Bei­trags­hö­he in der frei­wil­li­gen Kran­ken­ver­si­che­rung

Grund­sätz­lich bie­ten Rege­lun­gen der "Ein­heit­li­chen Grund­sät­ze zur Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und wei­te­rer Mit­glie­der­grup­pen sowie zur Zah­lung und Fäl­lig­keit der von Mit­glie­dern selbst zu ent­rich­ten­den Bei­trä­ge" vom 27.10.2008 idF vom 17.12.2008 (Bei­trags­ver­fah­rens­grund­sät­ze Selbst­zah­ler – im Fol­gen­den: Bei­trVerfGrs­Sz) des Spit­zen­ver­ban­des Bund der Kran­ken­kas­sen (Name im Rechts- und Geschäfts­ver­kehr laut Sat­zung: GKV-Spit­zen­ver­band; im Fol­gen­den: SpVB­dKK) eine hin­rei­chen­de Rechts­grund­la­ge für die Bei­trags­fest­set­zung gegen­über frei­wil­lig Ver­si­cher­ten der GKV. Ihre Rege­lun­gen bin­den als unter­ge­setz­li­che Nor­men auch die Ver­si­cher­ten.

Bei­trags­hö­he in der frei­wil­li­gen Kran­ken­ver­si­che­rung

Dem SpVB­dKK wird durch § 240 Abs 1 S 1 SGB V inso­weit die Auf­ga­be der Recht­set­zung zuge­wie­sen. Daher schei­det die vom SG ange­nom­me­ne Ein­ord­nung der Bei­trVerfGrs­Sz als Ver­wal­tungs­vor­schrift aus. Aus­zu­schlie­ßen ist eben­so eine Ein­ord­nung als Sat­zung. Gleich, wie man die Bei­trVerfGrs­Sz im Übri­gen qua­li­fi­ziert: die an unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung zu stel­len­den Anfor­de­run­gen wer­den jeden­falls in Bezug auf § 7 Abs 10 grund­sätz­lich ein­ge­hal­ten. Dem Gesetz­ge­ber ist es durch das Demo­kra­tie­ge­bot nicht ver­wehrt, für abge­grenz­te Berei­che der Erle­di­gung öffent­li­cher Auf­ga­ben durch Gesetz beson­de­re Orga­ni­sa­ti­ons­for­men der Selbst­ver­wal­tung zu schaf­fen und dadurch vom Erfor­der­nis lücken­lo­ser per­so­nel­ler demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on aller Ent­schei­dungs­be­fug­ten abzu­wei­chen; es müs­sen nur Auf­ga­ben und Hand­lungs­be­fug­nis­se der Orga­ne in einem par­la­men­ta­ri­schen Gesetz vor­her­be­stimmt sein und deren Wahr­neh­mung muss der Auf­sicht per­so­nell demo­kra­tisch legi­ti­mier­ter Amts­wal­ter unter­lie­gen 1. Eine "unun­ter­bro­che­ne Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te" von den Norm­un­ter­wor­fe­nen hin zum Norm­ge­ber bzw den Reprä­sen­tan­ten im Norm­set­zungs­gre­mi­um ist nicht erfor­der­lich. Nötig sind ledig­lich insti­tu­tio­nel­le Vor­keh­run­gen dafür, dass die betrof­fe­nen Inter­es­sen ange­mes­sen berück­sich­tigt wer­den. Die­se Vor­ga­ben wur­den hier ein­ge­hal­ten. Der Gesetz­ge­ber hat hier über die wesent­li­chen Fra­gen selbst ent­schie­den, indem er zB Höhe des Bei­trags­sat­zes sowie Grund­la­gen der Bei­trags­be­mes­sung in etli­chen Details, ins­be­son­de­re in § 240 SGB V selbst kon­kret fest­ge­legt hat. Auch ent­spre­chen die in § § 217a ff, § 217f Abs 1 iVm § 240 Abs 1 S 1 SGB V gere­gel­ten Orga­ni­sa­ti­ons- und Ent­schei­dungs­struk­tu­ren des SpVB­dKK den Vor­ga­ben des BVerfG für die Über­tra­gung von Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen auf Orga­ne der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung. Auch wenn man dabei annimmt, dass die Bei­trVerfGrs­Sz nicht durch den Vor­stand des SpVB­dKK erlas­sen wer­den durf­ten, liegt hier jeden­falls eine rück­wir­ken­de "Bestä­ti­gung" der Bestim­mun­gen durch den dann zustän­di­gen Ver­wal­tungs­rat vor (Beschluss vom 30.11.2011, ver­öf­fent­licht am 20.1.2012). Die rück­wir­ken­de Inkraft­set­zung zum 1.1.2009 bewirk­te kei­ne unzu­läs­si­ge ech­te Rück­wir­kung, weil sich schutz­wür­di­ges Ver­trau­en in den Bestand des gel­ten­den Rechts für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me noch nicht bil­den konn­te. So kann eine in ihrer Wirk­sam­keit umstrit­te­ne Norm, die eine finan­zi­el­le Belas­tung des Betrof­fe­nen anord­ne­te, spä­ter durch eine unbe­denk­li­che Norm glei­chen Inhalts rück­wir­kend ersetzt wer­den 2. Aus der Recht­spre­chung des 1. Senats des Bun­des­so­zi­al­ge­richts 3 folgt – soweit sie hier ent­schei­dungs­er­heb­lich ist – nichts ande­res.

Aller­dings ist § 7 Abs 10 Bei­trVerfGrs­Sz mit den durch § 240 SGB V vor­ge­ge­be­nen Gren­zen inhalt­lich nicht ver­ein­bar. Der SpVB­dKK hat bei der Fest­le­gung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für Hil­fe­emp­fän­ger in Ein­rich­tun­gen näm­lich zu Unrecht auch Auf­wen­dun­gen für die Inves­ti­ti­ons­kos­ten berück­sich­tigt, die eine Pfle­ge­ein­rich­tung den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen neben den Kos­ten für Unter­kunft und Ver­pfle­gung geson­dert berech­nen darf. Der Rege­lungs­be­fug­nis des SpVB­dKK wer­den durch § 240 Abs 1 S 2, Abs 2 bis 5 SGB V Gren­zen gesetzt, die durch BSG-Recht­spre­chung kon­kre­ti­siert wer­den. Nach die­ser – auch unter der Rechts­la­ge ab 1.1.2009 fort­gel­ten­den – Recht­spre­chung sind zB Leis­tun­gen, die wegen ihrer beson­de­ren Zweck­be­stim­mung den "Ein­nah­men" des Ver­si­cher­ten zum Lebens­un­ter­halt nicht zuge­ord­net wer­den kön­nen, von der Bei­trags­be­mes­sung aus­ge­nom­men 4. Das wur­de hier nicht beach­tet. Der SpVB­dKK hat sich bei sei­nen Fest­le­gun­gen viel­mehr am Durch­schnitts­be­trag der den Hil­fe­emp­fän­gern in Ein­rich­tun­gen zuzu­rech­nen­den Ein­nah­men ori­en­tiert und dabei auch auf den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen über­wälz­ba­re Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen nach § 82 Abs 3 und Abs 4 SGB XI berück­sich­tigt. Sol­che Auf­wen­dun­gen sind aber kei­ne Leis­tun­gen, auf die Bei­trä­ge von frei­wil­lig Ver­si­cher­ten der GKV erho­ben wer­den dür­fen 5; dazu gehö­ren nur Leis­tun­gen des Sozi­al­hil­fe­trä­gers in Bezug auf den Regel­satz, die Kos­ten der Unter­kunft, sozi­al­hil­fe­recht­li­che Mehr­be­dar­fe und ein­ma­li­ge Bedar­fe, den dem Betrof­fe­nen zuge­wand­ten Bar­be­trag sowie über­nom­me­ne (fik­ti­ve) Bei­trä­ge zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung. Recht­spre­chung des 3. Senats des Bun­des­so­zi­al­ge­richts aus dem Jahr 2003 6 steht dem nicht ent­ge­gen, weil die Fra­ge, ob und inwie­weit Leis­tun­gen an Pfle­ge­be­dürf­ti­ge Leis­tun­gen des not­wen­di­gen Lebens­un­ter­halts sind, erst durch § 35 Abs 1 S 2 aF (nun­mehr § 27b Abs 1 S 2 nF) iVm § 42 SGB XII beant­wor­tet wird.

Die ein­heit­li­che Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der durch den SpVB­dKK trat zum 1. Janu­ar 2009 an die Stel­le der zuvor gel­ten­den – sei­ner­zeit teil­wei­se abwei­chend aus­ge­stal­te­ten – Bei­trags­be­mes­sung durch die jewei­li­gen Sat­zun­gen der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen, wel­che zum 1. Janu­ar 1989 durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V idF des GRG 7 für alle Kran­ken­kas­sen ein­ge­führt wor­den war. Bis Ende 1988 hat­ten nur die Ersatz­kas­sen das Recht gehabt, das Bei­trags­recht für ihre Mit­glie­der auto­nom in der Sat­zung zu regeln 8.

Die Bei­trVerfGrs­Sz bin­den als unter­ge­setz­li­che Nor­men auch die Ver­si­cher­ten wie den Klä­ger. Sie sind auf­grund der Rege­lungs­ge­schich­te – anders als vom SG ange­nom­men – nicht als blo­ße Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten ein­zu­ord­nen, aller­dings eben­so wenig als Sat­zung, wie es die Beklag­te ver­tritt. Die dar­über hin­aus in Betracht kom­men­den Klas­si­fi­ka­tio­nen ste­hen aber dem nor­ma­ti­ven Cha­rak­ter der Bei­trVerfGrs­Sz und damit einer Bin­dungs­wir­kung auch gegen­über dem Klä­ger nicht ent­ge­gen. Zugleich wer­den die an die­se Form unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung zu stel­len­den Anfor­de­run­gen jeden­falls in Bezug auf § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz grund­sätz­lich ein­ge­hal­ten.

Die Bei­trVerfGrs­Sz wur­den durch Beschluss des Vor­stands des SpVB­dKK vom 27.10.2008 9 mit Wir­kung zum 1. Janu­ar 2009 erlas­sen. Hier­durch soll­te § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V in der ab 1. Janu­ar 2009 gel­ten­den Fas­sung des GKV-WSG 10 umge­setzt wer­den, wonach die Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der ein­heit­lich durch den SpVB­dKK gere­gelt wird. Die Bei­trVerfGrs­Sz ent­hal­ten neben Grund­sät­zen zur Bei­trags­be­mes­sung bei frei­wil­li­gen Mit­glie­dern und bei ande­ren Per­so­nen­grup­pen, auf die der per­sön­li­che Anwen­dungs­be­reich des § 240 SGB V aus­ge­dehnt wor­den ist, Rege­lun­gen zu bei­trags­pflich­ti­gen bzw bei­trags­frei­en Ein­nah­men und zur Bei­trags­be­mes­sung. Dar­über hin­aus ent­hal­ten sie Vor­schrif­ten über den Nach­weis von Ein­nah­men, die Bei­trags­be­rech­nung, die Erhe­bung und Fäl­lig­keit sowie die Zah­lung von Bei­trä­gen. Bis­her sind die Bei­trVerfGrs­Sz vier­mal geän­dert wor­den 11. Der Ver­wal­tungs­rat des SpVB­dKK beschloss am 30.11.2011 ein­stim­mig, die Bei­trVerfGrs­Sz rück­wir­kend zu bestä­ti­gen und mach­te sie idF der letz­ten Ände­rung vom 30.05.2011 zusam­men mit die­sem Beschluss am 20.01.2012 erneut im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger bekannt.

Der Über­gang der Befug­nis zur Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der weg von der Sat­zungs­kom­pe­tenz der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen hin zur (bun­des­weit ein­heit­li­chen) Fest­le­gung durch den SpVB­dKK wird im Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und SPD zum GKV-WSG 12 als Fol­ge der Ein­rich­tung des Gesund­heits­fonds bezeich­net, wes­we­gen das ori­gi­nä­re Inter­es­se der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen an der Bei­trags­ein­stu­fung frei­wil­lig Ver­si­cher­ter ent­fal­len sei. Dadurch sei es erfor­der­lich gewor­den, ein­heit­li­che, kas­sen­ar­ten­über­grei­fen­de Rege­lun­gen zu schaf­fen. Zudem soll­te so even­tu­el­len Ver­wer­fun­gen im Wett­be­werb vor­ge­beugt wer­den, indem die Kran­ken­kas­sen nun kei­ne Mög­lich­keit mehr hat­ten, güns­ti­ge­re bei­trags­recht­li­che Ein­stu­fun­gen mit dem Ziel der Mit­glie­der­bin­dun­g/-gewin­nung vor­zu­neh­men oder unter­schied­li­che Ein­stu­fungs­grund­sät­ze zu prak­ti­zie­ren. Mit der Ein­füh­rung des Gesund­heits­fonds soll­ten der­ar­ti­ge Unter­schie­de nicht mehr auf­recht erhal­ten wer­den 13.

Eben­falls im GKV-WSG, aller­dings bereits mit Wir­kung ab 1.04.2007, wur­de die Errich­tung des SpVB­dKK als Kör­per­schaft öffent­li­chen Rechts durch § 217a SGB V (idF des GKV-WSG) ange­ord­net, der seit 1.07.2008 die ihm gesetz­lich zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben, dar­un­ter Ent­schei­dun­gen in grund­sätz­li­chen Fach- und Rechts­fra­gen zum Bei­trags- und Mel­de­ver­fah­ren und zur ein­heit­li­chen Erhe­bung der Bei­trä­ge (§ 217 f Abs. 3 S. 1 SGB V) sowie seit 1. Janu­ar 2009 die ein­heit­li­che Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der aller Kran­ken­kas­sen (§ 240 Abs. 1 S. 1 SGB V), zu erfül­len hat.

Anders als vom SG ange­nom­men, han­delt es sich bei den Bei­trVerfGrs­Sz nicht um blo­ße Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten. Viel­mehr bin­den sie als unter­ge­setz­li­che Nor­men sowohl die Mit­glieds-Kran­ken­kas­sen des SpVB­dKK als auch deren Mit­glie­der 14. Dies ergibt sich bereits dar­aus, dass dem SpVB­dKK durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V aus­drück­lich die Auf­ga­be der Recht­set­zung mit Außen­wir­kung zuge­wie­sen wor­den ist. Zwar lässt es der Wort­laut "wird … gere­gelt" grund­sätz­lich offen, inwie­weit der Rege­lung (Rechts-)Verbindlichkeit zukom­men soll, doch kann ange­sichts der Rege­lungs­ge­schich­te kein Zwei­fel dar­an bestehen, dass den Bei­trVerfGrs­Sz im sel­ben Umfang recht­li­che Ver­bind­lich­keit zukom­men soll­te, wie dies zuvor bei den Sat­zun­gen der jewei­li­gen Kran­ken­kas­sen der Fall war, die nach § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V in der bis 31.12.2008 gel­ten­den Fas­sung die Bei­trags­be­mes­sung für deren frei­wil­li­ge Mit­glie­der "gere­gelt" haben 15.

Da die Bei­trVerfGrs­Sz somit Ver­bind­lich­keit nach "außen" gegen­über den Mit­glieds-Kran­ken­kas­sen und deren Mit­glie­dern und nicht nur für den "behör­den­in­ter­nen Bin­nen­be­reich" des SpVB­dKK bean­spru­chen, schei­det ihre Ein­ord­nung als (norm­kon­kre­ti­sie­ren­de) Ver­wal­tungs­vor­schrift aus. Ins­be­son­de­re besteht ange­sichts der dem SpVB­dKK durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V ver­lie­he­nen Recht­set­zungs­le­gi­ti­ma­ti­on und der jeden­falls in Bezug auf § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz grund­sätz­lich ein­ge­hal­te­nen Anfor­de­run­gen an eine unter­ge­setz­li­che Norm­set­zung kein Anlass, sie in "ver­fas­sungs­kon­for­mer Aus­le­gung" des § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V auf sol­che zu redu­zie­ren 16. Aus­zu­schlie­ßen ist auch eine von der Beklag­ten befür­wor­te­te Ein­ord­nung der Bei­trVerfGrs­Sz als Sat­zung 17, jeden­falls soweit es die Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­lig Ver­si­cher­te angeht. Dies ergibt sich bereits aus dem gegen­über der bis 31.12.2008 gel­ten­den Vor­gän­ger­fas­sung geän­der­ten Wort­laut des § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V, wonach für frei­wil­li­ge Mit­glie­der die Bei­trags­be­mes­sung nicht mehr "durch die Sat­zung", son­dern "ein­heit­lich durch den Spit­zen­ver­band Bund der Kran­ken­kas­sen gere­gelt" wird, und dem damit ver­bun­de­nen Ent­fal­len des Begriffs "Sat­zung" in § 240 Abs. 2 S. 1 SGB V. Ein wei­te­res Indiz bie­tet die Auf­zäh­lung der nach § 217e Abs. 1 SGB V genann­ten Gegen­stän­de, über die die dort spe­zi­ell ange­spro­che­ne "Sat­zung" des SpVB­dKK Bestim­mun­gen ent­hal­ten muss; Fra­gen der Bei­trags­be­mes­sung wer­den dort nicht genannt 18.

Kei­ne der dar­über hin­aus in Betracht kom­men­den ande­ren Klas­si­fi­ka­tio­nen der Bei­trVerfGrs­Sz steht ihrem nor­ma­ti­ven Cha­rak­ter und damit einer Bin­dungs­wir­kung des § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz auch gegen­über dem Klä­ger ent­ge­gen. Des­halb kann der Senat im Ergeb­nis offen­las­sen, ob die Bei­trVerfGrs­Sz als "sons­ti­ge Ent­schei­dun­gen" des SpVB­dKK zu qua­li­fi­zie­ren sind, deren Bin­dungs­wir­kung § 217e Abs. 2 SGB V aus­drück­lich gesetz­lich anord­net 19, als abs­trakt-gene­rel­le Rege­lung sui gene­ris 20, als sons­ti­ges durch den SpVB­dKK gesetz­tes auto­no­mes Recht 21 oder als Gesetz im mate­ri­el­len Sin­ne, das Ele­men­te der dele­gier­ten Recht­set­zung und des auto­no­men Sat­zungs­rechts ver­bin­det 22. Denn in der Recht­spre­chung des BSG ist aner­kannt, dass es zumin­dest im Recht der GKV ein tra­dier­tes Kon­zept unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung durch die an die­sem Sys­tem betei­lig­ten Per­so­nen­grup­pen gibt, des­sen kon­kre­te Aus­ge­stal­tung sich wie­der­holt gewan­delt hat 23, dem jedoch von Ver­fas­sungs wegen kein ver­meint­li­cher nume­rus clau­sus unter­ge­setz­li­cher Recht­set­zungs­for­men ent­ge­gen­steht 24.

Zugleich wer­den im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang die im Ver­fas­sungs- und Ver­wal­tungs­recht all­ge­mein aner­kann­ten, an die­se For­men unter­ge­setz­li­cher Norm­set­zung zu stel­len­den Anfor­de­run­gen grund­sätz­lich ein­ge­hal­ten. Dabei hat der Senat nicht zu prü­fen, ob die Ein­zel­re­ge­lun­gen der Bei­trVerfGrs­Sz ins­ge­samt jeweils hin­rei­chend bestimmt sind 25, also ob jede der Ein­zel­re­ge­lun­gen jeweils auf einer aus­rei­chen­den gesetz­li­chen Grund­la­ge beruht und ob deren Vor­ga­ben und Gren­zen bei allen Ein­zel­re­ge­lun­gen ein­ge­hal­ten wur­den. Als Grund­la­ge des vor­lie­gend ange­foch­ten Ver­wal­tungs­ak­tes zu prü­fen ist nur die Fra­ge der Wirk­sam­keit des § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz. Des­sen Wirk­sam­keit ste­hen die in Recht­spre­chung und Lite­ra­tur gegen die Wirk­sam­keit der Bei­trVerfGrs­Sz im Gan­zen geäu­ßer­ten Ein­wän­de nicht ent­ge­gen. Ins­be­son­de­re beruht deren § 7 Abs. 10 auf einer gesetz­li­chen Grund­la­ge, die zwar all­ge­mein am Maß­stab des demo­kra­ti­schen Prin­zips und des Par­la­ments­vor­be­halts zu mes­sen ist, jedoch im kon­kre­ten Fall den hier­aus abzu­lei­ten­den Anfor­de­run­gen genügt. Zugleich sind die auch für unter­ge­setz­li­che Nor­men gel­ten­den Anfor­de­run­gen an die Publi­zi­tät und Bestimmt­heit bezüg­lich der Bei­trVerfGrs­Sz bzw ihres § 7 Abs. 10 erfüllt. Dabei kommt es nicht dar­auf an, ob der Vor­stand oder viel­mehr der Ver­wal­tungs­rat des SpVB­dKK für den Erlass der Bei­trVerfGrs­Sz zustän­dig war, denn jeden­falls auf­grund der rück­wir­ken­den Bestä­ti­gung die­ser durch den Ver­wal­tungs­rat und auf­grund der Neu­be­kannt­ma­chung im Janu­ar 2012 kön­nen die­se mit Wir­kung ab 1. Janu­ar 2009 Rechts­grund­la­ge von Ver­wal­tungs­ak­ten sein.

Die Rege­lungs­kom­pe­tenz des SpVB­dKK für die – hier allein strei­ti­ge – Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der der GKV beruht aus­schließ­lich auf § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V und nicht (auch) auf § 217f Abs. 3 S. 1 SGB V. Dies ergibt sich bereits aus der im Rah­men der Rege­lungs­ge­schich­te dar­ge­stell­ten zeit­li­chen Abfol­ge des Inkraft­tre­tens bei­der Rege­lun­gen. Selbst wenn – was hier nicht ent­schie­den zu wer­den braucht – eine Ermäch­ti­gung zur unter­ge­setz­li­chen Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung mit dem Wort­laut des § 217f Abs. 3 S. 1 SGB V ver­ein­bar sein soll­te, wür­de die­se Norm jeden­falls für die Grup­pe der frei­wil­lig Ver­si­cher­ten durch den spe­zi­el­le­ren § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V ver­drängt. Ande­ren­falls hät­te – was erkenn­bar nicht gewollt war – in der Zeit vom 01.07.2008 bis zum 31.12.2008 eine Kom­pe­tenz zur Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung für die­se Grup­pe kon­kur­rie­rend bei den ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen (§ 240 Abs. 1 S. 1 SGB V idF des GRG vom 20.12.1988) und beim SpVB­dKK bestan­den. Das ent­spricht ange­sichts der bereits im GKV-WSG ange­ord­ne­ten, aber erst zum 1. Janu­ar 2009 erfolg­ten Über­tra­gung der Rege­lungs­be­fug­nis nach § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V auf den SpVB­dKK indes­sen weder der Sys­te­ma­tik des GKV-WSG noch der Ziel­set­zung einer Anpas­sung der Rege­lungs­be­fug­nis bezüg­lich der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig Ver­si­cher­ter an die Ver­hält­nis­se nach der zeit­glei­chen Ein­füh­rung des Gesund­heits­fonds.

Die vom Gesetz­ge­ber durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V vor­ge­nom­me­ne Dele­ga­ti­on der Rege­lungs­be­fug­nis bezüg­lich der Bei­trags­be­mes­sung bei frei­wil­li­gen Mit­glie­dern der GKV auf den SpVB­dKK ist ins­be­son­de­re am ver­fas­sungs­recht­li­chen Demo­kra­tie­ge­bot und Par­la­ments­vor­be­halt (Art. 20 Abs. 2 GG) zu mes­sen, der glei­cher­ma­ßen im Rah­men einer mög­li­cher­wei­se in Betracht kom­men­den ergän­zen­den Prü­fung der Ver­ein­bar­keit mit dem Grund­recht der all­ge­mei­nen Hand­lungs­frei­heit (Art. 2 Abs. 1 GG) Bedeu­tung erlan­gen kann.

Bei der Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der han­delt es sich – wie bei der Durch­füh­rung der GKV ins­ge­samt (vgl. Art. 87 Abs. 2 GG) 26 – nicht um eine Auf­ga­be, die von der Über­tra­gung auf eine Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung aus­ge­nom­men wäre, weil der Staat die­se als Staats­auf­ga­be im enge­ren Sin­ne durch sei­ne eige­nen Behör­den selbst wahr­neh­men müss­te 27. Das Grund­ge­setz macht dem Bun­des­ge­setz­ge­ber bei der orga­ni­sa­to­ri­schen Aus­ge­stal­tung der Sozi­al­ver­si­che­rung – vom kör­per­schaft­li­chen Sta­tus der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger abge­se­hen – kei­ne inhalt­li­chen Vor­ga­ben 28. Gleich­zei­tig ist es dem Gesetz­ge­ber durch das Demo­kra­tie­ge­bot nicht ver­wehrt, auch außer­halb der unmit­tel­ba­ren Staats­ver­wal­tung und der gemeind­li­chen Selbst­ver­wal­tung für abge­grenz­te Berei­che der Erle­di­gung öffent­li­cher Auf­ga­ben durch Gesetz beson­de­re Orga­ni­sa­ti­ons­for­men der Selbst­ver­wal­tung zu schaf­fen und dadurch ins­be­son­de­re vom Erfor­der­nis lücken­lo­ser per­so­nel­ler demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on aller Ent­schei­dungs­be­fug­ten abzu­wei­chen 29. Den Orga­nen von Trä­gern funk­tio­na­ler Selbst­ver­wal­tung ist ver­bind­li­ches Han­deln mit Ent­schei­dungs­cha­rak­ter aus ver­fas­sungs­recht­li­cher Sicht gestat­tet, soweit die Auf­ga­ben und Hand­lungs­be­fug­nis­se der Orga­ne in einem von der Volks­ver­tre­tung beschlos­se­nen Gesetz aus­rei­chend vor­her­be­stimmt sind und ihre Wahr­neh­mung der Auf­sicht per­so­nell demo­kra­tisch legi­ti­mier­ter Amts­wal­ter unter­liegt 30. Des­halb müs­sen die Rege­lun­gen über die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur der Selbst­ver­wal­tungs­ein­hei­ten aus­rei­chen­de insti­tu­tio­nel­le Vor­keh­run­gen dafür ent­hal­ten, dass die betrof­fe­nen Inter­es­sen ange­mes­sen berück­sich­tigt und nicht ein­zel­ne Inter­es­sen bevor­zugt wer­den 31. Eine "unun­ter­bro­che­ne Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te" von den Norm­un­ter­wor­fe­nen hin zum Norm­ge­ber bzw den Reprä­sen­tan­ten im Norm­set­zungs­gre­mi­um ist dage­gen nicht erfor­der­lich 32. Nötig sind ledig­lich aus­rei­chen­de Vor­keh­run­gen, um die Inter­es­sen der Betrof­fe­nen ange­mes­sen berück­sich­ti­gen zu kön­nen 33. Dafür müs­sen die betrof­fe­nen Grup­pen – nicht not­wen­di­ger­wei­se alle ein­zel­nen (Unter-)Gruppen 34 – im Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­um ver­tre­ten sein. Ein Gebot strik­ter for­ma­ler Gleich­heit besteht dabei nicht 35.

Aller­dings muss nach der Recht­spre­chung des BVerfG staat­li­ches Han­deln in grund­le­gen­den Berei­chen durch ein Par­la­ments­ge­setz legi­ti­miert sein. Der par­la­men­ta­ri­sche Gesetz­ge­ber ist ver­pflich­tet, alle wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen in ihren Grund­zü­gen selbst zu tref­fen, und darf die­se Ent­schei­dun­gen nicht ande­ren Norm­ge­bern oder der Exe­ku­ti­ve über­las­sen. Wann es einer Rege­lung durch Par­la­ments­ge­setz bedarf und wie weit die par­la­ments­ge­setz­li­chen Vor­ga­ben ins Ein­zel­ne gehen müs­sen, lässt sich nur mit Blick auf den jewei­li­gen Sach­be­reich und auf die Eigen­art des betrof­fe­nen Rege­lungs­ge­gen­stan­des beur­tei­len. Die ver­fas­sungs­recht­li­chen Wer­tungs­kri­te­ri­en sind dabei den tra­gen­den Prin­zi­pi­en des GG, ins­be­son­de­re den dar­in ver­bürg­ten Grund­rech­ten zu ent­neh­men. Als "wesent­lich" sind Rege­lun­gen zu ver­ste­hen, die für die Ver­wirk­li­chung der Grund­rech­te erheb­li­che Bedeu­tung haben 36. Der Umfang des par­la­men­ta­ri­schen Rege­lungs­vor­be­halts rich­tet sich nach der Inten­si­tät, mit der die Grund­rech­te des Rege­lungs­adres­sa­ten durch die jewei­li­ge Maß­nah­me betrof­fen sind 37.

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kann offen­las­sen, ob jeden­falls seit Ein­füh­rung der Auf­fang-Pflicht­ver­si­che­rung nach § 5 Abs. 1 Nr 13 SGB V durch das GKV-WSG zum 1.04.2007 ergän­zend auch die Fest­set­zung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­gen für frei­wil­lig in der GKV Ver­si­cher­te den Schutz­be­reich des – hier allen­falls als Prü­fungs­maß­stab in Betracht kom­men­den – Art. 2 Abs. 1 GG berührt. Auch das Grund­recht der all­ge­mei­nen Hand­lungs­frei­heit des Art. 2 Abs. 1 GG ist näm­lich nicht vor­be­halt­los gewähr­leis­tet. Es fin­det sei­ne Schran­ken gemäß Art. 2 Abs. 1 GG viel­mehr u.a. in der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung, dh allen Rechts­nor­men, die for­mell und mate­ri­ell mit der Ver­fas­sung in Ein­klang ste­hen 38. Die­ser Vor­be­halt erschöpft sich aller­dings nicht in der For­de­rung nach einer gesetz­li­chen Grund­la­ge für Grund­rechts­ein­grif­fe über­haupt, son­dern ver­langt auch, dass alle wesent­li­chen Fra­gen vom Par­la­ment selbst ent­schie­den und nicht ande­ren Norm­ge­bern über­las­sen und an die­se dele­giert wer­den. Als "wesent­lich" sind dabei – ent­spre­chend den vor­be­schrie­be­nen Grund­sät­zen – wie­der­um Rege­lun­gen zu ver­ste­hen, die für die Ver­wirk­li­chung von Grund­rech­ten erheb­li­che Bedeu­tung haben 39. Im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang gehö­ren zu den vom par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­ber selbst zu regeln­den Mate­ri­en jeden­falls die Fest­le­gung des bun­des­weit ein­heit­lich gel­ten­den Bei­trags­sat­zes und die zen­tra­len Grund­sät­ze für die Bei­trags­be­mes­sung.

Die durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V vor­ge­nom­me­ne Auf­ga­ben­über­tra­gung an den SpVB­dKK, die Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der ein­heit­lich zu regeln, ist gemes­sen an den dar­ge­leg­ten, vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt 40 für die Über­tra­gung öffent­li­cher Auf­ga­ben auf eine Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung auf­ge­stell­ten Maß­stä­ben hin­rei­chend bestimmt und genügt zugleich dem Par­la­ments­vor­be­halt. So wer­den die Grund­zü­ge der Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung vom Gesetz­ge­ber selbst vor­ge­ge­ben und die Vor­ga­ben des BVerfG für eine sol­che Auf­ga­ben­über­tra­gung ein­ge­hal­ten. Ins­be­son­de­re sind Ver­wal­tungs­rat und Vor­stand des SpVB­dKK im Sin­ne die­ser Vor­ga­ben aus­rei­chend legi­ti­miert.

Die wesent­li­chen Grund­zü­ge für die Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung durch den SpVB­dKK wer­den die­sem hin­rei­chend bestimmt vom Gesetz­ge­ber vor­ge­ge­ben: So ergibt sich der Inhalt der gesetz­li­chen Ermäch­ti­gung (= Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung für einen gesetz­lich bestimm­ten Per­so­nen­kreis) unmit­tel­bar aus § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V bzw hier­auf ver­wei­sen­den Rege­lun­gen, wie z.B. § 227 SGB V. Zweck und Aus­maß der Ermäch­ti­gung wer­den über das in § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V for­mu­lier­te Ziel einer ein­heit­li­chen Bemes­sung hin­aus durch den all­ge­mei­nen Bemes­sungs­maß­stab des § 240 Abs. 1 S. 2 SGB V näher kon­kre­ti­siert, wonach sicher­zu­stel­len ist, dass die gesam­te wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des frei­wil­li­gen Mit­glieds berück­sich­tigt wird 41. Die Absät­ze 2 bis 5 des § 240 SGB V ent­hal­ten sodann wei­te­re 42 Vor­ga­ben, die der SpVB­dKK bei der "Rege­lung" der Bei­trags­be­mes­sung zu beach­ten hat. Ins­be­son­de­re ord­net der Gesetz­ge­ber in § 240 Abs. 2 S. 1 an, dass ein frei­wil­li­ges Mit­glied bei der Bei­trags­be­mes­sung nicht gerin­ger belas­tet wer­den darf als ein ver­gleich­ba­rer ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ter, was dann durch § 240 Abs. 2 S. 5 wei­ter kon­kre­ti­siert wird. § 240 Abs. 3 betrifft frei­wil­li­ge Mit­glie­der, die neben dem Arbeits­ent­gelt eine Ren­te der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung bezie­hen, und bewirkt, dass deren Bei­trä­ge nach den glei­chen Grund­sät­zen bemes­sen wer­den wie die der ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Rent­ner. Rege­lun­gen über die Min­dest­bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­gen ent­hält § 240 Abs. 4: Des­sen Satz 1 ent­hält eine (all­ge­mei­ne) Min­dest­gren­ze für die Bemes­sung bei­trags­pflich­ti­ger Ein­nah­men, wäh­rend die nach­fol­gen­den Sät­ze als Son­der­re­ge­lun­gen für haupt­be­ruf­lich selbst­stän­dig Erwerbs­tä­ti­ge, Exis­tenz­grün­der, nach § 16b SGB II geför­der­te Per­so­nen, Fach­schü­ler, Berufs­fach­schü­ler, Aus­lands­stu­den­ten und Wan­der­ge­sel­len Min­dest­ein­nah­men in hier­von abwei­chen­der Höhe fest­set­zen und selbst­stän­dig erwerbs­tä­ti­ge Tages­pfle­ge­per­so­nen sowie (Klein-)Rentner von dem Per­so­nen­kreis der haupt­be­ruf­lich selbst­stän­dig Erwerbs­tä­ti­gen bzw von der Min­dest­ein­nah­men­gren­ze des § 240 Abs. 4 S. 1 SGB V aus­neh­men. Auch § 240 Abs. 4a SGB V ent­hält Son­der­re­ge­lun­gen, hier u.a. beim Ruhen des Anspruchs auf Leis­tun­gen bei berufs­be­ding­tem Aus­lands­auf­ent­halt, bei Ver­si­cher­ten mit Anspruch auf freie Heil­für­sor­ge oder bei deren Tätig­keit als Ent­wick­lungs­hel­fer im Ent­wick­lungs­dienst oder für eine inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on. § 240 Abs. 5 SGB V trifft schließ­lich Rege­lun­gen zur Abset­zung von Kin­der­frei­be­trä­gen bei der Anrech­nung von Ein­kom­men pri­vat ver­si­cher­ter Ehe­gat­ten oder Lebens­part­ner. Zusätz­lich wird der Inhalt des in § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V erteil­ten Rege­lungs­auf­trags an den SpVB­dKK auch durch die zu § 240 SGB V und sei­nen Vor­gän­ger­vor­schrif­ten ergan­ge­ne höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung näher bestimmt, die – soweit kei­ne ent­ge­gen­ste­hen­den Ände­run­gen die­ser Norm erfolgt sind – als in den gesetz­ge­be­ri­schen Wil­len inkor­po­riert anzu­se­hen ist.

Auch die Orga­ni­sa­ti­ons- und Ent­schei­dungs­struk­tu­ren des SpVB­dKK begeg­nen – jeden­falls was die ihm nach § 217f Abs. 1 i.V.m. § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V durch Gesetz über­tra­ge­ne Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der anbe­langt – im Hin­blick auf die vom BVerfG für die Über­tra­gung von Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen auf Orga­ne der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung auf­ge­stell­ten Maß­stä­be 43 kei­nen durch­grei­fen­den ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken im Hin­blick auf Art. 20 Abs. 2 GG. So sind Errich­tung, inne­re Ver­fasst­heit und Auf­ga­ben des SpVB­dKK – auf­bau­end auf den Vor­schrif­ten des SGB IV und SGB V über Orga­ni­sa­ti­on und Auf­ga­ben der in ihm zusam­men­ge­schlos­se­nen Kran­ken­kas­sen, auf die zudem wie­der­holt Bezug genom­men wird – in §§ 217a ff SGB V aus­rei­chend vor­her­be­stimmt: Der SpVB­dKK wur­de als mit Selbst­ver­wal­tung (§ 217b Abs. 1 S. 1 SGB V) aus­ge­stat­te­te Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts errich­tet (§ 217a Abs. 2 SGB V), für deren Sat­zung § 217e Abs. 1 SGB V detail­lier­te Vor­ga­ben ent­hält und die unter dem Geneh­mi­gungs­vor­be­halt der zustän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de steht. Die Auf­ga­ben des SpVB­dKK wer­den in § 217f Abs. 2 bis 5 SGB V im Ein­zel­nen fest­ge­legt. Dar­über hin­aus ent­hält § 217f Abs. 1 SGB V die Mög­lich­keit, dem SpVB­dKK – durch Gesetz – wei­te­re Auf­ga­ben zuzu­wei­sen. Nach § 217d SGB V unter­steht der SpVB­dKK je nach Auf­ga­ben­ge­biet der Auf­sicht des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Gesund­heit und des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les. Gemäß § 217d S. 3 i.V.m. § 208 Abs. 2 S. 1 SGB V gel­ten hier­für die §§ 87 bis 89 SGB IV und damit die für die Kran­ken­kas­sen und die ande­ren Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger maß­ge­ben­den Grund­sät­ze, also ins­be­son­de­re die Beschrän­kung auf eine Rechts­auf­sicht (§ 87 Abs. 1 S. 2 SGB IV).

Eine sol­che nach­ge­hen­de Recht­mä­ßig­keits­kon­trol­le genügt den Anfor­de­run­gen der vom BVerfG 30 für die Über­tra­gung von Auf­ga­ben und Hand­lungs­be­fug­nis­sen auf Orga­ne der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung gefor­der­ten Auf­sicht per­so­nell demo­kra­tisch legi­ti­mier­ter Amts­wal­ter über deren Wahr­neh­mung; eine fach­auf­sichts­recht­li­che Mit­wir­kung der dem Par­la­ment ver­ant­wort­li­chen Minis­te­ri­al­ver­wal­tung ist inso­weit nicht erfor­der­lich 44. Zwar unter­lie­gen ver­schie­de­ne Akte unter­ge­setz­li­cher Recht­set­zung im Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht oft­mals einer vor­ge­hen­den Mit­wir­kung der Auf­sicht durch Geneh­mi­gung, so z.B. Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten (§ 15 Abs. 4 S. 1 SGB VII), Anord­nun­gen des Ver­wal­tungs­rats der Bun­des­agen­tur für Arbeit (§ 372 Abs. 2 SGB III) oder – im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang – die Sat­zung des SpVB­dKK (§ 217e Abs. 1 S. 2 SGB V), bzw wer­den – wie die Richt­li­ni­en des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses – nur wirk­sam, wenn sie nicht bean­stan­det wer­den (§ 94 Abs. 1 SGB V); ein all­ge­mei­nes Prin­zip kann dem jedoch nicht ent­nom­men wer­den 45. Denn bei­spiels­wei­se unter­lie­gen zwar Sat­zun­gen der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen nach § 195 Abs. 1 SGB V der Geneh­mi­gung der Auf­sichts­be­hör­de, nicht aber das eben­falls von deren Ver­wal­tungs­rat zu erlas­sen­de sons­ti­ge auto­no­me Recht (§ 197 Abs. 1 Nr 1 SGB V). In die­sem Sin­ne hat das BSG bereits ent­schie­den, dass dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit gegen­über dem Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss in Bezug auf den Erlass ein­zel­ner Richt­li­ni­en nur Rechts­auf­sicht und kei­ne Fach­auf­sicht zusteht 46. Grün­de, die vor­lie­gend wei­ter­ge­hen­de Auf­sichts­rech­te der Minis­te­ri­al­ver­wal­tung erfor­der­lich machen könn­ten, sind nicht ersicht­lich.

Ins­be­son­de­re sind auch Ver­wal­tungs­rat und Vor­stand des SpVB­dKK im Sin­ne der Vor­ga­ben des BVerfG für die funk­tio­na­le Selbst­ver­wal­tung zu ver­bind­li­chen Ent­schei­dun­gen aus­rei­chend demo­kra­tisch legi­ti­miert. So ent­hält § 217b SGB V aus­führ­li­che Rege­lun­gen über die zu bil­den­den Orga­ne (Ver­wal­tungs­rat, Vor­stand und Mit­glie­der­ver­samm­lung), deren Zusam­men­set­zung, deren Auf­ga­ben und den Sta­tus ihrer Mit­glie­der. Für die Wahl des Ver­wal­tungs­ra­tes und des Vor­sit­zen­den der Mit­glie­der­ver­samm­lung ent­hält § 217c SGB V umfang­rei­che Vor­ga­ben, ins­be­son­de­re zur Wah­rung des Prin­zips der pari­tä­ti­schen Beset­zung und zu einer an den bun­des­wei­ten Ver­si­cher­ten­zah­len der Kran­ken­kas­sen­ar­ten ori­en­tier­ten Gewich­tung der Stimm­ver­hält­nis­se 47. Hier­durch wird der Gestal­tungs­spiel­raum des Gesetz­ge­bers bei der Aus­ge­stal­tung der Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren nicht über­schrit­ten.

Die hier­ge­gen erho­be­nen Ein­wän­de, die Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te sei zu sehr ver­dünnt 48, und u.a. wegen des Dele­ga­ti­ons­ver­fah­rens zur Mit­glie­der­ver­samm­lung (§ 217b Abs. 3 S. 3 und 4 SGB V), wegen unge­klär­ter Fra­gen des Bezugs der demo­kra­ti­schen Legi­ti­ma­ti­on der Ver­wal­tungs­rä­te über die Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit oder die jewei­li­ge Kran­ken­kas­sen­art sowie wegen einer legi­ti­ma­ti­ons­ver­zer­ren­den Stimm­ge­wich­tung im Ver­wal­tungs­rat nicht mehr trag­fä­hig 49, grei­fen nicht durch. Denn – wie oben dar­ge­legt – gel­ten für die funk­tio­na­le Selbst­ver­wal­tung nicht die­sel­ben Legi­ti­ma­ti­ons­an­for­de­run­gen wie für die unmit­tel­ba­re Staats­ver­wal­tung und die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung, wes­halb im Bereich der funk­tio­na­len Selbst­ver­wal­tung Abwei­chun­gen von dem Erfor­der­nis lücken­lo­ser per­so­nel­ler demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on aller Ent­schei­dungs­be­fug­ten mög­lich sind 50. In die­sem Sin­ne ist beim SpVB­dKK eine unter ver­fas­sungs­recht­li­chem Blick­win­kel noch trag­fä­hi­ge Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te zu beja­hen.

Soweit sich die Kri­tik gegen die Her­an­zie­hung der jewei­li­gen Anzahl der Ver­si­cher­ten einer Kran­ken­kas­sen­art als Refe­renz­grö­ße für die Sitz- und Stimm­ver­tei­lung im Ver­wal­tungs­rat des SpVB­dKK rich­tet 51, ver­nach­läs­sigt dies, dass die Selbst­ver­wal­tung in der GKV ihre Legi­ti­ma­ti­on nicht von den Kran­ken­kas­sen selbst bezieht, son­dern aus der Betei­li­gung der betrof­fe­nen Grup­pen, näm­lich der Ver­si­cher­ten und der Arbeit­ge­ber 52, die im Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­um ver­tre­ten sein müs­sen 53. Dies gilt auch für die Selbst­ver­wal­tung durch die Kran­ken­kas­sen-Ver­bän­de. Vor die­sem Hin­ter­grund erscheint es gera­de­zu zwin­gend, das Gewicht der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen inner­halb des SpVB­dKK von der Zahl der jeweils von ihnen reprä­sen­tier­ten Ver­si­cher­ten abhän­gig zu machen. Zugleich ist es ver­tret­bar, wenn zur Ermitt­lung des Stimm­ge­wichts und der Aus­wahl der Reprä­sen­tan­ten (nicht die­je­ni­gen der Kran­ken­kas­sen, son­dern der betrof­fe­nen Ver­si­cher­ten und Arbeit­ge­ber) die ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen zunächst nach Kas­sen­ar­ten zusam­men­ge­fasst wer­den (§ 217c Abs. 1 SGB V in der für die Zusam­men­set­zung des Ver­wal­tungs­rats in der ers­ten Wahl­pe­ri­ode maß­geb­li­chen Fas­sung durch das GKV-WSG). Hier­durch kann ins­be­son­de­re über die kas­sen­ar­ten­be­zo­ge­ne Lis­ten­auf­stel­lung (§ 217c Abs. 2 SGB V in der genann­ten Fas­sung) ein grö­ße­res Gewicht der Ver­tre­ter der ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen bei der Aus­wahl der Per­so­nen erreicht wer­den, die neben der Kran­ken­kas­se, deren Ver­wal­tungs­rat oder Ver­tre­ter­ver­samm­lung sie ange­hö­ren (§ 217b Abs. 1 S. 2 SGB V; seit 1. Janu­ar 2012 auch Mit­glie­der des ehren­amt­li­chen Vor­stands), auch die­je­ni­gen Ver­si­cher­ten bzw Arbeit­ge­ber der Kran­ken­kas­sen zu reprä­sen­tie­ren haben, wel­che kei­ne eige­nen Ver­tre­ter in den Ver­wal­tungs­rat ent­sen­den. Die zum Teil bean­stan­de­te Begren­zung der Anzahl der Ver­wal­tungs­rats­mit­glie­der auf 52 (§ 217c Abs. 1 S. 5 bzw seit 30.07.2010 § 217c Abs. 1 S. 1 SGB V; tat­säch­lich waren es in der ers­ten Wahl­pe­ri­ode nur 41 Mit­glie­der, für die zwei­te Wahl­pe­ri­ode wur­den am 20.12.2011 von der Mit­glie­der­ver­samm­lung 52 Ver­wal­tungs­rats­mit­glie­der gewählt), die nur einem Bruch­teil der Anfang 2007 noch bestehen­den 229 Kran­ken­kas­sen (Monats­wert Janu­ar 2007 der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nis­se der GKV-Sta­tis­tik KM1) ange­hör­ten, ist recht­lich unschäd­lich; denn es ist gera­de Kenn­zei­chen von Reprä­sen­ta­tiv­or­ga­nen, dass die­se nur ein ver­klei­ner­tes Abbild der Mit­glied­schaft – bzw im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang der durch die Ver­wal­tungs­rä­te und Ver­tre­ter­ver­samm­lun­gen der Mit­glie­der des SpVB­dKK reprä­sen­tier­ten Ver­si­cher­ten und Arbeit­ge­ber – sind, und dass in die­sen Orga­nen kei­nes­wegs jedes Mit­glied ver­tre­ten ist 54.

Die von den "Betrof­fe­nen" der GKV aus­ge­hen­de Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te der Orga­ne des SpVB­dKK ist auch nicht wegen der Zusam­men­set­zung der Mit­glie­der­ver­samm­lung durch Ent­sen­dung je eines Ver­tre­ters der Ver­si­cher­ten und der Arbeit­ge­ber aus dem Ver­wal­tungs­rat oder der Ver­tre­ter­ver­samm­lung (bzw nach § 217b Abs. 3 S. 3 SGB V idF durch Gesetz vom 22.12.2011 55, auch des ehren­amt­li­chen Vor­stands)) jeder Mit­glieds­kas­se in rechts­wid­ri­ger Wei­se unter­bro­chen. Gleich, ob die Aus­wahl der Ent­sand­ten durch Wahl­akt im Ver­wal­tungs­rat bzw in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Mit­glieds­kas­se oder allein durch Benen­nung sei­tens eines Mit­glieds des haupt­amt­li­chen Vor­stan­des oder der Geschäfts­füh­rung einer Mit­glieds­kas­se (§ 6 Abs. 2 SpVB­dKK-Sat­zung) erfolgt, sind die bei die­ser Aus­wahl han­deln­den Per­so­nen selbst zumin­dest mit­tel­bar durch die Sozi­al­wah­len legi­ti­miert. Im sel­ben Sin­ne sind auch Ver­wal­tungs­rat und Vor­stand des SpVB­dKK zur ver­bind­li­chen Ent­schei­dung glei­cher­ma­ßen legi­ti­miert; die Legi­ti­ma­ti­on durch die Sozi­al­wah­len wird ledig­lich über einen wei­te­ren Wahl­akt (§ 217b Abs. 2 S. 3 SGB V) "ein Ket­ten­glied wei­ter" 56 ver­mit­telt.

Das im Rah­men funk­tio­na­ler Selbst­ver­wal­tung not­wen­di­ge Maß der Legi­ti­ma­ti­on der Orga­ne des SpVB­dKK wird auch nicht dadurch ver­fehlt, dass die Kom­pen­sa­ti­on der bei eini­gen Ersatz­kas­sen nicht vor­han­de­nen Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter dazu führt, dass die Ver­si­cher­ten­ver­tre­ter die­ser Ersatz­kas­sen ein über­pro­por­tio­na­les Gewicht inner­halb der Grup­pe der Ver­si­cher­ten­ver­tre­ter erhal­ten und dass die übri­gen Kran­ken­kas­sen damit über­pro­por­tio­nal durch Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter reprä­sen­tiert wer­den 57. Nach der Gesamt­kon­struk­ti­on des Ver­wal­tungs­rats reprä­sen­tie­ren die ihm ange­hö­ren­den Per­so­nen nicht die ein­zel­nen Mit­glieds­kas­sen des SpVB­dKK oder eine bestimm­te Kas­sen­art, son­dern die Gesamt­heit der in der GKV Ver­si­cher­ten und der hier­durch betrof­fe­nen Arbeit­ge­ber 58. Solan­ge der Gesetz­ge­ber im Kern am Grund­satz der pari­tä­ti­schen Arbeit­ge­ber­be­tei­li­gung fest­hält (§ 29 Abs. 2, § 44 Abs. 1 Nr 1 SGB IV), liegt im Aus­gleich der sich aus den Beson­der­hei­ten der Ersatz­kas­sen erge­be­nen Dis­pa­ri­tä­ten bezüg­lich der Reprä­sen­ta­ti­on aller Ver­si­cher­ten und betrof­fe­nen Arbeit­ge­ber durch den Ver­wal­tungs­rat kei­ne unan­ge­mes­se­ne oder gar will­kür­li­che Bevor­zu­gung ein­zel­ner Inter­es­sen 59. Zudem neh­men die Aus­wir­kun­gen die­ser Rege­lung auf die Stim­men­ge­wich­tung durch in der Pra­xis zu beob­ach­ten­de kas­sen­ar­ten­über­grei­fen­de Fusio­nen ab, da die­se Fusio­nen zur Betei­li­gung von Arbeit­ge­ber­ver­tre­tern auch im Ver­wal­tungs­rat eini­ger Ersatz­kas­sen geführt haben (§ 44 Abs. 1 Nr 3 SGB V). So waren zu Beginn des Errich­tungs­jah­res des SpVB­dKK noch zehn der damals ins­ge­samt 229 Kran­ken­kas­sen Ersatz­kas­sen ohne Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter (Monats­wert Janu­ar 2007 der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nis­se der GKV-Sta­tis­tik KM1). Seit­dem hat sich die Zahl die­ser Ersatz­kas­sen auf drei (Bar­mer GEK, DAK und HEK) der ins­ge­samt noch 144 Kran­ken­kas­sen redu­ziert (Monats­wert Okto­ber 2012 der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nis­se der GKV-Sta­tis­tik KM1). Auf­grund die­ser Ent­wick­lung erhiel­ten die Ersatz­kas­sen in der zwei­ten Wahl­pe­ri­ode des Ver­wal­tungs­ra­tes neben 14 Sit­zen für Ver­si­cher­ten­ver­tre­ter auch vier Sit­ze für Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter.

Den auch für unter­ge­setz­li­che Nor­men gel­ten­den Publi­zi­täts­er­for­der­nis­sen 60 wird mit der Ver­öf­fent­li­chung der Bei­trVerfGrs­Sz im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger, also einem amt­li­chen Ver­öf­fent­li­chungs­or­gan, jeden­falls Genü­ge getan. Die­se Ver­öf­fent­li­chungs­form erfüllt zusam­men mit der wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chung auf der Inter­net­sei­te des SpVB­dKK zugleich die Vor­ga­ben aus § 34 Abs. 2 SGB IV und § 46 Abs. 1 SpVB­dKK-Sat­zung. § 34 Abs. 2 SGB IV selbst schreibt kei­ne bestimm­te Form der Ver­öf­fent­li­chung vor, viel­mehr über­lässt er dies den Sat­zun­gen der Ver­si­che­rungs­trä­ger. Inso­weit bestimmt § 46 Abs. 1 SpVB­dKK-Sat­zung, dass u.a. Sat­zun­gen, Sat­zungs­än­de­run­gen sowie Grund­satz­ent­schei­dun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes im Bun­des­an­zei­ger und auf einer geeig­ne­ten Inter­net­sei­te bekannt gemacht wer­den müs­sen. Wird – wie hier – in der Sat­zung ledig­lich bestimmt, dass die Bekannt­ma­chung im Bun­des­an­zei­ger erfolgt, ohne dass zwi­schen elek­tro­ni­schem Bun­des­an­zei­ger und Bun­des­an­zei­ger in Papier­form unter­schie­den wird, ist die Ver­kün­dung im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger aus­rei­chend 61. Denn hier­durch haben die Betrof­fe­nen in zumut­ba­rer Wei­se Kennt­nis von ihrem Inhalt neh­men kön­nen 62.

Ob die wei­te­re Kon­kre­ti­sie­rung der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig Ver­si­cher­ter durch die Bei­trVerfGrs­Sz ange­sichts der Reich­wei­te der Rege­lung für inzwi­schen mehr als fünf Mil­lio­nen frei­wil­lig Ver­si­cher­te (Monats­wert Okto­ber 2012 der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nis­se der GKV-Sta­tis­tik KM1) in jedem Fall den Anfor­de­run­gen an die Klar­heit und Bestimmt­heit von Rechts­nor­men 63 genügt 64, braucht hier nicht ent­schie­den zu wer­den. Denn jeden­falls § 7 Abs. 10 S. 1 Bei­trVerfGrs­Sz geht über eine – mög­li­cher­wei­se zu unbe­stimm­te – gene­ral­klau­sel­ar­ti­ge Wie­der­ho­lung des § 240 Abs. 1 S. 2 SGB V hin­aus und bestimmt die Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge spe­zi­ell für Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem SGB XII, die in Ein­rich­tun­gen sta­tio­när unter­ge­bracht sind, indem die­se für den Kalen­der­tag kon­kret auf ein 1/​30 des 3,6‑fachen des Regel­sat­zes für den Haus­halts­vor­stand fest­ge­setzt wird; zusätz­lich wird in § 7 Abs. 10 S. 2 Bei­trVerfGrs­Sz defi­niert, was im Ein­zel­nen als Regel­satz für den Haus­halts­vor­stand anzu­set­zen ist. Inso­fern sind sowohl der per­sön­li­che Gel­tungs­be­reich der Norm – jeden­falls i.V.m. § 1 Abs. 1 Bei­trVerfGrs­Sz – als auch die an die Zuge­hö­rig­keit zu die­sem Per­so­nen­kreis geknüpf­te Rechts­fol­ge (= Bei­trags­be­mes­sung auf Grund­la­ge eines Viel­fa­chen des Sozi­al­hil­fe-Regel­sat­zes) so kon­kret bestimmt, dass durch den Norm­un­ter­wor­fe­nen die hier­aus in Ver­bin­dung mit dem Bei­trags­satz resul­tie­ren­de Bei­trags­be­las­tung unmit­tel­bar abge­lei­tet wer­den kann.

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt braucht nicht zu ent­schei­den, ob die Bei­trVerfGrs­Sz – wie ursprüng­lich bei ihrer Schaf­fung gesche­hen – durch Beschluss des Vor­stands des SpVB­dKK erlas­sen wer­den durf­ten oder ob es für ihren wirk­sa­men Erlass eines Beschlus­ses des Ver­wal­tungs­ra­tes bedurft hät­te. Inso­weit ist aller­dings ein­zu­räu­men, dass weder das Gesetz noch die Sat­zung des SpVB­dKK eine ein­deu­ti­ge Rege­lung der Zustän­dig­keit hier­für ent­hal­ten (vgl. § 31 und § 36 SpVB­dKK-Sat­zung), wie auch im Übri­gen die Abgren­zung der Zustän­dig­kei­ten von Vor­stand und Ver­wal­tungs­rat bei den Kran­ken­kas­sen all­ge­mein nicht abschlie­ßend geklärt ist 65. Zudem ist der Vor­stand des SpVB­dKK nicht von vorn­her­ein von Akten unter­ge­setz­li­cher Recht­set­zung aus­ge­schlos­sen, denn er ver­tritt den SpVB­dKK nach § 217b Abs. 2 S. 4 SGB V i.V.m. § 35a Abs. 1 S. 1 SGB IV gericht­lich und außer­ge­richt­lich, also bei­spiels­wei­se auch beim Abschluss von Nor­men­ver­trä­gen 66. Aller­dings spre­chen die gro­ße Bedeu­tung der Bestim­mung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­gen für die Finan­zie­rung der Kran­ken­kas­sen einer­seits und das Inter­es­se der Ver­si­cher­ten an Rechts­ver­bind­lich­keit und Rechts­klar­heit in Bezug auf ihre finan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen ande­rer­seits dafür, dass die Bestim­mung durch das Selbst­ver­wal­tungs­or­gan des SpVB­dKK, also den Ver­wal­tungs­rat zu erfol­gen hat 67, weil es sich – sofern nicht ohne­hin "sons­ti­ges auto­no­mes Recht" iS von § 197 Abs. 1 Nr 1 SGB V vor­liegt 68 – um eine Ent­schei­dung von "grund­sätz­li­cher Bedeu­tung" han­delt, die nach § 217b Abs. 1 S. 3 i.V.m. § 197 Abs. 1 Nr 1b SGB V aus­drück­lich dem Ver­wal­tungs­rat zuge­wie­sen ist.

All dies kann dahin­ste­hen, da jeden­falls mit der rück­wir­ken­den, den ursprüng­li­chen Vor­stands­be­schluss schon dem Wort­laut nach nicht auf­he­ben­den "Bestä­ti­gung" der Bei­trVerfGrs­Sz durch den Ver­wal­tungs­rat des SpVB­dKK mit Beschluss vom 30.11.2011 und deren gemein­sam mit der Ver­öf­fent­li­chung des Beschlus­ses erfolg­ten Neu­be­kannt­ma­chung im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger am 20.01.2012 zumin­dest der die Grund­la­ge des hier ange­foch­te­nen Beschei­des bil­den­de, bis dahin nicht geän­der­te § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz ab 1. Janu­ar 2009 rechts­ver­bind­lich gewor­den ist. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass eine erst rück­wir­ken­de Inkraft­set­zung der Bei­trVerfGrs­Sz im Janu­ar 2012 mit Wir­kung bereits vom 1. Janu­ar 2009 an als – grund­sätz­lich unzu­läs­si­ge – ech­te Rück­wir­kung zu qua­li­fi­zie­ren wäre, weil in die­sem Fal­le der Beginn ihrer zeit­li­chen Anwen­dung auf einen Zeit­punkt fest­ge­legt wird, der vor dem Zeit­punkt liegt, zu dem die Norm durch ihre Ver­kün­dung recht­lich exis­tent, dh gül­tig wur­de 69. Jedoch greift das Ver­bot der ech­ten Rück­wir­kung, das sei­nen Grund im Ver­trau­ens­schutz hat, aus­nahms­wei­se dann nicht ein, wenn sich kein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en auf den Bestand des gel­ten­den Rechts für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me bil­den konn­te 70. Dies ist u.a. dann der Fall, wenn eine in ihrer Wirk­sam­keit umstrit­te­ne Norm eine finan­zi­el­le Belas­tung des Betrof­fe­nen bereits anord­ne­te und die­se for­mell in Fra­ge gestell­te Norm spä­ter durch eine unbe­denk­li­che Norm glei­chen Inhalts rück­wir­kend ersetzt wird 71. In die­sem Sin­ne wird z.B. eine unwirk­sa­me kom­mu­na­le Abga­ben­sat­zung mit Wir­kung für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me ohne Ver­let­zung des Ver­trau­ens­schut­zes grund­sätz­lich dann geheilt, wenn der mit Rück­wir­kung ver­se­he­nen Neu­re­ge­lung in der Ver­gan­gen­heit gleich­ar­ti­ge Rege­lungs­ver­su­che vor­aus­gin­gen. In die­sem Fall kann kein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en Betrof­fe­ner dar­auf ent­ste­hen, von einer sol­chen Abga­be ver­schont zu wer­den 72.

Nach die­sen Grund­sät­zen ver­stie­ße auch eine rück­wir­ken­de Inkraft­set­zung der Bei­trVerfGrs­Sz erst im Janu­ar 2012 mit Wir­kung ab 1. Janu­ar 2009 nicht gegen das Rück­wir­kungs­ver­bot, weil kein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en von frei­wil­lig ver­si­cher­ten Kran­ken­kas­se-Mit­glie­dern ent­stan­den sein kann, nicht mit Bei­trä­gen belas­tet zu wer­den. Viel­mehr muss­te ein frei­wil­lig Ver­si­cher­ter wegen der Ver­ab­schie­dung und Bekannt­ma­chung der Bei­trVerfGrs­Sz durch die hier­zu nach § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V ermäch­tig­te Kör­per­schaft durch­aus mit einer Bei­trags­be­mes­sung auf Grund­la­ge der hier­in fest­ge­leg­ten Grö­ßen rech­nen 73.

Dem steht das Urteil des BSG vom 26.02.1992 3 nicht ent­ge­gen. Danach durf­te die Auf­sichts­be­hör­de Sat­zungs­vor­schrif­ten einer Kran­ken­kas­se, durch die deren Bei­trä­ge rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 1989 erhöht wer­den soll­ten, wegen eines Ver­sto­ßes gegen das Rück­wir­kungs­ver­bot nicht geneh­mi­gen, obwohl die höhe­ren Bei­trä­ge schon vor der im Juni 1989 von der Ver­tre­ter­ver­samm­lung beschlos­se­nen Sat­zungs­än­de­rung auf­grund eines Vor­stands­be­schlus­ses erho­ben wor­den waren; die Ent­schei­dun­gen eines für die Fest­le­gung der Bei­trags­nor­men nicht zustän­di­gen Gre­mi­ums konn­te – so das BSG – das Ver­trau­en auf den Fort­be­stand des bis­he­ri­gen Rechts – in die­sem Fall des am 1. Janu­ar 1989 in Kraft getre­te­nen § 240 Abs. 4 SGB V idF des GRG vom 20.12.1988 74 – nicht erschüt­tern; nur wenn das allein für Sat­zungs­än­de­run­gen beru­fe­ne Organ der Kran­ken­kas­se bereits sei­nen Wil­len durch ent­spre­chen­de Beschlüs­se kund­ge­tan hat, muss das Mit­glied mit einer Erhö­hung der Bei­trä­ge (für die Zukunft) rech­nen 75. Die dama­li­ge, vom BSG ent­schie­de­ne Fall­ge­stal­tung unter­schei­det sich jedoch grund­le­gend von der vor­lie­gen­den: So bestimm­te § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V in der sei­ner­zeit noch anzu­wen­den­den Fas­sung, dass die Bei­trags­be­mes­sung für frei­wil­li­ge Mit­glie­der durch die Sat­zung (der Kran­ken­kas­se) gere­gelt wird. Gleich­zei­tig leg­te § 197 Nr 1 SGB V (dama­li­ger Fas­sung) ein­deu­tig fest, dass Sat­zun­gen durch die Ver­tre­ter­ver­samm­lung zu beschlie­ßen waren. Inso­weit konn­te kei­ne – die Ent­ste­hung schutz­wür­di­gen Ver­trau­ens hin­dern­de 76 – Unsi­cher­heit über die Rechts­la­ge ent­ste­hen, da gar nicht in Fra­ge stand, dass ein Vor­stands­be­schluss über die Bei­trags­be­mes­sung kei­ne Rechts­wir­kung gegen­über den Ver­si­cher­ten ent­fal­te­te. Im vor­lie­gen­den Fall konn­te es dage­gen gera­de der für § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V nach der Neu­fas­sung durch das GKV-WSG 10 kenn­zeich­nen­de Ver­zicht des Gesetz­ge­bers auf den Sat­zungs­cha­rak­ter von Bei­trags­be­mes­sungs­re­ge­lun­gen nahe legen, dass auch die Zustän­dig­keit für die­se Rege­lun­gen vom sat­zungs­ge­ben­den Ver­wal­tungs­rat auf den Vor­stand über­ge­hen soll­ten, der das sog ope­ra­ti­ve Geschäft, also die Ver­trä­ge und übri­gen Ent­schei­dun­gen mit Außen­wir­kung zu ver­ant­wor­ten hat­te 77. Vor die­sem Hin­ter­grund muss­ten die Ver­si­cher­ten von vorn­her­ein auch damit rech­nen, dass die Bei­trags­be­mes­sung auf der Grund­la­ge der vom Vor­stand des SpVB­dKK erlas­se­nen Grund­sät­ze Bestand haben könn­te 78.

Obwohl nach alle­dem Rege­lun­gen der Bei­trVerfGrs­Sz – wie auf­ge­zeigt – grund­sätz­lich eine hin­rei­chen­de Rechts­grund­la­ge für einen Ver­wal­tungs­akt gegen­über dem Klä­ger über die Bei­trags­hö­he sein kön­nen, ist der Bescheid der Beklag­ten vom "Juli 2009" jedoch gleich­wohl rechts­wid­rig und zumin­dest teil­wei­se auf­zu­he­ben; denn die kon­kre­te Fest­set­zung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge in § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz ist inhalt­lich mit höher­ran­gi­gem Recht nicht ver­ein­bar. Der SpVB­dKK über­schritt die Gren­zen der ihm durch § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V ein­ge­räum­ten Rege­lungs­be­fug­nis inso­weit bereits des­halb, weil er bei der Fest­le­gung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Hil­fe­emp­fän­ger in Ein­rich­tun­gen zu Unrecht auch Auf­wen­dun­gen für die Inves­ti­ti­ons­kos­ten berück­sich­tig­te, die eine Pfle­ge­ein­rich­tung den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen nach § 82 Abs. 3 und Abs. 4 SGB XI geson­dert berech­nen darf. Des­halb kann offen­blei­ben, ob und unter wel­chen Maß­ga­ben eine pau­scha­le Fest­set­zung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für Hil­fe­emp­fän­ger in Ein­rich­tun­gen seit 1. Janu­ar 2009 über­haupt noch not­wen­dig und zuläs­sig ist.

Mit der Fest­set­zung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem SGB XII, die in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen leben, für den Kalen­der­tag auf 1/​30 des 3,6‑fachen Regel­sat­zes eines Haus­halts­vor­stan­des, über­schritt der SpVB­dKK die Gren­zen sei­ner Rege­lungs­be­fug­nis. Zwar über­lässt § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V dem SpVB­dKK die Rege­lung der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der. Der hier­durch begrün­de­ten Rege­lungs­be­fug­nis des SpVB­dKK setzt § 240 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 bis 5 SGB V jedoch Gren­zen 79, die ins­be­son­de­re auch durch die zu § 240 SGB V bis­her ergan­ge­ne höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung kon­kre­ti­siert wer­den.

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat unter Gel­tung des Bun­des­so­zi­al­hil­fe­ge­set­zes (BSHG) und des § 240 SGB V in der bis zum 31.12.2008 gel­ten­den Fas­sung sowie des­sen Vor­gän­ger­nor­men für eine über die Min­dest­bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge hin­aus­ge­hen­de Berück­sich­ti­gung der Ein­nah­men frei­wil­lig ver­si­cher­ter, in Hei­men leben­der Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger stets eine spe­zi­el­le Sat­zungs­re­ge­lung für erfor­der­lich gehal­ten 80. Dem liegt zugrun­de, dass der Senat in stän­di­ger Recht­spre­chung nur sol­che Ein­nah­men als für die Bei­trags­be­mes­sung maß­geb­lich ange­se­hen hat, die dem Ver­si­cher­ten bei einer anzu­le­gen­den wirt­schaft­li­chen Betrach­tungs­wei­se zur Bestrei­tung sei­nes Lebens­un­ter­halts zur Ver­fü­gung ste­hen. Dem­ge­gen­über sind Leis­tun­gen von der Bei­trags­be­mes­sung in der frei­wil­li­gen Kran­ken­ver­si­che­rung aus­ge­nom­men, die im Hin­blick auf ihre beson­de­re Zweck­be­stim­mung den "Ein­nah­men" des Ver­si­cher­ten zum Lebens­un­ter­halt im dar­ge­stell­ten Sin­ne nicht zuge­ord­net wer­den kön­nen 81. Die Abgren­zung von Leis­tun­gen, die dem all­ge­mei­nen Lebens­un­ter­halt die­nen und somit die wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des Ver­si­cher­ten erhö­hen (im Rah­men der Sozi­al­hil­fe die Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt), gegen­über Leis­tun­gen, die zur Bewäl­ti­gung bestimm­ter Lebens­si­tua­tio­nen gewährt wer­den und unein­ge­schränkt für den ange­streb­ten Zweck zur Ver­fü­gung ste­hen müs­sen (u.a. Hil­fe in beson­de­ren Lebens­la­gen), unter­lag wäh­rend der Gel­tung des BSHG beson­de­ren Schwie­rig­kei­ten 82. Des­halb hat es der Senat für zuläs­sig gehal­ten, die bei­trags­pflich­ti­gen Ein­nah­men frei­wil­lig ver­si­cher­ter, in Hei­men leben­der Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger typi­sie­rend und pau­scha­lie­rend fest­zu­stel­len und dabei ein Mehr­fa­ches des Regel­sat­zes zur Grund­la­ge der Bei­trags­be­mes­sung zu machen 83. Gleich­zei­tig hat der Senat in sei­ner Recht­spre­chung aber betont, dass die Kran­ken­kas­sen auch hier­bei die in § 240 SGB V bestimm­ten Gren­zen der (dama­li­gen) Sat­zungs­au­to­no­mie zu beach­ten haben 84 und ver­pflich­tet sind, den wirk­li­chen Wer­ten der zum all­ge­mei­nen Lebens­un­ter­halt, nicht mit einer dar­über hin­aus­ge­hen­den, beson­de­ren Zweck­set­zung gewähr­ten Sach­leis­tun­gen mög­lichst nahe­zu­kom­men 85.

Hier­an hat sich durch den Über­gang der Rege­lungs­be­fug­nis für die Bei­trags­be­mes­sung bei frei­wil­lig Ver­si­cher­ten von den ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen auf den SpVB­dKK zum 1. Janu­ar 2009 im Kern nichts geän­dert. Ins­be­son­de­re bie­tet die im GKV-WSG in § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V vor­ge­nom­me­ne blo­ße Erset­zung der Wor­te "durch die Sat­zung" durch "ein­heit­lich durch den Spit­zen­ver­band Bund der Kran­ken­kas­sen" kei­nen Anhalts­punkt dafür, dass mit der Zuwei­sung an den SpVB­dKK eine Aus­wei­tung der Rege­lungs­be­fug­nis gegen­über der bis­he­ri­gen Sat­zungs­au­to­no­mie der Kran­ken­kas­sen vor­ge­nom­men wer­den soll­te. Viel­mehr ent­hält auch die Begrün­dung zu Nr 157 Buchst a des Ent­wurfs zum GKV-WSG 86 den Hin­weis, dass bei der Bei­trags­be­mes­sung "wie bis­her die gesam­te wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des Mit­glieds zu berück­sich­ti­gen" ist.

Die dar­ge­stell­ten Gren­zen der Recht­set­zungs- und Pau­scha­lie­rungs­be­fug­nis wer­den aller­dings über­schrit­ten, wenn der SpVB­dKK sich für die Fest­set­zung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge am Durch­schnitts­be­trag der den Hil­fe­emp­fän­gern in Ein­rich­tun­gen zuzu­rech­nen­den Ein­nah­men ori­en­tiert, hier­bei aber – wie sich aus der Begrün­dung zu § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz ergibt – auch die Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen berück­sich­tigt, die eine Pfle­ge­ein­rich­tung den Pfleg­be­dürf­ti­gen nach § 82 Abs. 3 und Abs. 4 SGB XI geson­dert berech­nen darf.

Die Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen iS von § 82 Abs. 3 und Abs. 4 SGB XI, die in die Errech­nung des 3,6‑fachen Regel­sat­zes mit ein­gin­gen, sind indes­sen – wie der Senat für die Rechts­la­ge bis 31.12.2008 aus­drück­lich ent­schie­den hat – kei­ne Leis­tun­gen, die dem all­ge­mei­nen Lebens­un­ter­halt die­nen und somit zur Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig in der GKV Ver­si­cher­ter her­an­ge­zo­gen wer­den dür­fen 87. Der Senat hat auch unter Gel­tung des SGB XII dar­an fest­ge­hal­ten, dass Leis­tun­gen des Sozi­al­hil­fe­trä­gers für einen frei­wil­lig kran­ken­ver­si­cher­ten Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger zur Sicher­stel­lung sei­nes bedarfs­ge­rech­ten Auf­ent­halts in einer voll­sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tung nur in Bezug auf den Regel­satz, die Kos­ten der Unter­kunft, sozi­al­hil­fe­recht­li­che Mehr­be­dar­fe und ein­ma­li­ge Bedar­fe, den dem Betrof­fe­nen zuge­wand­ten Bar­be­trag sowie über­nom­me­ne (fik­ti­ve) Bei­trä­ge zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung bei­trags­pflich­tig sind; auf Leis­tun­gen zur Befrie­di­gung des spe­zi­fi­schen, gera­de den Heim­auf­ent­halt erfor­dern­den Pfle­ge­be­darfs dür­fen Bei­trä­ge dage­gen nicht erho­ben wer­den 88. Gleich­zei­tig hat der Senat dar­auf ver­wie­sen, dass mit Schaf­fung des § 35 Abs. 1 S. 2 SGB XII auch in Bezug auf § 240 SGB V die Fra­ge beant­wor­tet wor­den ist, wie der Umfang der Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen bewer­tet wer­den muss. Die­ser Umfang bemisst sich nach den in § 42 S. 1 Nr 1 bis 3 SGB XII genann­ten Leis­tun­gen, sodass jeden­falls eine Berück­sich­ti­gung der – damals strei­ti­gen – Grund­pau­scha­le bzw antei­li­ger Inves­ti­ti­ons­be­trä­ge im Zusam­men­hang mit sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen als "Ein­nah­me" des frei­wil­lig ver­si­cher­ten Hil­fe­emp­fän­gers zur Befrie­di­gung sei­nes all­ge­mei­nen Lebens­un­ter­halts aus­schei­det 89.

Hier­an ist wei­ter­hin fest­zu­hal­ten. Ins­be­son­de­re sind mit der Neu­ord­nung des SGB XII durch das Gesetz zur Ermitt­lung von Regel­be­dar­fen und zur Ände­rung des Zwei­ten und Zwölf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch vom 24.03.2011 90 zum 1. Janu­ar bzw 1.04.2011, kei­ne inhalt­li­chen Ände­run­gen ver­bun­den, die ein Abrü­cken des Bun­des­so­zi­al­ge­richts von sei­nen Aus­sa­gen im Urteil vom 21.12.2011 91 erfor­der­lich machen könn­ten; erst recht gilt dies für den vor­lie­gend strei­ti­gen Zeit­raum vom 01.05.2009 bis 31.12.2010. So wur­de § 35 Abs. 1 S. 2 SGB XII aF durch Art. 3 Nr 8 des Geset­zes vom 24.03.2011 inhalts­gleich in § 27b Abs. 1 S. 2 SGB XII über­nom­men 92. Soweit statt wie bis­her auf die Nrn 1 bis 3 nun auf Nr 1, 2 und 4 des § 42 SGB XII ver­wie­sen wird, liegt hier­in eine Anpas­sung an die gleich­zei­ti­ge Neu­fas­sung des § 42 SGB XII, wodurch die Ver­wei­sung auf die Bedar­fe für Bil­dung und Teil­ha­be nach dem Drit­ten Abschnitt des Drit­ten Kapi­tels SGB XII zu Nr 3 die­ser Vor­schrift wur­de. Im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang bedeut­sa­me inhalt­li­che Ände­run­gen sind hier­mit eben­so wenig ver­bun­den, wie mit den wei­te­ren – im Wesent­li­chen redak­tio­nel­len 93 – Ände­run­gen des § 42 Nr 1, 2 und 4 SGB XII durch das Gesetz vom 24.03.2011. Ledig­lich die Zusam­men­fas­sung der bis­her in Nr 3 und Nr 4 ent­hal­ten Ver­wei­sun­gen im neu­en § 42 Nr 2 SGB XII führt nun­mehr dazu, dass auch die Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge nach § 32 SGB XII und die Vor­sor­ge­bei­trä­ge nach § 33 SGB XII bereits auf­grund des § 27b Abs. 1 S. 2 SGB XII als not­wen­di­ger Lebens­un­ter­halt in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen zu gel­ten haben und schon des­halb der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig in der GKV Ver­si­cher­ter zugrun­de zu legen sind.

Die Zuläs­sig­keit der Berück­sich­ti­gung von Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen iS von § 82 Abs. 3 und Abs. 4 SGB XI bei der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig in der GKV Ver­si­cher­ter ergibt sich auch nicht aus dem Urteil des 3. Senats vom 24.07.2003 94. Nach die­ser Recht­spre­chung gehört sog Pfle­ge­wohn­geld (= lan­des­recht­li­che Zuschüs­se an Trä­ger von Ein­rich­tun­gen der voll­sta­tio­nä­ren Pfle­ge für Anspruchs­be­rech­tig­te, deren Ein­kom­men die Ein­kom­mens­gren­ze des § 79 BSHG unter Zugrun­de­le­gung eines um 30 % erhöh­ten Grund­be­tra­ges nach § 81 Abs. 1 BSHG nicht über­steigt) als Sozi­al­leis­tung sui gene­ris zu den Leis­tun­gen an den Pfle­ge­be­rech­tig­ten, ist aber nicht der öffent­li­chen För­de­rung des Ein­rich­tungs­trä­gers zuzu­rech­nen 95. Zwar dürf­ten hier­nach zugleich Leis­tun­gen des Sozi­al­hil­fe­trä­gers nach dem BSHG bzw SGB XII an den Pfle­ge­be­rech­tig­ten zur Deckung der ihm in Rech­nung gestell­ten Inves­ti­ti­ons­kos­ten als Leis­tun­gen an eben den Pfle­ge­be­rech­tig­ten und nicht an den Ein­rich­tungs­trä­ger zu qua­li­fi­zie­ren sein. Damit ist aber noch nicht geklärt, ob es sich bei die­sen Leis­tun­gen an den Pfle­ge­be­rech­tig­ten um (bei­trags­pflich­ti­ge) Leis­tun­gen des not­wen­di­gen Lebens­un­ter­halts oder um (nicht bei­trags­pflich­ti­ge) Leis­tun­gen zur Befrie­di­gung des den Heim­auf­ent­halt erfor­dern­den beson­de­ren Pfle­ge­be­darfs han­delt. Die inso­weit vor­zu­neh­men­de Abgren­zung ergibt sich erst aus § 35 Abs. 1 S. 2 SGB XII 96 i.V.m. § 42 SGB XII, wonach die Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen gera­de nicht zum not­wen­di­gen Lebens­un­ter­halt in Ein­rich­tun­gen gehö­ren.

Nach alle­dem wird durch die Fest­le­gung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für frei­wil­lig kran­ken­ver­si­cher­te Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger in Ein­rich­tun­gen auf den 3,6‑fachen Regel­satz für einen Haus­halts­vor­stand auf­grund einer Berech­nung unter Ein­schluss von Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen iS von § 82 Abs. 3 und Abs. 4 SGB XI, die nicht der Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt zuzu­rech­nen sind, die Gren­ze zuläs­si­ger Pau­scha­lie­rung über­schrit­ten. Die Bei­trags­for­de­rung im Bescheid der Beklag­ten vom "Juli 2009" kann daher nicht recht­mä­ßig auf § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz gestützt wer­den.

Ist § 7 Abs. 10 Bei­trVerfGrs­Sz bereits aus den vor­ste­hen­den Grün­den kei­ne wirk­sa­me Rechts­grund­la­ge für den hier zu über­prü­fen­den Bei­trags­be­scheid, so braucht nicht ent­schie­den zu wer­den, ob auch nach Ein­füh­rung des § 35 Abs. 1 S. 2 SGB XII (bzw § 27b Abs. 1 S. 2 SGB XII) über­haupt noch eine pau­scha­lie­ren­de Rege­lung zur Bestim­mung der Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für frei­wil­lig kran­ken­ver­si­cher­te Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger in Ein­rich­tun­gen zuläs­sig ist.

All­ge­mein hat der Senat eine kon­kre­ti­sie­ren­de Sat­zungs­re­ge­lung für die Berück­sich­ti­gung von Ein­nah­men stets für erfor­der­lich gehal­ten, wenn die Fest­stel­lung der bei­trags­pflich­ti­gen Ein­nah­men auf erheb­li­che Schwie­rig­kei­ten stößt oder hier­für ver­schie­de­ne Berech­nungs­wei­sen zur Ver­fü­gung ste­hen und sich dem Gesetz kei­ne ein­deu­ti­gen Bewer­tungs­maß­stä­be ent­neh­men las­sen 97. Wie bereits dar­ge­legt, sah der Senat in der Ver­gan­gen­heit eine sol­che Situa­ti­on im Zusam­men­hang mit der Bei­trags­be­mes­sung für in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen leben­de Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger als gege­ben an, weil die Abgren­zung von Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt und Hil­fe in beson­de­ren Lebens­la­gen unter der Gel­tung des BSHG beson­de­ren Schwie­rig­kei­ten unter­lag 98. Die­se Schwie­rig­kei­ten sind mit dem Über­gang vom BSHG zum SGB XII durch die Ein­füh­rung des § 35 Abs. 1 S. 2 SGB XII – seit 1. Janu­ar 2011 § 27b Abs. 1 S. 2 SGB XII – beho­ben wor­den 99. Daher erscheint es nun­mehr mög­lich, die Bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge auch bei in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen leben­den Sozi­al­hil­fe­emp­fän­gern in jedem Ein­zel­fall kon­kret zu ermit­teln. Eine pau­scha­le Rege­lung wäre somit nicht mehr not­wen­dig.

Dem­ge­gen­über ist ein­zu­räu­men, dass das in der Neu­fas­sung des § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V auch zum Aus­druck kom­men­de Ziel einer bun­des­weit ein­heit­li­chen Rege­lung (auch wenn das Wort "ein­heit­lich" zual­ler­erst im Sin­ne von "kas­sen­ar­ten­über­grei­fend" ver­stan­den wer­den muss 100) auch wei­ter­hin für eine pau­scha­le Rege­lung spricht, die die Kran­ken­kas­sen davon ent­las­tet, die nach § 27b Abs. 1 S. 2 i.V.m. § 42 Nr 4 Halbs 2 SGB XII bei Leis­tun­gen in einer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tung als Kos­ten für Unter­kunft und Hei­zung zugrun­de zu legen­den Beträ­ge in Höhe der durch­schnitt­li­chen ange­mes­se­nen tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen für die Warm­mie­te eines Ein-Per­so­nen-Haus­hal­tes im Bereich des nach § 98 SGB XII zustän­di­gen Trä­gers der Sozi­al­hil­fe zu ermit­teln. Dar­über hin­aus besteht nach § 29 Abs. 2 und Abs. 3 SGB XII die Mög­lich­keit, dass ein­zel­ne Län­der oder Trä­ger der Sozi­al­hil­fe von den bun­des­weit ermit­tel­ten Wer­ten abwei­chen­de, auf ihr Land oder eine Regi­on bezo­ge­ne Regel­sät­ze fest­set­zen. Um eine bun­des­weit ein­heit­li­che Bei­trags­hö­he sicher­zu­stel­len, wäre eine pau­scha­lie­ren­de Rege­lung wei­ter­hin denk­bar, zumal hier­durch eine indi­vi­du­el­le Ein­kom­mens­fest­stel­lung ent­behr­lich wür­de.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 19. Dezem­ber 2012 – B 12 KR 20/​11 R

  1. so BVerfGE 107, 59, 91, 94[]
  2. z.B. BVerfGK 10, 346; BVerw­GE 67, 129[]
  3. BSGE 70, 149 = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 8[][]
  4. zuletzt BSG, Urteil vom 21.12.2011 – B 12 KR 22/​09 R, SozR 4 – 2500 § 240 Nr 16 RdNr 23 f mwN, auch für BSGE 110 vor­ge­se­hen[]
  5. BSG, Urteil vom 21.12.2011, aaO, RdNr 35[]
  6. BSGE 91, 182 = SozR 4 – 3300 § 82 Nr 1[]
  7. vom 20.12.1988, BGBl I 2477[]
  8. vgl. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und FDP zum GRG, BT-Drucks 11/​2237 S. 225 zu § 249 Abs. 1; zur Rechts­ent­wick­lung vgl. K. Peters in Kass­Komm, § 240 SGB V RdNr 8 ff, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung April 2012[]
  9. ver­öf­fent­licht im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger am 4.11.2008[]
  10. vom 26.03.2007, BGBl I 378[][]
  11. Ände­run­gen vom 17.12.2008, 17.02.2010, 6.05.2010 und 30.05.2011, jeweils ver­öf­fent­licht im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger am 23.12.2008, 25.02.2010, 18.05.2010 und 1.07.2011[]
  12. BT-Drucks 16/​3100 S. 163 f zu Nr 157 Buchst a und b[]
  13. vgl. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und SPD zum GKV-WSG, aaO, eben­da[]
  14. im Ergeb­nis eben­so z.B. Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11; LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11; K. Peters in Kass­Komm, § 240 SGB V RdNr 25, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2010; Bai­er in Kraus­kopf, Sozia­le Kran­ken­ver­si­che­rung Pfle­ge­ver­si­che­rung, § 240 SGB V RdNr 5, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung März 2012[]
  15. hier­zu z.B. BSGE 89, 213, 220 f = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 42 S. 219 ff; aus­drück­lich von unter­ge­setz­li­cher Norm­ge­bung aus­ge­hend: BSG, Urteil vom 28.09.2011 – B 12 KR 9/​10 R – Juris RdNr 20[]
  16. so aber Hes­si­sches LSG, Beschluss vom 21.02.2011 – L 1 KR 327/​10 B ER – ASR 2011, 110, Juris RdNr 30; dem fol­gend Rixen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 240 RdNr 2[]
  17. so aber SG Mün­chen, Urteil vom 02.03.2010 – S. 19 KR 873/​09Sozi­al­recht aktu­ell 2010, 183, 184[]
  18. eben­so Axer, KrV 2012, 37, 39; ders, SGb 2012, 501, 503[]
  19. so Axer, SGb 2012, 501, 503 f[]
  20. so Rixen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 240 RdNr 2[]
  21. in die­sem Sin­ne Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11; LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11; Bai­er in Kraus­kopf, Sozia­le Kran­ken­ver­si­che­rung Pfle­ge­ver­si­che­rung, § 240 SGB V RdNr 5 f, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung März 2012[]
  22. so LSG Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 16.08.2011 – L 11 KR 3165/​10, in Anleh­nung an die Richt­li­ni­en des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses nach § 92 SGB V[]
  23. vgl. ins­be­son­de­re BSGE 78, 70, 74 ff = SozR 3 – 2500 § 92 Nr 6 S. 29 ff; vgl. auch BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 64 ff; BSGE 103, 106 = SozR 4 – 2500 § 94 Nr 2, RdNr 44 f mwN; vgl. auch BSG SozR 4 – 2500 § 13 Nr 19 RdNr 14; BSGE 97, 133 = SozR 4 – 2500 § 139 Nr 2, RdNr 31; vgl. fer­ner den Über­blick zu den Rechts­quel­len des Kran­ken­ver­si­che­rungs­rechts bei Ebsen in Schulin, Hand­buch des Sozi­al­ver­si­che­rungs­rechts, 1994, Bd 1 Kran­ken­ver­si­che­rungs­recht, § 7; vgl. auch die Bestands­auf­nah­me für das Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht ins­ge­samt bei Axer, Norm­set­zung der Exe­ku­ti­ve in der Sozi­al­ver­si­che­rung, 2000, S. 52 ff; kri­tisch Hän­lein, Rechts­quel­len im Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, 2001, S. 382 ff, S. 496 f[]
  24. so z.B. BSGE 81, 54, 63 f = SozR 3 – 2500 § 135 Nr 4 S. 19 f; BSGE 81, 73, 82 f = SozR 3 – 2500 § 92 Nr 7 S. 57 f; Axer, aaO, S. 208 ff, ins­bes 224 f; Cle­mens in FS Böcken­för­de (1995), 259, 261 f; ders, MedR 1996, 432, 433 f; Krauskopf/​Clemens in Laufs/​Kern, Hand­buch des Arzt­rechts, 4. Aufl 2010, § 30 RdNr 25 ff, ins­be­son­de­re RdNr 27 mit zahl­rei­chen Nach­wei­sen zur zustim­men­den Kam­mer-Rspr des BVerfG; aus­drück­lich offen­ge­las­sen aller­dings in BVerfGE 115, 25, 47 = SozR 4 – 2500 § 27 Nr 5 RdNr 29 mwN; einen nume­rus clau­sus der Legi­ti­ma­ti­ons­mus­ter befür­wor­tend Hän­lein, aaO, S. 57 ff[]
  25. zu dies­be­züg­li­chen Zwei­feln vgl. K. Peters in Kass­Komm, § 240 SGB V RdNr 8 ff, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung April 2012[]
  26. hier­zu BVerfGE 113, 167, 201 = SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 52[]
  27. vgl. hier­zu all­ge­mein BVerfGE 38, 281, 299; 107, 59, 93[]
  28. BVerfGE 113, 167, 201 = SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 52; Mühl­hau­sen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 217a RdNr 2[]
  29. so – grund­le­gend – BVerfGE 107, 59, 91 (Was­ser­ver­band-Ent­schei­dung) []
  30. BVerfGE 107, 59, 94[][]
  31. BVerfGE 107, 59, 93; 111, 191, 217 (Notar­kas­sen­sat­zung-Ent­schei­dung) []
  32. BVerfGE 107, 59, 87, 91, 94; eben­so BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 32; wei­ter­ge­hend noch BSGE 82, 41, 46 f = SozR 3 – 2500 § 103 Nr 2 S. 15 f[]
  33. BVerfGE 107, 59, 93, 100; 111, 191, 217[]
  34. BVerfGE 70, 324, 364[]
  35. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 32 unter Hin­weis auf BVerfGE 41, 1, 12; 54, 363, 388 f mwN[]
  36. vgl. BVerfGE 83, 130, 142; 95, 267, 307 f; 98, 218, 251; 108, 282, 311 f; 111, 191, 216 f, jeweils mwN[]
  37. vgl. BVerfGE 98, 218, 252 mwN; 111, 191, 217; eben­so z.B. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 28 mwN[]
  38. stRspr seit BVerfGE 6, 32, 38; fer­ner z.B. BVerfGE 95, 267, 306[]
  39. BVerfGE 95, 267, 307 f[]
  40. BVerfGE 107, 59, 91 f; 111, 191, 216 ff[]
  41. hier­zu und zum Fol­gen­den Berns­dorff in juris­PK-SGB V, 2. Aufl 2012, § 240 RdNr 8[]
  42. zwin­gen­de[]
  43. vgl. dazu erneut BVerfGE 107, 59, 91 f; 111, 191, 216 ff[]
  44. BSGE 103, 106 = SozR 4 – 2500 § 94 Nr 2, RdNr 47 f; LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11[]
  45. LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11[]
  46. BSGE 103, 106 = SozR 4 – 2500 § 94 Nr 2[]
  47. vgl. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und SPD zum GKV-WSG, BT-Drucks 16/​3100 S. 161 zu Nr 149 (§ 217c); Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum Gesetz zur Ände­rung kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­cher und ande­rer Vor­schrif­ten, BT-Drucks 17/​1297 S. 16 zu Nr 4 (§ 217c) []
  48. so Mühl­hau­sen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 217a RdNr 8[]
  49. Mühl­hau­sen, aaO, § 217c RdNr 14; von Boetti­cher, SGb 2009, 15, 16 f[]
  50. so BVerfGE 107, 59, 91 f; BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 32 und 71; vgl. zur auto­no­men Recht­set­zung der Stel­len mit­tel­ba­rer Bun­des­ver­wal­tung Ebsen in Schulin, Hand­buch des Sozi­al­ver­si­che­rungs­rechts, Bd 1, Kran­ken­ver­si­che­rungs­recht, 1994, § 7 RdNr 28 ff[]
  51. Mühl­hau­sen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 217c RdNr 14[]
  52. vgl. auch Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11[]
  53. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 32 mwN[]
  54. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 32 und 72 mwN, u.a. mit Hin­weis auf BVerfGE 70, 324, 364[]
  55. BGBl I 2983[]
  56. Axer, SGb 2012, 501, 504[]
  57. kri­tisch inso­weit z.B. von Boetti­cher, SGb 2009, 15, 16 f; Engel­hard in Hauck/​Noftz, SGB V, K § 217c RdNr 22, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung 4/​11; Mühl­hau­sen in Becker/​Kingreen, SGB V, 3. Aufl 2012, § 217c RdNr 5[]
  58. vgl. von Boetti­cher, SGb 2009, 15, 16 aE[]
  59. vgl. Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11; LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11[]
  60. vgl. hier­zu z.B. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 38 mwN; BSG SozR 3 – 2500 § 92 Nr 12 S. 70; Cle­mens, AöR 111 (1986), 63, 86 ff; Axer, Norm­set­zung der Exe­ku­ti­ve in der Sozi­al­ver­si­che­rung, 2000, S. 403 ff[]
  61. so aus­führ­lich und mit über­zeu­gen­den Argu­men­ten bereits LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11[]
  62. zu die­sem Kri­te­ri­um vgl. z.B. BSGE 81, 86, 90 = SozR 3 – 2500 § 87 Nr 18 S. 85 f[]
  63. vgl. hier­zu all­ge­mein z.B. BSGE 94, 50 = SozR 4 – 2500 § 72 Nr 2, RdNr 29, 39 ff[]
  64. inso­weit zwei­felnd K. Peters in Kass­Komm, § 240 SGB V RdNr 26, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2010[]
  65. vgl. den Über­blick bei Schnei­der-Dan­witz in juris­PK-SGB V, 2. Aufl 2012, § 197 RdNr 29 ff, 36 ff mwN[]
  66. dazu: Axer, SGb 2012, 501, 504; ders, KrV 2012, 37, 39; vgl. auch von Boetti­cher, SGb 2009, 15, 17[]
  67. vgl. zum Recht der RVO BSGE (GS) 58, 183, 205 = SozR 2200 § 180 Nr 27 S. 114[]
  68. so z.B. Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11; LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11; kri­tisch z.B. Axer, SGb 2012, 501, 503[]
  69. vgl. BVerfGE 126, 369, 391 = SozR 4 – 5050 § 22b Nr 9 RdNr 71 mwN[]
  70. BVerfGE 126, 369, 393 f = SozR aaO RdNr 75 mwN[]
  71. BVerfGK 10, 346, 353[]
  72. BVerfGK 16, 162, 167 f unter Hin­weis auf BVerwG, Beschluss vom 31.03.2008 – 9 B 30/​07 – Buch­holz 11 Art. 20 GG Nr 191; vgl. auch z.B. BVerw­GE 67, 129 ff; BVerwG, Urteil vom 07.04.1989 – 8 C 83/​87 – Buch­holz 406.11 § 132 BBauG Nr 43[]
  73. LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11; Säch­si­sches LSG, Urteil vom 25.01.2012 – L 1 KR 145/​11; Axer, KrV 2012, 37, 40; ders, SGb 2012, 501, 504; vgl. eben­so zu Hono­rar­ver­tei­lungs­maß­stä­ben bzw Hono­rar­ver­tei­lungs­ver­trä­gen Cle­mens in Wen­zel, Hand­buch des Fach­an­walts Medi­zin­recht, 3. Aufl 2012, Kap 13 RdNr 353[]
  74. BGBl I 2477[]
  75. so BSGE 70, 149, 152 = SozR aaO S. 27[]
  76. vgl. BVerfGE 126, 369, 393 f = SozR 4 – 5050 § 22b Nr 9 RdNr 75 mwN[]
  77. vgl. von Boetti­cher, SGb 2009, 15, 17[]
  78. im Ergeb­nis wie hier LSG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 26.01.2012 – L 16 KR 9/​11; Axer, SGb 2012, 501, 504[]
  79. zu den Gren­zen der Sat­zungs­au­to­no­mie nach bis 31.12.2008 gel­ten­dem Recht vgl. z.B. BSGE 70, 13 ff = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 6; BSG SozR 3 – 2500 § 240 Nr 7; BSGE 71, 137 ff = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 9; BSG SozR 3 – 2500 § 240 Nr 35[]
  80. vgl. z.B. BSGE 56, 101 ff = SozR 2200 § 180 Nr 15; BSGE 71, 237 ff = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 12[]
  81. zuletzt BSG, Urteil vom 21.12.2011 – B 12 KR 22/​09 R, BSGE 110, 62 = SozR 4 – 2500 § 240 Nr 16, RdNr 23 f mwN[]
  82. vgl. BSGE 71, 237, 241 f = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 12 S. 48 f[]
  83. vgl. BSGE 56, 101, 106 = SozR 2200 § 180 Nr 15 S. 46; BSGE 71, 237, 242/​243 = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 12 S. 49/​50[]
  84. BSG SozR 3 – 2500 § 240 Nr 35 S. 171 f[]
  85. BSGE 56, 101, 106 = SozR 2200 § 180 Nr 15 S. 46 f[]
  86. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und SPD, BT-Drucks 16/​3100 S. 163 zu Nr 157 Buchst a[]
  87. BSGE 110, 62 = SozR 4 – 2500 § 240 Nr 16, RdNr 35; aA Ger­lach in Hauck/​Noftz, SGB V, K § 240 RdNr 97, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung 12/​2011; Fahl­busch, RsDE 63 (2006), 51, 59[]
  88. BSG, aaO, Leit­satz; vgl. zur Rechts­la­ge nach dem BSHG: BSGE 87, 228 = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 34[]
  89. so BSG, Urteil vom 21.12.2011, aaO, RdNr 39[]
  90. BGBl I 453[]
  91. BSG, Urteil vom 21.12.2011, aaO[]
  92. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und FDP, BT-Drucks 17/​3404 S. 120 zu Nr 8 zu § 27b; Beh­rend in juris­PK-SGB XII, § 27b RdNr 3[]
  93. so Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und FDP, BT-Drucks 17/​3404 S. 127 zu Nr 23 (§ 42) []
  94. BSGE 91, 182 = SozR 4 – 3300 § 82 Nr 1; so aber Ger­lach in Hauck/​Noftz, SGB V, K § 240 RdNr 97, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung 12/​2011[]
  95. BSG, aaO, jeweils RdNr 8 f[]
  96. bzw nun­mehr § 27b Abs. 1 S. 2 SGB XII[]
  97. BSGE 87, 228, 234 = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 34 S. 161 f; BSG SozR 4 – 2500 § 240 Nr 1 RdNr 16, jeweils mwN[]
  98. vgl. erneut BSGE 56, 101, 104 = SozR 2200 § 180 Nr 15 S. 44; BSGE 71, 237, 241 f = SozR 3 – 2500 § 240 Nr 12 S. 48 f[]
  99. BSG, Urteil vom 21.12.2011 – B 12 KR 22/​09 R, BSGE 110, 62 = SozR 4 – 2500 § 240 Nr 16[]
  100. vgl. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und SPD zum GKV-WSG, BT-Drucks 16/​3100 S. 163 zu Nr 157 (§ 240) []