Die Revi­si­on der Staats­an­walt­schaft – und die ein­schrän­ken­de Revi­si­ons­be­grün­dung

Wider­spre­chen sich der Revi­si­ons­an­trag und der Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung, ist unter Berück­sich­ti­gung von Nr. 156 Abs. 2 RiSt­BV das Angriffs­ziel durch Aus­le­gung zu ermit­teln 1.

Die Revi­si­on der Staats­an­walt­schaft – und die ein­schrän­ken­de Revi­si­ons­be­grün­dung

Dies ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn die Staats­an­walt­schaft zwar in ihrer Revi­si­ons­be­grün­dungs­schrift einen Auf­he­bungs­an­trag ohne Beschrän­kung for­mu­liert hat, ihr Rechts­mit­tel aber nur inso­weit begrün­det, als es ein­zel­ne Taten oder Ange­klag­te betrifft.

Wider­spre­chen sich der Revi­si­ons­an­trag und der Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung, ist unter Berück­sich­ti­gung von Nr. 156 Abs. 2 RiSt­BV das Angriffs­ziel durch Aus­le­gung zu ermit­teln 1.

Dies führt hier zu einer nach­träg­li­chen Beschrän­kung, mit wel­cher – der Sache nach – das zunächst unbe­schränkt ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel teil­wei­se hin­sicht­lich der in der Revi­si­ons­be­grün­dung als Angriffs­ziel nicht erwähn­ten Taten bzw. Ange­klag­ten – zurück­ge­nom­men wur­de. Das Revi­si­ons­ge­richt stellt in einem sol­chen Fall fest, dass die Revi­si­on inso­weit zurück­ge­nom­men wur­de.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Okto­ber 2017 – 2 StR 529/​16

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 11.06.2014 – 2 StR 90/​14, NStZ-RR 2014, 285; vom 22.02.2017 – 5 StR 545/​16; vom 26.04.2017 – 2 StR 47/​17, NStZ-RR 2017, 201; vom 06.07.2017 – 4 StR 415/​16; und vom 20.09.2017 – 1 StR 112/​17[][]