Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de

Das Gebot des recht­li­chen Gehörs ver­pflich­tet das Gericht, die Aus­füh­run­gen der Pro­zess­be­tei­lig­ten zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen. Die­ses Gebot ver­pflich­tet das Gericht unter ande­rem dazu, den wesent­li­chen Kern des Vor­brin­gens der Par­tei zu erfas­sen und – soweit er eine zen­tra­le Fra­ge des jewei­li­gen Ver­fah­rens betrifft – in den Grün­den zu beschei­den 1.

Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de

Nach die­sen Grund­sät­zen stellt es eine Ver­let­zung des Anspruchs der Beklag­ten auf recht­li­ches Gehör dar, wenn das Beru­fungs­ge­richt das Vor­brin­gen einer Par­tei nicht beschie­den hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Okto­ber 2018 – VII ZR 229/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 12.07.2018 – V ZR 285/​17 Rn. 7; Beschluss vom 21.03.2018 – VII ZR 170/​17 Rn. 16, BauR 2018, 1162 = NZBau 2018, 349; Beschluss vom 29.10.2015 – V ZR 61/​15 Rn. 7, NJW-RR 2016, 78 m.w.N.[]