Straf­zu­mes­sung – nach Auf­he­bung und Zurück­ver­wei­sung in der Revi­si­ons­in­stanz

Für die Fra­ge, wann Schuld­spruch und Straf­zu­mes­sung so mit­ein­an­der ver­knüpft sind, dass ein die Straf­bar­keit erhö­hen­der oder min­dern­der Umstand eine dop­pel­re­le­van­te Tat­sa­che dar­stellt, kommt es neben der beson­de­ren Lage des Ein­zel­falls auf die Trenn­bar­keit von den bin­den­den Fest­stel­lun­gen an.

Straf­zu­mes­sung – nach Auf­he­bung und Zurück­ver­wei­sung in der Revi­si­ons­in­stanz

Ob es sich dabei um einen Umstand han­delt, der der Tat­aus­füh­rung das ent­schei­den­de Geprä­ge gibt, von ihm also nicht trenn­bar ist, wird von dem Grund­satz der Ein­heit­lich­keit und Wider­spruchs­frei­heit der Urteils­grün­de bestimmt.

Die Gewerbs­mä­ßig­keit als Hand­lungs­mo­ti­va­ti­on im Rah­men der Ver­wirk­li­chung eines Regel­bei­spiels ist – anders als die von der Bin­dungs­wir­kung erfass­ten sub­jek­ti­ven Ele­men­te der Tat­be­ge­hung – in der Regel vom Tat­ge­sche­hen abtrenn­bar, ohne die inne­re Ein­heit der Urteils­grün­de zu gefähr­den.

So hat­te auch die Revi­si­on in dem hier erneut vom Bun­des­ge­richts­hof beur­teil­ten Fall Erfolg; der Straf­aus­spruch, über den allein noch zu ent­schei­den war, wies nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs durch­grei­fen­de Rechts­feh­ler auf; denn das Land­ge­richt hat den Umfang der inner­pro­zes­sua­len Bin­dung an die Fest­stel­lun­gen des ers­ten in die­ser Sache ergan­ge­nen Urteils ver­kannt.

Denn das Land­ge­richt hat sei­ne Straf­zu­mes­sung auf Fest­stel­lun­gen des Urteils im ers­ten Rechts­gang gestützt, die – weil hier allein den Straf­aus­spruch betref­fend – durch den Beschluss des Bun­des­ge­richts­hofs im ers­ten Revi­si­ons­ver­fah­ren mit auf­ge­ho­ben waren [1]. Den Straf­zu­mes­sungs­er­wä­gun­gen fehlt inso­weit die tat­sa­chen­ge­stütz­te Grund­la­ge und eine eige­ne Bewer­tung die­ser Tat­sa­chen.

Hebt das Revi­si­ons­ge­richt ein Urteil in Anwen­dung des § 353 Abs. 2 StPO im Straf­aus­spruch mit den dazu­ge­hö­ri­gen Fest­stel­lun­gen auf, so bezieht sich die­se Auf­he­bung auf sol­che Umstän­de tatrich­ter­li­cher Sach­ver­halts­fest­stel­lung, die aus­schließ­lich die Straf­fra­ge betref­fen. Hin­sicht­lich des nicht bean­stan­de­ten Schuld­spruchs tritt Teil­rechts­kraft ein. Tatrich­ter­li­che Fest­stel­lun­gen, die aus­schließ­lich die Schuld­fra­ge betref­fen, und sol­che, die als dop­pel­re­le­van­te Umstän­de zugleich für Schuld- und Straf­fra­ge von Bedeu­tung sind, blei­ben auf­recht­erhal­ten und sind für das wei­te­re Ver­fah­ren bin­dend [2].

Eine Bin­dung des neu­en Tat­ge­richts an das inso­weit teil­wei­se auf­ge­ho­be­ne Urteil besteht in der Regel hin­sicht­lich fest­ge­stell­ter Sach­ver­halts­um­stän­de, in denen die gesetz­li­chen Merk­ma­le der dem Ange­klag­ten zur Last geleg­ten Straf­tat gefun­den wor­den sind und an sol­che Bestand­tei­le der Sach­ver­halts­schil­de­rung, aus denen das frü­he­re Tat­ge­richt im Rah­men der Beweis­wür­di­gung sei­ne Über­zeu­gung von der Schuld des Ange­klag­ten abge­lei­tet hat. Hier­un­ter sol­len sol­che Umstän­de fal­len, die das Tat­ge­sche­hen im Sin­ne eines geschicht­li­chen Vor­gangs näher beschrei­ben, zum Bei­spiel die Umstän­de schil­dern, die der Tat­aus­füh­rung das ent­schei­den­de Geprä­ge gege­ben haben [3]. Es kann von den Schuld­spruch ledig­lich illus­trie­ren­den, ihn aber nicht beein­flus­sen­den Tat­sa­chen gespro­chen wer­den [4].

Inso­weit darf der neue Tatrich­ter kei­ne neu­en, den bis­he­ri­gen wider­spre­chen­de Fest­stel­lun­gen tref­fen und sei­ner Ent­schei­dung zugrun­de legen [5]. Dies folgt aus dem Grund­satz der Ein­heit­lich­keit und damit not­wen­di­gen Wider­spruchs­frei­heit der Ent­schei­dung, der unab­hän­gig davon Gül­tig­keit bean­sprucht, ob ein Urteil über die Schuld- und Straf­fra­ge gleich­zei­tig ent­schei­det, oder ob nach rechts­kräf­ti­gem Schuld­spruch die Stra­fe auf­grund einer zum Straf­aus­spruch erfolg­rei­chen Revi­si­on neu fest­ge­setzt wird [6]. Der neue Tatrich­ter muss die bestehen geblie­be­nen Fest­stel­lun­gen des­we­gen weder wie­der­ho­len noch hier­auf Bezug neh­men [7].

Das Merk­mal der gewerbs­mä­ßi­gen Bege­hung nach § 95 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 lit. b AMG ist – anders als bei der Aus­ge­stal­tung der Gewerbs­mä­ßig­keit als Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stands­merk­mal, wie z.B. in § 152a Abs. 3 StGB oder § 4 Abs. 4 Nr. 2 lit. b Anti-Doping-Gesetz – kein tat­be­stands­be­grün­den­des und mit­hin den Schuld­spruch unmit­tel­bar tra­gen­des Ele­ment. Es han­delt sich nach der Geset­zes­tech­nik um ein Regel­bei­spiel für einen Straf­er­schwe­rungs­grund [8]. Zwar cha­rak­te­ri­sie­ren sol­che Regel­bei­spie­le ähn­lich wie selb­stän­di­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­de einen erhöh­ten, in der Regel zur Straf­rah­men­ver­schie­bung füh­ren­den Unrechts- und Schuld­ge­halt. Den­noch sind die Merk­ma­le der Regel­bei­spie­le kei­ne Tat­be­stands­merk­ma­le, da ihre Indi­zwir­kung durch das Hin­zu­tre­ten von beson­de­ren straf­mil­dern­den Umstän­de ent­kräf­tet wer­den kann [9]. Damit han­delt es sich auch nicht um den Schuld­spruch tra­gen­de Fest­stel­lun­gen. Infol­ge­des­sen muss für sie gel­ten, was für ande­re Umstän­de gilt, wel­che die Straf­bar­keit erhö­hen [10].

Die gewerbs­mä­ßi­ge Bege­hung nach § 95 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 lit. b AMG stellt jeden­falls im hier vor­lie­gen­den Fall auch kei­nen dop­pel­re­le­van­ten Umstand in dem beschrie­be­nen Sin­ne dar.

Für die Fra­ge, wann Schuld­spruch und Straf­zu­mes­sung so mit­ein­an­der ver­knüpft sind, dass ein die Straf­bar­keit erhö­hen­der oder min­dern­der Umstand eine dop­pel­re­le­van­te Tat­sa­che dar­stellt, kommt es neben der beson­de­ren Lage des Ein­zel­falls [11] auf die Trenn­bar­keit von den bin­den­den Fest­stel­lun­gen an [12]. Die Bestim­mung, ob es sich um einen Umstand han­delt, der der Tat­aus­füh­rung das ent­schei­den­de Geprä­ge gibt, es mit­hin im Sin­ne eines geschicht­li­chen Vor­gangs näher beschreibt, wird dabei von dem Grund­satz der Ein­heit­lich­keit und Wider­spruchs­frei­heit der Urteils­grün­de über­wölbt und dar­an aus­ge­rich­tet. Hier­in liegt der Unter­schied zum pro­zes­sua­len Tat­be­griff nach § 264 StPO, der der Bestim­mung der Reich­wei­te der Kogni­ti­ons­pflicht des Gerichts und des bei Abur­tei­lung ein­tre­ten­den Straf­kla­ge­ver­brauchs dient [13]. Geschicht­li­cher Vor­gang in einem von der inne­ren Ein­heit der Urteils­grün­de – und nicht wie beim pro­zes­sua­len Tat­be­griff von der Ver­mei­dung einer unna­tür­li­chen Auf­spal­tung eines ein­heit­li­chen Lebens­vor­gan­ges – gepräg­ten Sin­ne sind danach die den Schuld­spruch näher beschrei­ben­den Fest­stel­lun­gen über die ein­zel­nen, auch außer­tat­be­stand­li­chen Tat­mo­da­li­tä­ten, die Hand­lungs­ab­läu­fe und die Iden­ti­tät der Han­deln­den, die über das Min­dest­maß an Tat­sa­chen hin­aus­ge­hen, ohne das der Schuld­spruch über­haupt kei­nen Bestand hät­te [14]. Ist es danach mög­lich, einen Umstand her­aus­zu­lö­sen und inso­weit abwei­chen­de Fest­stel­lun­gen zu tref­fen, ohne die inne­re Ein­heit der Urteils­grün­de in Fra­ge zu stel­len, wird es sich in der Regel nicht um eine dop­pel­re­le­van­te Tat­sa­che han­deln.

Dem ent­spricht es, dass eine Beur­tei­lung, ob der Straf­schär­fungs­grund des gewerbs­mä­ßi­gen Han­delns gege­ben ist, in der Regel mög­lich ist, ohne dass die bestands­kräf­ti­gen Fest­stel­lun­gen hier­durch berührt wer­den. Denn die die­ser Beur­tei­lung zugrun­de lie­gen­den Tat­sa­chen sind nach der "Denk­fol­ge", die das Gericht bei der Ent­schei­dung ein­zu­hal­ten hat, abtrenn­bar [15]. Die gewerbs­mä­ßi­ge Bege­hung hat auf das eigent­li­che Tat­bild kei­nen Ein­fluss, ist für die Tat­aus­füh­rung nicht ent­schei­dend prä­gend, so dass die inne­re Ein­heit der Urteils­grün­de ohne eine Bin­dungs­wir­kung grund­sätz­lich nicht gefähr­det ist. Das unter­schei­det die­ses Regel­bei­spiel auch von den Regel­bei­spie­len des § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, Nr. 2 oder Nr. 4 StGB, die Umstän­de des äuße­ren Tat­ge­sche­hens als straf­schär­fen­des Merk­mal erfas­sen [16].

Eine sol­che, eben nicht durch die Tat im Sin­ne von § 264 StPO gepräg­te Aus­le­gung des Begriffs der dop­pel­re­le­van­ten Tat­sa­chen wird belegt durch die dies­be­züg­li­che Hand­ha­bung der Vor­aus­set­zun­gen und der Anwend­bar­keit des § 21 StGB durch die Recht­spre­chung. Danach sind die Fest­stel­lun­gen zur erheb­li­chen Ver­min­de­rung der Schuld­fä­hig­keit aus­schließ­lich dem Rechts­fol­gen­aus­spruch zuge­hö­rig [17]. Zwar han­delt es sich bei den Vor­aus­set­zun­gen des § 21 StGB um Umstän­de, die im Rah­men des kon­kre­ten geschicht­li­chen Vor­komm­nis­ses nach § 264 StPO im Sin­ne eines zeit­lich abge­schlos­se­nen Vor­gangs ver­wirk­licht sind. Sie sind aber – jeden­falls solan­ge das Revi­si­ons­ge­richt bei der vor­her­ge­hen­den Ent­schei­dung eine Beein­flus­sung des Schuld­spruchs durch Annah­me von nicht aus­schließ­ba­rer Schuld­un­fä­hig­keit aus­schlie­ßen konn­te – vom Schuld­spruch in der Regel wider­spruchs­frei trenn­bar und für das Geprä­ge der Tat­aus­füh­rung nicht ent­schei­dend. Eine vom ers­ten Urteil abwei­chen­de Beur­tei­lung der Vor­aus­set­zun­gen des § 21 StGB wür­de das Tat­ge­sche­hen nicht im Sin­ne eines ande­ren geschicht­li­chen Vor­gangs umschrei­ben [18]. Es mag zwar im Ein­zel­fall denk­bar sein, dass die neu fest­ge­stell­ten Anknüp­fungs­punk­te für die Vor­aus­set­zun­gen des § 21 StGB den bin­den­den Fest­stel­lun­gen zum Tat­her­gang [19] hier­zu wider­spre­chen, an sol­chen Fest­stel­lun­gen wäre das Tat­ge­richt aller­dings schon nach den all­ge­mei­nen Regeln im Hin­blick auf die inne­re Ein­heit der Urteils­grün­de gehin­dert [20].

Etwas ande­res ergibt sich auch nicht vor dem Hin­ter­grund, dass sub­jek­ti­ve Ele­men­te der Tat­be­ge­hung wie Beweg­grün­de bzw. das tat­aus­lö­sen­de Moment [21] als dop­pel­re­le­van­te Tat­sa­chen anzu­se­hen sind, die trotz Auf­he­bung des Straf­aus­spruchs das neu zustän­di­ge Tat­ge­richt bin­den. Dafür, dass die Gewerbs­mä­ßig­keit nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung hier­von nicht erfasst sein soll, spricht schon, dass die die­se betref­fen­den und eine Bin­dungs­wir­kung inso­weit ein­deu­tig ver­nei­nen­den Ent­schei­dun­gen [22] zu kei­nem Zeit­punkt auf­ge­ge­ben oder rela­ti­viert wor­den sind [23].

Zwar han­delt es sich bei der Gewerbs­mä­ßig­keit auch um eine Hand­lungs­mo­ti­va­ti­on. Denn gewerbs­mä­ßig han­delt, wer sich durch wie­der­hol­te Tat­be­ge­hung eine nicht nur vor­über­ge­hen­de Ein­nah­me­quel­le von eini­gem Umfang und eini­ger Dau­er ver­schaf­fen will. Liegt die­se Absicht vor, ist bereits die ers­te Tat als gewerbs­mä­ßig began­gen ein­zu­stu­fen, auch wenn es ent­ge­gen den ursprüng­li­chen Inten­tio­nen des Täters zu wei­te­ren Taten nicht kommt. Ob die Ange­klag­ten gewerbs­mä­ßig gehan­delt haben, beur­teilt sich nach ihren ursprüng­li­chen Pla­nun­gen sowie ihrem tat­säch­li­chen, straf­recht­lich rele­van­ten Ver­hal­ten über den gesam­ten ihnen jeweils anzu­las­ten­den Tat­zeit­raum [24]. Dem­nach hebt sich die Gewerbs­mä­ßig­keit als Hand­lungs­mo­ti­va­ti­on aber von den von der Bin­dungs­wir­kung erfass­ten sub­jek­ti­ven Ele­men­ten der Tat­be­ge­hung ab. Wäh­rend letz­te­re das Tat­ge­sche­hen maß­geb­lich prä­gen, von ihm als geschicht­li­chen Vor­gang nicht los­lös­bar sind, ohne den­sel­ben umzu­schrei­ben, gilt dies für die Gewerbs­mä­ßig­keit in der Regel nicht. Das liegt dar­an, dass der maß­geb­li­che Bezugs­punkt für die zugrun­de lie­gen­de beson­de­re sub­jek­ti­ve Ein­stel­lung des Täters – anders als das Merk­mal des Eigen­nut­zes [25] oder die Gewinn­ab­sicht [26] – nicht die kon­kre­te Tat ist, son­dern dar­über hin­aus­reicht. Der beson­de­re Unrechts­ge­halt liegt gera­de in der auf die Bege­hung wei­te­rer Taten gerich­te­ten Pla­nung. Die die Gewerbs­mä­ßig­keit begrün­den­den Umstän­de kön­nen des­we­gen in der Regel hin­zu­ge­dacht oder hin­weg­ge­dacht wer­den, ohne dass der den Schuld­spruch tra­gen­de Gesche­hens­ab­lauf hier­von berührt wür­de.

Sol­chen Fest­stel­lun­gen frei­lich, die dar­auf hin­aus­lie­fen, der Ange­klag­te habe bei den Taten nicht mit der Absicht gehan­delt, Ein­künf­te zu erzie­len, wür­de die Bin­dungs­wir­kung ent­ge­gen­ste­hen. Denn der Tat­be­stand des Inver­kehr­brin­gens ist aus­weis­lich der Fest­stel­lun­gen des ers­ten Urteils durch Ver­kauf der Sub­stan­zen ver­wirk­licht wor­den. Die­ser Umstand gehört damit zu den den Schuld­spruch tra­gen­den, das Tat­ge­sche­hen prä­gen­den und mit­hin bin­den­den Fest­stel­lun­gen. Ob aber die­ser Ver­kauf von der Absicht getra­gen war, zukünf­tig wei­te­re sol­che Taten zu bege­hen, um sich hier­aus eine nicht uner­heb­li­che Ein­nah­me­quel­le zu ver­schaf­fen, kann das neu zustän­di­ge Tat­ge­richt regel­mä­ßig und auch im vor­lie­gen­den Fall prü­fen und bewer­ten, ohne sich mit dem bin­dend gewor­de­nen Teil der Fest­stel­lun­gen in Kon­flikt zu set­zen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Juni 2017 – – 1 StR 458/​16

  1. vgl. jeweils zur gewerbs­mä­ßi­gen Bege­hung BGH, Beschlüs­se vom 29.05.2012 – 3 StR 156/​12, wis­tra 2012, 356; vom 22.04.2008 – 3 StR 52/​08; all­ge­mein zu beson­ders schwe­ren Fäl­len; und vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 18; a.A. Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 60. Aufl., § 353 Rn.20 unter Bezug­nah­me auf die oben zitier­ten Ent­schei­dun­gen, die die­se Ansicht jedoch nicht tra­gen; abw. noch bis zur 57. Aufl.[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 27.10.2015 – 3 StR 363/​15, StV 2017, 520; vom 10.06.2015 – 1 StR 217/​15; und vom 29.09.2009 – 3 StR 301/​09, NStZ-RR 2010, 74; Urteil vom 14.01.1982 – 4 StR 642/​81, BGHSt 30, 340; kri­tisch Grün­wald JR 1980, 303, 305; ders. JZ 1966, 106, 109; Kem­per, Hori­zon­ta­le Teil­rechts­kraft des Schuld­spruchs, 1993[]
  3. BGH, Beschluss vom 27.10.2015 – 3 StR 363/​15, StV 2017, 520; Urteil vom 12.06.2014 – 3 StR 139/​14, NStZ 2015, 182; Beschluss vom 29.09.2009 – 3 StR 301/​09, NStZ-RR 2010, 74; Urteil vom 30.11.2005 – 5 StR 344/​05, NStZ-RR 2006, 317; Beschlüs­se vom 17.11.1998 – 4 StR 528/​98, StV 1999, 417; und vom 11.12 1986 – 1 StR 574/​86, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 1; Urteil vom 14.01.1982 – 4 StR 642/​81, BGHSt 30, 340; Beschluss vom 17.12 1971 – 2 StR 522/​71, BGHSt 24, 274; enger BGH, Urteil vom 06.05.1981 – 2 StR 105/​81: Umstand bezieht sich auch auf den Schuld­spruch; BGH, Urteil vom 24.03.1981 – 1 StR 688/​80, NStZ 1981, 448: untrenn­bar mit dem Schuld­spruch ver­bun­den; vgl. auch LR/​Franke, StPO, 26. Aufl., § 353 Rn. 29 ff.[]
  4. vgl. Bruns, Teil­rechts­kraft und inner­pro­zes­sua­le Bin­dungs­wir­kung des Straf­ur­teils, 1961, S. 58, 81 ff. mwN und mit einer kri­ti­schen Dar­stel­lung der die Bin­dungs­wir­kung aus­wei­ten­den Ent­wick­lung der Recht­spre­chung[]
  5. BGH, Beschlüs­se vom 31.10.1995 – 1 StR 454/​95, NStZ-RR 1996, 203; vom 21.10.1987 – 2 StR 345/​87, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 4; und vom 21.05.1987 – 2 StR 166/​87, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 2[]
  6. BGH, Urteil vom 09.04.2015 – 4 StR 585/​14; Beschlüs­se vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359; und vom 19.12 1956 – 4 StR 524/​56, BGHSt 10, 71, 74; diff. Kem­per aaO S. 322, 329[]
  7. BGH, Urteil vom 09.04.2015 – 4 StR 585/​14, NStZ 2015, 600; Beschluss vom 13.05.2003 – 1 StR 133/​03, Stra­Fo 2003, 384; Urteil vom 24.09.1987 – 4 StR 413/​87, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 3[]
  8. Raum in Kügel/​Müller/​Hofmann, AMG, 2. Aufl., § 95 Rn. 47 mwN[]
  9. grund­sätz­lich hier­zu BGH, Urteil vom 31.03.2004 – 2 StR 482/​03, NJW 2004, 2394[]
  10. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359; und vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 18[]
  11. vgl. BGH, Urteil vom 24.03.1981 – 1 StR 688/​80, NStZ 1981, 448; Beschluss vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359 mit der Dar­stel­lung der Ent­wick­lung der Recht­spre­chung; Beschluss vom 24.07.1963 – 4 StR 168/​63, BGHSt 19, 46, 48; Ern­e­mann in Fest­schrift für Mey­er-Goß­ner, S. 619, 622[]
  12. BGH, Urteil vom 24.03.1981 – 1 StR 688/​80, NStZ 1981, 448: untrenn­bar mit dem Schuld­spruch ver­bun­den; Beschluss vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359; gegen die Annah­me einer Trenn­bar­keit Kem­per aaO S.201 ff., 257 ff. mwN, der sel­ber von "100 % Dop­pel­re­le­vanz" und einem umfas­sen­den Beweis­erhe­bungs­ge­bot zum Straf­zu­mes­sungs­sach­ver­halt aus­geht[]
  13. vgl. BGH, Beschluss vom 18.10.2016 – 3 StR 186/​16, Stra­Fo 2017, 26 mwN; Rad­tke in Hohmann/​Radtke, StPO, § 264 Rn. 6 ff.[]
  14. BGH, Urteil vom 14.01.1982 – 4 StR 642/​81, BGHSt 30, 340; enger noch RG, Urteil vom 29.01.1935 – 4 D 981/​34, RGSt 69, 110, 114[]
  15. vgl. zur gleich­ge­la­ger­ten Fra­ge der Beschränk­bar­keit des Rechts­mit­tels, BGH, Beschluss vom 24.07.1963 – 4 StR 168/​63, BGHSt 19, 46, 48[]
  16. vgl. BGH, Beschluss vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359: Dop­pel­re­le­vanz in der Regel gege­ben [zur Beschränk­bar­keit des Rechts­mit­tels]; vgl. aber auch BGH, Beschluss vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 18: Dop­pel­re­le­vanz für Vor­aus­set­zun­gen und Anwend­bar­keit beson­ders schwe­re Fäl­le pau­schal abge­lehnt[]
  17. BGH, Beschlüs­se vom 27.10.2015 – 3 StR 363/​15, StV 2017, 520; vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 – II Teil­rechts­kraft 18; und vom 10.05.1995 – 2 StR 160/​95, BGHR StPO § 353 – II Teil­rechts­kraft 16; kri­tisch hier­zu Ern­e­mann in Fest­schrift für Mey­er-Goß­ner, S. 619, 622[]
  18. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 30.11.2005 – 5 StR 344/​05, NJW 2006, 3794; Beschlüs­se vom 17.11.1998 – 4 StR 528/​98, StV 1999, 417; und vom 31.10.1995 – 1 StR 454/​95, NStZ-RR 1996, 203[]
  19. vgl. BGH aaO; Beschlüs­se vom 17.11.1998 – 4 StR 528/​98, NStZ 1999, 149; und vom 03.11.1998 – 4 StR 523/​98, NStZ 1999, 154; Urteil vom 14.01.1982 – 4 StR 642/​81, BGHSt 30, 340[]
  20. vgl. BGH, Beschluss vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 18[]
  21. BGH, Urteil vom 12.06.2014 – 3 StR 139/​14, NStZ 2015, 182; Beschlüs­se vom 16.05.2002 – 3 StR 124/​02, NStZ-RR 2003, 101; und vom 11.12 1987 – 2 StR 635/​87, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 5; Urtei­le vom 14.01.1982 – 4 StR 642/​81, BGHSt 30, 340; und vom 06.05.1981 – 2 StR 105/​81; zum Motiv BGH, Urteil vom 24.03.1981 – 1 StR 688/​80, NStZ 1981, 448; Beschluss vom 23.02.1978 – 2 StR 728/​78 hat­te die Fra­ge der Dop­pel­re­le­vanz des Tat­mo­tivs noch offen­ge­las­sen[]
  22. BGH, Beschlüs­se vom 29.05.2012 – 3 StR 156/​12, wis­tra 2012, 356; und vom 22.04.2008 – 3 StR 52/​08; vgl. all­ge­mein zu beson­ders schwe­ren Fäl­len BGH, Beschluss vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 18[]
  23. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 12.06.2014 – 3 StR 139/​14, NStZ 2015, 182: weit­ge­hen­de For­mu­lie­rung hin­sicht­lich der Bin­dungs­wir­kung: nur inso­weit kei­ne Bin­dung als nicht zum Tat­ge­sche­hen gehö­rend; Beschluss vom 27.10.2015 – 3 StR 363/​15, StV 2017, 520 [sog. Rück­läu­fer zu 3 StR 139/​14]: Fest­stel­lun­gen zur erheb­lich ver­min­der­ten Schuld­fä­hig­keit gehö­ren nur zum Rechts­fol­gen­aus­spruch[]
  24. st. Rspr.; sie­he nur BGH, Urteil vom 17.06.2004 – 3 StR 344/​03, BGHSt 49, 177, 181[]
  25. vgl. BGH, Urteil vom 24.03.1981 – 1 StR 688/​80, NStZ 1981, 448[]
  26. BGH, Beschluss vom 11.12 1987 – 2 StR 635/​87, BGHR StPO § 353 Abs. 2 Teil­rechts­kraft 5[]