Zeug­nis NN

Der Antritt des Zeu­gen­be­wei­ses unter Bezug auf den "zustän­di­gen Mit­ar­bei­ter" ist des­halb unbe­acht­lich, weil die Beweis­per­son nicht benannt wur­de.

Zeug­nis NN

Die Beru­fung auf das "Zeug­nis NN" reicht als Beweis­an­tritt gemäß § 373 ZPO grund­sätz­lich nicht aus 1.

Aus­nahms­wei­se ist ein Ange­bot auf Ver­neh­mung eines mit "NN" benann­ten Zeu­gen zu berück­sich­ti­gen, wenn die­ser – etwa durch Hin­weis auf sei­ne kon­kre­te betrieb­li­che Funk­ti­on – hin­rei­chend indi­vi­dua­li­sier­bar ist 2.

Die pau­scha­le Benen­nung eines "instru­ier­ten Mit­ar­bei­ters" lässt die gebo­te­ne Indi­vi­dua­li­sie­rung ver­mis­sen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Dezem­ber 2014 – IX ZR 88/​14

  1. BGH, Urteil vom 16.03.1983 – VIII ZR 346/​81, NJW 1983, 1905, 1908 aE; vom 04.03.2011 – V ZR 190/​10, NJW 2011, 1738 Rn. 8[]
  2. BGH, Urteil vom 05.05.1998 – VI ZR 24/​97, NJW 1998, 2368, 2369[]
  3. BFH, Beschluss vom 29.06.2010 – III B 168/​09, BFH/​NV 2010, 1847 Rn. 7[]