Ent­las­sung des Treu­hän­ders – und die sofor­ti­ge Beschwer­de

Ent­schei­dun­gen des Insol­venz­ge­richts unter­lie­gen nur in den Fäl­len einem Rechts­mit­tel, in denen die Insol­venz­ord­nung die sofor­ti­ge Beschwer­de vor­sieht (§ 6 Abs. 1 Satz 1 InsO).

Ent­las­sung des Treu­hän­ders – und die sofor­ti­ge Beschwer­de

Vor­ge­se­hen ist in § 59 Abs. 2 Satz 1 InsO die sofor­ti­ge Beschwer­de des Ver­wal­ters gegen sei­ne Ent­las­sung. Nach § 313 Abs. 1 Satz 3 InsO aF gilt die Vor­schrift für den Treu­hän­der im ver­ein­fach­ten Insol­venz­ver­fah­ren ent­spre­chend.

Die Ent­las­sung des Insol­venz­ver­wal­ters oder Treu­hän­ders muss nicht aus­drück­lich aus­ge­spro­chen wer­den. Da nicht zwei Ver­wal­ter oder Treu­hän­der mit den­sel­ben Auf­ga­ben betraut sein kön­nen, liegt in der Bestel­lung eines neu­en Ver­wal­ters oder Treu­hän­ders zugleich die Ent­las­sung des alten.

Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass die Bestel­lung des vor­ma­li­gen Ver­wal­ters fort­be­steht 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. März 2015 – IX ZB 27/​14

  1. BGH, Beschluss vom 15.11.2007 – IX ZB 8/​07, nv Rn. 2; vom 15.11.2007 – IX ZB 237/​06, WM 2008, 35 Rn. 5; vgl. auch BGH, Beschluss vom 23.09.2010 – IX ZA 21/​10, WM 2010, 2089 Rn. 2[]