Steu­er­zin­sen und Land­wirt­schaft

Der Zins­lauf für die Ver­zin­sung von Steu­er­nach­for­de­run­gen und Steu­er­erstat­tun­gen beginnt nach § 233a Abs. 2 AO grund­sätz­lich 15 Mona­te nach Ablauf des Kalen­der­jah­res, in dem die Steu­er ent­stan­den ist. Davon abwei­chend beginnt er 21 Mona­te nach die­sem Zeit­punkt, wenn die Ein­künf­te aus Land- und Forst­wirt­schaft bei der erst­ma­li­gen Steu­er­fest­set­zung die ande­ren Ein­künf­te über­wie­gen.

Steu­er­zin­sen und Land­wirt­schaft

Die Ein­künf­te aus Land- und Forst­wirt­schaft, so der Bun­de­fi­nanz­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil, über­wie­gen die ande­ren Ein­künf­te, wenn sie höher sind als die­se. Sind die Ein­künf­te aus Land- und Forst­wirt­schaft nega­tiv, über­wie­gen die ande­ren Ein­künf­te, wenn die­se posi­tiv oder in gerin­ge­rem Umfang nega­tiv sind. Wer­den ande­re Ein­künf­te in zwei oder meh­re­ren Ein­kunfts­ar­ten erzielt, kommt es für den Ver­gleich auf die Sum­me oder, wenn dar­un­ter nicht nur posi­ti­ve Ein­künf­te sind, den Sal­do der ande­ren Ein­künf­te an.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Juli 2006 – IV R 5/​05