Haf­tung für Flug­ge­päck

Die Klau­seln in sei­nen All­ge­mei­nen Beför­de­rungs­be­din­gun­gen eines Luft­fahrt­un­ter­neh­mens

Haf­tung für Flug­ge­päck

"Im auf­zu­ge­ben­den Gepäck des Flug­gas­tes dür­fen zer­brech­li­che oder ver­derb­li­che Gegen­stän­de, Com­pu­ter oder sons­ti­ge elek­tro­ni­sche Gerä­te, Geld, Juwe­len, Edel­me­tal­le, Wert­pa­pie­re, Effek­ten und ande­re Wert­sa­chen und fer­ner Geschäfts­pa­pie­re und Mus­ter nicht ent­hal­ten sein; der Luft­fracht­füh­rer darf die Beför­de­rung als auf­zu­ge­ben­des Gepäck ver­wei­gern."

und

"Der Luft­fracht­füh­rer haf­tet für Schä­den an zer­brech­li­chen oder ver­derb­li­chen Gegen­stän­den (Com­pu­tern oder sons­ti­gen elek­tro­ni­schen Gerä­ten), Schmuck, Sil­ber­sa­chen, Geld, Wert­pa­pie­ren, Sicher­hei­ten oder ande­ren Wert­sa­chen, Geschäfts­pa­pie­ren oder Mus­tern, Rei­se­päs­sen oder Per­so­nal­aus­wei­sen, wel­che im auf­ge­ge­be­nen Gepäck des Flug­gas­tes ent­hal­ten sind, gleich­gül­tig, ob mit oder ohne Wis­sen des Luft­fracht­füh­rers, nur, wenn er die­se grob fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich ver­ur­sacht hat; die Vor­schrif­ten des [War­schau­er] Abkom­mens blei­ben unbe­rührt."

sind unwirk­sam. Sie wider­spricht nach einem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs mit der zwin­gen­den Haf­tung des Luft­fracht­füh­rers nach Art. 17 Abs. 2 Satz 2 des Über­ein­kom­mens von Mon­tréal, die in das euro­päi­sche Gemein­schafts­recht über­nom­men wor­den ist (Art. 3 Abs. 1 der VO (EG) 2027/​97 des Rates vom 9. Okto­ber 1997 in der Fas­sung der VO (EG) 889/​2002 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates), und benach­tei­li­gen damit die Ver­trags­part­ner des Ver­wen­ders ent­ge­gen den Gebo­ten von Treu und Glau­ben unan­ge­mes­sen (§ 307 Abs. 1 BGB).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Dezem­ber 2006 ? X ZR 165/​03