Umwand­lung einer GmbH in eine GbR – und die Anteils­über­tra­gung zwi­schen Beschluss und Ein­tra­gung

Gesell­schaf­ter der mit dem Form­wech­sel ent­ste­hen­den Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts wer­den grund­sätz­lich die­je­ni­gen, die im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der neu­en Rechts­form bzw. der Umwand­lung (§ 235 Abs. 1 UmwG) in das Regis­ter Anteils­in­ha­ber des form­wech­seln­den Rechts­trä­gers sind, § 202 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 UmwG, nicht etwa die­je­ni­gen, die zum Zeit­punkt der Fas­sung des Umwand­lungs­be­schlus­ses Anteils­in­ha­ber sind 1.

Umwand­lung einer GmbH in eine GbR – und die Anteils­über­tra­gung zwi­schen Beschluss und Ein­tra­gung

Dass die neue Gesell­schafter­lis­te erst nach der Ein­tra­gung der Umwand­lung zum Han­dels­re­gis­ter ein­ge­reicht wur­de, ist ohne Bedeu­tung für die Wirk­sam­keit der Über­tra­gung der Geschäfts­an­tei­le.

Nach § 16 Abs. 1 GmbHG betrifft die Gesell­schafter­lis­te die Legi­ti­ma­ti­on gegen­über der Gesell­schaft, aber berührt nicht die mate­ri­el­le Rechts­stel­lung als Gesell­schaf­ter 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Ver­sä, umnis­ur­teil vom 18. Okto­ber 2016 – II ZR 314/​15

  1. Meis­ter/​Klöcker in Kall­mey­er, UmwG, 5. Aufl., § 202 Rn. 30[]
  2. vgl. nur Bay­er in Lutter/​Hommelhoff, GmbHG, 19. Aufl., § 16 Rn. 29 mwN[]