In dubio pro reo – Entscheidungsregel, nicht Beweisregel

Der Grundsatz „in dubio pro reo“ ist keine Beweis, sondern eine Entscheidungsregel, die das Gericht erst dann zu befolgen hat, wenn es nach abgeschlossener Beweiswürdigung nicht die volle Überzeugung von der Täterschaft zu gewinnen vermag.

In dubio pro reo – Entscheidungsregel, nicht Beweisregel

Auf einzelne Elemente der Beweiswürdigung ist er grundsätzlich nicht anzuwenden1. Keinesfalls gilt er für entlastende Indiztatsachen2.

, Urteil vom 1. Februar 2017 – 2 StR 78/16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 05.11.2014 – 1 StR 327/14 Rn. 44, NStZ-RR 2015, 83, 85 mwN[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 27.06.2001 – 3 StR 136/01, BGHR StPO § 261 Beweiswürdigung 24[]
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