Die Ein­zel­frei­heits­stra­fe unter sechs Mona­ten

Die Fest­set­zung einer Frei­heits­stra­fe unter sechs Mona­ten hat regel­mä­ßig nur Bestand, wenn sie sich auf­grund einer Gesamt­wür­di­gung aller die Tat und den Täter kenn­zeich­nen­den Umstän­de als unver­zicht­bar erweist (§ 47 Abs. 1 StGB) und dies in den Urteils­grün­den dar­ge­stellt wird [1].

Die Ein­zel­frei­heits­stra­fe unter sechs Mona­ten

Die gleich­zei­ti­ge Ver­ur­tei­lung des Ange­klag­ten zu einer hohen Frei­heits­stra­fe macht die Erör­te­rung nicht ent­behr­lich; die Prü­fung ist viel­mehr für jede ein­zel­ne Tat vor­zu­neh­men [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Juni 2020 – 3 StR 135/​20

  1. s. BGH, Urtei­le vom 08.05.1996 – 3 StR 133/​96, BGHR StGB § 47 Abs. 1 Umstän­de 7; vom 08.04.2004 – 3 StR 465/​03, NStZ 2004, 554[]
  2. s. BGH, Beschluss vom 20.12.1989 – 3 StR 453/​89, BGHR StGB § 47 Abs. 1 Umstän­de 4[]