Beson­ders schwe­rer Fall der Bei­hil­fe zum Betrug

Bei einem beson­ders schwe­ren Fall der Bei­hil­fe zum Betrug (§ 263 Abs. 3 StGB) muss sich die Tat für den Gehil­fen selbst als beson­ders schwe­rer Fall dar­stel­len.

Beson­ders schwe­rer Fall der Bei­hil­fe zum Betrug

Dies ist anhand der Regel­bei­spie­le des § 263 StGB in einer eige­nen Gesamt­wür­di­gung auf­grund des Gewichts der Bei­hil­fe­hand­lung fest­zu­stel­len 1.

Das Land­ge­richt, das im vor­lie­gen­den Fall den Straf­rah­men des § 263 Abs. 3 StGB gemäß § 27 Abs. 2 i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB gemil­dert hat, hät­te zudem prü­fen müs­sen, ob – bei Annah­me eines beson­ders schwe­ren Falls der Bei­hil­fe zum Betrug – der ver­typ­te Mil­de­rungs­grund des § 27 Abs. 2 StGB geeig­net gewe­sen wäre, allein oder zusam­men mit den übri­gen Mil­de­rungs­grün­den die Annah­me eines beson­ders schwe­ren Falls aus­zu­schlie­ßen, zumal der Straf­rah­men des § 263 Abs. 1 StGB für den Ange­klag­ten güns­ti­ger gewe­sen wäre 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. März 2016 – 2 StR 36/​15

  1. BGH, Beschluss vom 31.07.2012 – 5 StR 188/​12, NStZ-RR 2012, 342, 343[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 05.03.2014 – 2 StR 616/​12, NJW 2015, 2595, 2599; BGH, Beschluss vom 24.04.2003 – 4 StR 94/​03, NStZ-RR 2003, 297[]