Ver­spä­te­te Ver­tei­di­gungs­mit­tel trotz noch­ma­li­ger Gele­gen­heit zur Kla­ge­er­wi­de­rung?

Ver­tei­di­gungs­mit­tel sind in der Regel nicht "nach Ablauf einer hier­für gesetz­ten Frist" (§ 296 Abs. 1 ZPO) vor­ge­bracht, wenn das Gericht nach Ablauf der gemäß § 276 Abs. 1 Satz 2 ZPO gesetz­ten (und ver­län­ger­ten) Kla­ge­er­wi­de­rungs­frist dem Beklag­ten ohne Frist­set­zung noch­mals Gele­gen­heit zur Kla­ge­er­wi­de­rung gibt.

Ver­spä­te­te Ver­tei­di­gungs­mit­tel trotz noch­ma­li­ger Gele­gen­heit zur Kla­ge­er­wi­de­rung?

Unter die­sen Umstän­den sind die Vor­aus­set­zun­gen des § 296 Abs. 1 ZPO für eine Zurück­wei­sung ver­spä­te­ten Vor­brin­gens nicht erfüllt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Juli 2012 – VI ZR 120/​11