Recht­li­ches Gehör – auch bei klei­nen Kla­ge­for­de­run­gen

Einem Ver­stoß gegen den in Art. 103 Abs. 1 GG ver­bürg­ten Anspruch auf recht­li­ches Gehör kommt auch bei einer rela­tiv gerin­gen finan­zi­el­len Beschwer beson­de­res Gewicht zu1. Dies recht­fer­tigt die Annah­me der Ver­fas­sungs­be­schwer­de zur Ent­schei­dung.

Recht­li­ches Gehör – auch bei klei­nen Kla­ge­for­de­run­gen

Der Ver­stoß gegen die grund­recht­li­che Gewähr­leis­tung des recht­li­chen Gehörs stellt unab­hän­gig von dem in dem jewei­li­gen Ver­fah­ren ver­folg­ten Rechts­schutz­ziel jeden­falls dann einen gewich­ti­gen Grund­rechts­ver­stoß dar, wenn er beharr­lich (hier: im amts­ge­richt­li­chen Urteil und im Anhö­rungs­rü­ge­be­schluss) erfolgt und sich damit nicht mehr als Ver­se­hen erklä­ren lässt2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 14. Sep­tem­ber 2016 – 1 BvR 1304/​13

  1. vgl. BVerfGE 90, 22, 25
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 15.11.2010 – 2 BvR 1183/​09 18