Die Aus­wir­kun­gen der hohen Anzahl an Asyl­be­wer­bern auf die Rechts­bran­che

Es ist schon rund zwei Jah­re her, dass Ange­la Mer­kel die Gren­ze aus huma­ni­tä­ren Grün­den öff­ne­te. Die juris­ti­sche Bewer­tung die­ser Ent­schei­dung ist zu kom­plex, um sie in die­sem Arti­kel dar­zu­le­gen, des­halb möch­ten wir an die­ser Stel­le ledig­lich auf einen Arti­kel zum Gut­ach­ten aus dem Sep­tem­ber 2017 ver­wei­sen. Wir wol­len uns

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Über­set­zung des schrift­li­chen Urteils

Hat ein der deut­schen Spra­che nicht mäch­ti­ger Ange­klag­ter einen Ver­tei­di­ger und wur­de die münd­li­che Urteils­be­grün­dung in sei­ne Mut­ter­spra­che über­tra­gen, besteht nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Braun­schweig kein Anspruch auf Über­set­zung des schrift­li­chen Urteils. Zwar sieht § 187 Abs. 2 Satz 1 GVG zur Aus­übung der pro­zes­sua­len Rech­te des Beschul­dig­ten in der Regel die

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Pro­zess­par­tei­en aus ande­ren EU-Staa­ten – und die Über­set­zungs­pflicht für Bele­ge

Für die grenz­über­schrei­ten­de Pro­zess­kos­ten­hil­fe inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on fin­den gemäß § 114 Abs. 1 Satz 2 ZPO ergän­zend die §§ 1076 bis 1078 ZPO Anwen­dung. Gemäß § 1076 Abs. 1 ZPO gel­ten für die grenz­über­schrei­ten­de Pro­zess­kos­ten­hil­fe inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on nach der Richt­li­nie 2003/​8/​EG des Rates vom 27.01.2003 zur Ver­bes­se­rung des Zugangs zum

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Über­set­zung des Straf­be­fehls – und die Ein­spruchs­frist

Bei der deut­schen Spra­che nicht mäch­ti­gen Ange­klag­ten ist die Zustel­lung der schrift­li­chen Über­set­zung des Straf­be­fehls Vor­aus­set­zung für den Lauf der Ein­spruchs­frist. § 37 Abs. 3 StPO ist im Straf­be­fehls­ver­fah­ren ana­log anzu­wen­den. Daher ist dem Ange­klag­ten der Straf­be­fehl zusam­men mit der Über­set­zung zuzu­stel­len, wenn ihm nach § 187 Abs. 1 und 2 GVG eine

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Über­set­zung eines Urteils in die Spra­che des Ange­klag­ten

Es besteht kei­ne Ver­pflich­tung des Gerichts, ein nicht rechts­kräf­ti­ges Urteil schrift­lich in die aus­län­di­sche Spra­che des Ange­klag­ten über­set­zen und die­ses zustel­len zu las­sen, wenn der der deut­schen Spra­che nicht mäch­ti­ge Ange­klag­te in der Haupt­ver­hand­lung anwe­send war, die Haupt­ver­hand­lung lau­fend durch einen Dol­met­scher für den Ange­klag­ten über­setzt wur­de und die­ser einen

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Über­set­zung von Per­so­nen­stands­ur­kun­den für das Nach­lass­ge­richt

Das Nach­lass­ge­richt ist, wenn es der ent­spre­chen­den Spra­che nicht selbst kun­dig ist, im Erb­scheins­ver­fah­ren berech­tigt, Über­set­zun­gen von Per­so­nen­stands­ur­kun­den durch einen nach Lan­des­recht ermäch­tig­ten oder bestell­ten Über­set­zers zu ver­lan­gen. Eine nota­ri­el­le Beglau­bi­gung der Unter­schrift des Urkun­den­über­set­zers kann nur ver­langt wer­den, wenn sich kon­kre­te und anders nicht auf­klär­ba­re Anhalts­punk­te für eine Fäl­schung

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Sei­ten­ho­no­ra­re für Über­set­zer

Der Bun­des­ge­richts­hof hält dar­an fest, dass der Über­set­zer eines bel­le­tris­ti­schen Wer­kes oder Sach­bu­ches, dem für die zeit­lich unbe­schränk­te und inhalt­lich umfas­sen­de Ein­räu­mung sämt­li­cher Nut­zungs­rech­te an sei­ner Über­set­zung ledig­lich ein für sich genom­men übli­ches und ange­mes­se­nes Sei­ten­ho­no­rar als Garan­tie­ho­no­rar zuge­sagt ist, gemäß § 32 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 2 UrhG eine

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Kla­gen auf eng­lisch

Gerichts­spra­che ist deutsch, § 184 GVG. Dies gilt auch vor dem Finanz­ge­richt, § 52 I FGO. Wie eine von einem des Deut­schen nicht mäch­ti­gen Aus­tra­li­ers in Eng­lisch erho­be­ne Kla­ge gleich­wohl zuläs­sig sein kann, zeigt ein Urteil des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf in einer Erb­schaft­steu­er­sa­che: Das Finanz­ge­richt sah die mit dem eng­lisch­spra­chi­gem Schrift­satz ein­ge­leg­te

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