Rechts­mit­tel­ver­zicht nach Ver­stän­di­gung im Straf­ver­fah­ren

Der nach einer Ver­stän­di­gung wirk­sam erklär­te Rechts­mit­tel­ver­zicht führt – in Ver­bin­dung mit dem Rechts­mit­tel­ver­zicht der ande­ren rechts­mit­tel­be­rech­tig­ten Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten – die Rechts­kraft unmit­tel­bar her­bei [1].

Rechts­mit­tel­ver­zicht nach Ver­stän­di­gung im Straf­ver­fah­ren

Der durch das Gesetz zur Rege­lung der Ver­stän­di­gung im Straf­ver­fah­ren vom 29. Juli 2009 [2] ein­ge­führ­te § 302 Abs. 1 Satz 2 StPO, wonach ein Rechts­mit­tel­ver­zicht aus­ge­schlos­sen ist, wenn dem Urteil eine Ver­stän­di­gung nach § 257c StPO vor­aus­ge­gan­gen ist, besei­tigt die vor Inkraft­tre­ten des Geset­zes bereits ein­ge­tre­te­ne Rechts­kraft nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Sep­tem­ber 2009 – 1 StR 376/​09

  1. BGHSt 50, 40[]
  2. BGBl I S. 2353[]