Der Ein­zel­rich­ter – und die Unter­schrift sei­nes Ver­tre­ters

Ist ein Beschluss von dem nicht an der Beschluss­fas­sung betei­lig­ten Ver­tre­ter des Ein­zel­rich­ters unter­zeich­net wor­den, hat dies die Unwirk­sam­keit der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung zur Fol­ge 1.

Der Ein­zel­rich­ter – und die Unter­schrift sei­nes Ver­tre­ters

Gemäß § 329 Abs. 1 Satz 2, § 317 Abs. 2 Satz 1 in Ver­bin­dung mit § 315 Abs. 1 ZPO ist für den Beschluss, eben­so wie für das Urteil, die Unter­schrift des allein ent­schei­den­den Rich­ters unent­behr­lich 2.

Die­se Grund­sät­ze gel­ten gemäß § 4 InsO grund­sätz­lich auch im Gel­tungs­be­reich der Insol­venz­ord­nung 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. April 2015 – IX ZB 93/​12

  1. vgl. BGH, Urteil vom 23.10.1997 – IX ZR 249/​96, BGHZ 137, 49, 51 f[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 23.10.1997, aaO[]
  3. BGH, Urteil vom 23.10.1997, aaO[]
  4. BGH, Beschluss vom 29.06.2010 – VI ZA 3/​09, NJW 2010, 3101 Rn. 3[]