Pend­ler­pau­scha­le – Der Abschluss vor dem Bun­des­fi­nanz­hof

In einem der vier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­de­nen Ver­fah­ren zur sog. Pend­ler­pau­scha­le hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt dem beklag­ten Finanz­amt die gesam­ten Kos­ten des Ver­fah­rens auf­er­legt. Der BFH hat­te nur noch über die Kos­ten des Ver­fah­rens zu ent­schei­den, weil die Betei­lig­ten des Revi­si­ons­ver­fah­rens nach der Ent­schei­dung des BVerfG vom 9. Dezem­ber 2008, dass die seit 2007 gel­ten­de Rege­lung der Ent­fer­nungs­pau­scha­le ver­fas­sungs­wid­rig sei, den Rechts­streit in der Haupt­sa­che für erle­digt erklärt hat­ten.

Pend­ler­pau­scha­le – Der Abschluss vor dem Bun­des­fi­nanz­hof

Der BFH erleg­te die Kos­ten des gesam­ten Ver­fah­rens dem Finanz­amt auf, obwohl die Pend­ler­pau­scha­le nach der Ent­schei­dung des BVerfG für 2007 zunächst nur im Wege vor­läu­fi­ger Steu­er­fest­set­zung vom ers­ten Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter an gewährt wird. Die Finanz­ver­wal­tung setzt des­halb die Ent­schei­dung des BVerfG in den der­zeit erge­hen­den Ein­kom­men­steu­er­be­schei­den für 2007 der­zeit nur unter einem Vor­läu­fig­keits­ver­merk um. Nach Auf­fas­sung des BFH hat der Klä­ger unge­ach­tet der nun rück­wir­kend nur vor­läu­fig in vol­ler Höhe zu gewäh­ren­den Pend­ler­pau­scha­le mit sei­nem ursprüng­li­chen Antrag auf Ein­tra­gung eines höhe­ren Frei­be­trags für die Ent­fer­nung zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te in vol­lem Umfang Erfolg gehabt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 26. Febru­ar 2009 – VI R 17/​07