslegungsgrundsätzen zählt der Grundsatz der beiderseits interessengerechten Vertragsauslegung2.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20. Dezember 2018 – VII ZR 69/18

  1. BGH, Urteil vom 31.08.2017 – VII ZR 5/17 Rn. 24, NJW 2017, 3590; Urteil vom 22.12 2011 – VII ZR 67/11 Rn. 12 m.w.N., BGHZ 192, 172 []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 31.08.2017 – VII ZR 5/17 Rn. 24, NJW 2017, 3590; Urteil vom 05.03.2015 – IX ZR 133/14 Rn. 21, BGHZ 204, 231; Versäumnisurteil vom 22.01.2015 – VII ZR 87/14 Rn. 14, NJW 2015, 1107 []