Im Aussetzungsverfahren ergeht keine Kostenentscheidung.
Die Ausgangsentscheidung über die Aussetzung des Verfahrens hat als Teil der Hauptsache dementsprechend keine Kostenentscheidung enthalten.
Das durch diese Aussetzungsentscheidung ausgelöste Beschwerdeverfahren und das anschließende Rechtsbeschwerdeverfahren stellen ebenfalls nur einen Bestandteil des Hauptverfahrens dar1.
Die Kosten des Beschwerde und des Rechtsbeschwerdeverfahrens, die durch eine Aussetzungsentscheidung ausgelöst werden, bilden einen Teil der Kosten des Rechtsstreits, die unabhängig vom Ausgang des Beschwerde und Rechtsbeschwerdeverfahrens die nach §§ 91 ff. ZPO in der Sache unterliegende Partei zu tragen hat2.
Dies gilt auch für Verfahrensaussetzungen nach Art. 31 Abs. 2 EuGVVO; die Kostenfolgen der Aussetzung bestimmen sich nach nationalem Prozessrecht3.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 15. Juni 2021 – II ZB 35/20
- vgl. BGH, Beschluss vom 12.12.2005 – II ZB 30/04, NJWRR 2006, 1289 Rn. 12[↩]
- BGH, Beschluss vom 12.12.2005 – II ZB 30/04, NJWRR 2006, 1289 Rn. 12; Beschluss vom 01.06.2006 – IX ZB 33/04, FamRZ 2006, 1268 Rn. 2; Beschluss vom 16.06.2009 – XI ZB 33/08, ZIP 2009, 1393 Rn.19; Beschluss vom 30.11.2010 – XI ZB 23/10, ZIP 2011, 147 Rn. 18; Beschluss vom 11.06.2013 – VI ZB 31/12, VersR 2013, 1198 Rn. 12; Beschluss vom 08.04.2014 – XI ZB 40/11, ZIP 2014, 1045 Rn. 26; Beschluss vom 25.07.2019 – I ZB 82/18, WM 2020, 751 Rn. 46; Beschluss vom 09.03.2021 – II ZB 16/20, WM 2021, 740 Rn. 23 mwN[↩]
- vgl. BGH, Urteil vom 22.02.2018 – IX ZR 83/17, ZIP 2018, 802 Rn. 13 für Art. 29 EuGVVO; BeckOK ZPO/Eichel, Stand: 1.03.2021, Brüssel Ia-VO Art. 31 Rn.19, Art. 29 Rn. 46[↩]











