Revi­si­ons­zu­las­sung – und der qua­li­fi­zier­te Rechts­an­wen­dungs­feh­ler

Ein zur Zulas­sung der Revi­si­on füh­ren­den sog. qua­li­fi­zier­ter Rechts­an­wen­dungs­feh­ler ist gege­ben, wenn er von erheb­li­chem Gewicht und des­halb geeig­net ist, das Ver­trau­en der All­ge­mein­heit in die Recht­spre­chung zu beschä­di­gen. Dies ist nur bei offen­sicht­li­chen mate­ri­el­len oder for­mel­len Rechts­an­wen­dungs­feh­lern des Finanz­ge­richt i.S. einer will­kür­li­chen oder zumin­dest greif­bar gesetz­wid­ri­gen Ent­schei­dung der Fall [1].

Revi­si­ons­zu­las­sung – und der qua­li­fi­zier­te Rechts­an­wen­dungs­feh­ler

Der Hin­weis der Klä­ge­rin auf die feh­len­de Schlüs­sig­keit des vor­in­stanz­li­chen Urteils hin­ge­gen umschreibt ledig­lich einen (ver­meint­li­chen) mate­ri­el­len Rechts­feh­ler und ist nicht geeig­net, einen Zulas­sungs­grund i.S. von § 115 Abs. 2 FGO zu sub­stan­ti­ie­ren.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 29. März 2016 – I B 99/​14

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 19.07.2007 – V B 66/​06, BFH/​NV 2007, 2067[]